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Waldböden benötigen besonderen Schutz

Kein sauberes Trinkwasser und keine Artenvielfalt ohne gesunden Waldboden

 

Waldboden benötigt besonderen Schutz


(20.3.2015) Der Boden gehört zu der Grundlage unseres Lebens und benötigt daher besonderen Schutz. In Deutschland gehen täglich 74 Hektar Boden für Siedlungs- und Verkehrsflächen verloren, Schadstoffeinträge und Nährstoffentzüge bringen zusätzlich das Stoffgefüge aus dem Gleichgewicht.

Weltweit setzen sich unzählige Menschen aktiv für den Schutz der Böden ein. Einer dieser Aktiven, Prof. Dr. Klaus Töpfer, wurde nun von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald für seinen Einsatz für gesunde Böden geehrt. „Der Schutz unserer Böden ist lebensnotwendig“, erläutert Dr. Wolfgang von Geldern, Präsident der SDW, das Engagement anlässlich des Tag des Waldes (21.3.), „denn er ist eine der wichtigsten Ressourcen der Erde und nicht beliebig vermehrbar.“

 

Der deutsche Wald stellt als größter Süßwasserspeicher ca. 70 % des Trinkwassers bereit
Der Waldboden, der zu den ursprünglichsten unserer Böden gehört, übernimmt einige besondere Schutzfunktionen. Durch seinen vielschichtigen Aufbau kann er in kurzer Zeit viel Wasser aufnehmen und so Niederschlagsspitzen abschwächen. Das aufgenommene Wasser wird des Weiteren im Boden gereinigt. Luftschadstoffe und Schwermetalle werden gefiltert, sodass sauberes Trinkwasser gewonnen werden kann. Der deutsche Wald stellt als größter Süßwasserspeicher ca. 70 % des Trinkwassers bereit.

 

Eine nachhaltige Forstwirtschaft fördern gesunde Böden
Durch den kontinuierlichen Eintrag von Stickstoff aus Landwirtschaft, Industrie und Verkehr übersättigen die Böden – eine Gefahr für den Trinkwasserschutz. Bereits jetzt erreichen einige Waldböden in Deutschland einen kritischen Nitratwert von über 25 mg/l (entspricht dem ehemaligen Grenzwert für Trinkwasser). Die SDW fordert deshalb Industrie, Verkehr, Landwirtschaft und Privathaushalte auf, ihren Beitrag zur Verringerung des Schadstoffeintrages zu leisten.
Die Forstwirtschaft kann sich ebenfalls aktiv für den Schutz der Waldböden einsetzen. Forderungen, die die SDW bereits seit Jahrzehnten vertritt, wie z.B. eine nachhaltige Forstwirtschaft, die auf eine dauerhafte Bewaldung ausgerichtet ist, fördern gesunde Böden. Insgesamt wirkt sich eine durchdachte und umweltschonende Forstwirtschaft positiv auf den Waldboden aus. Gefährlich wird es erst dann, wenn – im Zuge der Energieholznutzung – die Bäume im Ganzen geerntet werden. In Ästen, Reisig und Nadeln/Blättern sind die höchsten Nährstoffkonzentrationen zu finden. Verbleiben diese Teile des Baumes nach der Ernte im Wald, werden die Nährstoffe durch den Zersetzungsprozess, an dem viele Tiere, Pilze und Bakterien beteiligt sind, an den Waldboden zurückgegeben. Entfällt dieser Zersetzungsprozess aufgrund der Entnahme von Ästen und Blättern können wichtige Nährstoffe wie Kalium, Calcium und Magnesium nicht zurückgeführt werden. Es kommt zu einem Ungleichgewicht der Nährelemente im Boden. Nährstoffreiche Standorte können den Entzug weitaus besser verkraften als nährstoffarme Böden. Diese Art der Holzernte ist daher für jeden Standort kritisch zu prüfen. Eine Entnahme der Wurzelstöcke ist allerdings in keinem Fall verantwortbar. Der Nährstoffentzug erhöht sich dadurch nochmals um ein Vielfaches, zusätzlich wird das Bodengefüge geschädigt.


Das Ungleichgewicht im Boden, verursacht durch den Nährstoffentzug und den Luftschadstoffeintrag, zieht viele Konsequenzen nach sich: Die Wuchsleistung der Bäume nimmt ab, die Zusammensetzung der Waldpflanzen verändert sich und die Anzahl wichtiger Bodenlebewesen, wie z.B. Regenwürmer, verringert sich. Diese Veränderungen führen wiederum dazu, dass die Schutzfunktionen des Bodens nicht ausreichend erfüllt werden können – mit teils verheerenden Konsequenzen für unsere Gesundheit.


Die SDW wird in diesem Jahr in ihren Veranstaltungen und waldpädagogischen Projekten ihren inhaltlichen Schwerpunkt auf den Boden legen. Vielen Menschen im Jahr des Bodens deutlich zu machen, dass der vielfältige Nutzen der Waldböden und ihr nicht ersetzbare Wert geschützt werden müssen, hat sich die SDW zur Hauptaufgabe für 2015 gemacht

(SDW)

 

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