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Pilz lässt Eschen sterben

Niedersächsisches Forstamt Göhrde fällte absterbende Eschen in der Revierförsterei Wustrow


eschentriebsterben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(29.9.2013) Waldbesucher konnten Anfang September umfangreiche Baumfällungen im niedersächsischen Waldgebiet Gain bei Clenze beobachten. "Bei den gefällten Bäumen handelt es sich um kranke und absterbende Eschen", erklärt der zuständige Förster Reinhard Behn das Vorgehen. Nicht nur in den Wäldern der Försterei Wustrow im Wendland leiden Eschen unter dem so genannten Eschentriebsterben. In ganz Deutschland führt diese durch einen Pilz verursachte Krankheit unaufhaltsam zum Absterben der Bäume. "Wir entnehmen die sichtbar geschädigten Eschen, gesunde Bäume bleiben stehen. Besonders im Bereich der Waldwege können abgestorbene Kronenteile eine Gefahr für Waldbesucher darstellen", so der Forstmann.


Das Eschentriebsterben breitet sich seit einigen Jahren in weiten Teilen Europas aus. Der Verursacher der Erkrankung ist ein mikroskopisch kleiner Schlauchpilz mit dem harmlos klingenden Namen "Falsches Weißes Stengelbecherchen". Die Sporen dieses Pilzes werden durch den Wind verbreitet. Junge und alte Eschen auf allen Standorten sind gefährdet. Die befallenen Bäume zeigen zunächst eine Kronenverlichtung durch absterbende Blätter und Zweige. Weitere Holzfäulepilze und Insekten lassen die geschwächten Bäume absterben.


"Der Einschlag von Eschen, die auf nassen Standorten wachsen, ist nur in Trockenphasen möglich. Deshalb haben wir uns für diesen Zeitpunkt entschieden", sagt Reinhard Behn. In den empfindlichsten Bereichen kamen Rückepferde zum Einsatz.


(Landesforsten Niedersachsen)

 

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Absterbende Eschen Kronenschäden bei junger Esche