Baum&Natur - Wald

Baumschutz  |  Bäume  |  Wald  |  Natur  |  Fundsachen

 

 

Zu viel Stickstoff in niedersächsischen Wäldern

Besonders Buchen und Eichen leiden


Wald - Zu viel Stickstoff in niedersächsischen Wäldern

 

 

(18.11.2013) Zu hohe Stickstoffeinträge, Frostschäden, Trockenheit und Insekten setzen den niedersächsischen Wäldern weiter zu. Besonders Buchen und Eichen leiden, Böden und Grundwasser sind belastet. Dies dokumentiert der diesjährige Waldzustandsbericht.

 

Ältere Eichen sind besonders betroffen

Die Untersuchung hat die rund 1,16 Millionen Hektar Staats-, Privat- und Kommunalwald Niedersachsens unter die Lupe genommen, darunter etwa 335.000 Hektar Landeswald. Jahr für Jahr regnet eine Stickstoffmenge von bis zu 27 Kilogramm pro Hektar auf die Bäume herab oder wird von den Kronen ausgefiltert.
„Das ist mehr, als die Pflanzen verbrauchen können", so der niedersächsishe Landwirtschafts- und Forstminister Christian Meyer. Daher sammeln sich die Nährstoffe später im Boden an, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) in Göttingen in einem langjährigen Wald-Umweltmonitoring festgestellt haben. Meyer wies darauf hin, dass im Boden zusätzlich Schwefeleinträge gespeichert seien. „Waldbesitzer tun deshalb sicher auch künftig gut daran, mit einer an den Standort angepassten Waldkalkung die Säuren zu kompensieren."

Nach Angaben des Ministers sind von Kronenverlichtung, also dem Nadel- und Blattverlust, insbesondere ältere, über 60-jährige Eichen betroffen. Ähnlich wie Buchen reagieren sie auf Umweltstress sehr empfindlich und haben fast ein Drittel ihrer Blattmasse verloren. Bezogen auf sämtliche Baumarten hat die Kronenverlichtung mittlerweile einen Anteil von etwa 16 Prozent, bei den mehr als 60 Jahre alten Bäumen ist sie doppelt so hoch.

 

Nahezu 94 Prozent der NH3-Emissionen stammen aus der Landwirtschaft
Auf EU-Ebene regelt die Richtlinie NEC (National Emission Ceilings) nationale Emissionshöchstmengen und die Senkung von Luftschadstoffen. Demnach wurde für Deutschland die Emissionshöchstmenge von 550 Kilotonnen Ammoniak (NH3) pro Jahr festgelegt.
Während 2010 diese Grenze mit 552 Kilotonnen Ammoniak knapp überschritten wurde, kam es 2011 laut Umweltbundesamt zu einem Anstieg auf 564 Kilotonnen Ammoniak. Fast 94 Prozent der NH3-Emissionen stammen aus der Landwirtschaft, Niedersachsen hat mit beinahe einem Viertel den größten Anteil an der nationalen Emissionsmenge. Minister Meyer: „Dieses Problem müssen wir durch strengere Auflagen für Tierställe in Niedersachsen in den Griff bekommen", sagte
Minister Meyer meinte weiter, dass wegen effektiver Luftreinhaltung zwar die Schwefeleinträge stark zurückgegangen seien und der saure Regen „ ist zum Glück aus den Schlagzeilen verschwunden. Aber ähnliche Verbesserungen müssen uns auch bei den immer noch viel zu hohen Stickstoffeinträgen gelingen. Um die Ammoniak-Emissionen in der Landwirtschaft zu reduzieren, soll auch die von der Landesregierung eingeläutete sanfte Agrarwende einen Beitrag leisten."
Geeignete Maßnahmen sind Meyer zufolge unter anderem wirksame Filter in Großställen, bodennahe Ausbringungstechniken für organisches Material und die Abdeckung von Güllelagern. „Wegen seiner großen Bedeutung für eine gesunde Umwelt soll das intensive forstliche Umweltmonitoring fortgesetzt und gestärkt werden", so Meyer.


Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt in Göttingen stellt den jährlichen Waldzustandsbericht zusammen. Sie forscht praxisorientiert und berät Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer auf rund einem Viertel des deutschen Waldes.
(ml.niedersachsen)

 

 

 

 Zurück zur Übersicht oder zur Startseite

 

 

Branchebuch
Diese Firmen werben
auf arboristik.de,
wir bitten um Beachtung.
- Ing.-Büro
Dipl.-Ing. Block-Daniel
- Sachverständigenbüro
Dipl.-Ing. Henning Müller
- Baumdienst Behr
- Standardsoftware für Sachverständige Franz Hund
lilie
- Illustration & Mediendesign
...ohne ein Vermögen dafür bezahlen zu müssen.
lilie
- Mediadaten
linie
Im Branchenbuch auf arboristik.de können Sie Ihre Dienstleistung oder Produkt in Form eines Basiseintrages vorstellen und bewerben, und dies zu äußerst günstigen Tarifen. Ein Eintrag als Basiseintrag ist schon ab 2 Euro monatlich möglich.
linie

 

 

 


2003 - 2019 - arboristik.de - All rights reserved