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Kaltblütig im sommerlichen Wald

Forstamt kombiniert Rückepferde mit moderner Forsttechnik bei der Durchforstung eines jungen Kiefernwaldes


Rückepferd

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(30.7.2013) Zur Pflege eines dreißigjährigen Kiefernbestandes im Forstamt Göhrde (Landkreis Lüchow-Dannenberg ) setzen die Niedersächsischen Landesforsten in diesen Tagen auf eine Kombination von Rückepferden mit moderner Holzerntetechnik. „Das geländeangepasste System der Pflegegassen wird durch den Einsatz der beiden Pferderücker gut ergänzt. Wo der Harvesterkran nicht hinreicht, ziehen die beiden Kaltblüter die gefällten Bäume an die Gasse. Ab hier übernimmt die moderne Forsttechnik die weitere Arbeit“, erklärt Revierförster Holger Maack das Vorgehen.

Die beiden Boulonnais Kaltblutpferde, 20 und 5 Jahre alt, und die Pferderücker Kay Stolzenberg und Jorin Handmann aus Güstritz sind eingespielte Teams. Mühelos ziehen sie die jungen Kiefernstämme durch den dichten Wald. An der Gasse wird das Holz vom Harvester entastet und in Abschnitte gesägt. Den langen Transport über die Rückegassen zum Waldweg übernimmt ein moderner Tragschlepper.


Der Kiefernbestand wurde vor dreißig Jahren in der Försterei Hohenfier vom damaligen Revierleiter Jürgen Petersen aus Naturverjüngung begründet und später unter Anlage eines perfekt an die Geländeverhältnisse angepassten Gassensystems bereits erstmals gepflegt. Die Kiefern sind heute – nach den zeitlichen Dimensionen eines Baumes – immer noch im Kindesalter. Nun steht die erste Durchforstung an, bei der die vitalsten und wertvollsten Bäume herausgepflegt werden.


„Die Pflege unserer Wälder entspricht den nachhaltigen und ökologischen Grundsätzen des so genannten „LÖWE-Programms (Langfristige ökologische Waldendwicklung)“, erläutert Forstamtsleiter Dr. Uwe Barge. „Wir entnehmen grundsätzlich jährlich in unseren Wäldern weniger als 80% der Holzmasse, die an den verbleibenden Bäumen zuwächst. So bauen wir den Holzvorrat weiter auf und erhalten die wirtschaftlich und ökologisch wertvollen Bäume“, so der Forstmann.

(NLF)

 

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