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Förster über Witterung erfreut - auch ohne Bodenfrost

Warum der Sommer 2018 die Witterungswünsche der Förster auf den Kopf stellt


Rückepferde
Fehlt der Frost im Waldboden, kommt das Rückepferd zum Zug. Foto: Pixabay / Pixabay Lizenz


(9.3.2019) Förster und Waldbesitzer haben in den Wintermonaten alle Hände voll zu tun. Es ist Hauptern-

tezeit für den Roh-, Bau- und Werkstoff sowie Energieträger Holz in den heimischen Wäldern. Um den Einsatz der schweren Forstmaschinen bodenpfleglich durchzuführen, freuen sich die Grünröcke in dieser Phase über durchgefrorene Waldböden, bevor der erste Schnee kommt.

 

Nur wenn der Boden mehrtägigen Frost ertragen hat, zeigt sich der Grund tragfähig, der aufliegende Schnee isoliert gleichsam die Bodenfrostschicht. Seit mehreren Tagen ist die Witterung alles andere als winterlich – der Vorfrühling ist seit Mitte Februar da. Trotzdem sind die Försterinnen und Förster nicht unglücklich.

„Zuerst Frost, dann Schnee“ – die Wunschkonstellation gilt 2019 nicht

Der Jahrhundertsommer 2018 ist laut Deutschem Wetterdienst nicht nur das wärmste Jahr in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881, sondern auch das sonnenscheinreichste. Beim Niederschlag dürfte 2018 als eines der drei trockensten Jahre seit 1881 gelten. Eine der Folgen: Extrem ausgetrocknete Waldböden und vitalitätsgeschwächte Waldbestände.

 

Ein durchgefrorener Boden unter einer Schneedecke würde bei Tauwetter dazu führen, dass das dringend benötigte Schneewasser nicht in den Boden versickern könnte und oberflächlich abfließen würde. „Die stete Wasserversorgung der Waldböden und damit der Waldbäume, auch und gerade in den Wintermonaten, ist aber derzeit der größte Wunsch der Waldbesitzer“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand.

Auch wenn dies die Holzernte im Einzelfall wegen der Gefahr von Bodenschäden einschränkt und ggf. ein anderes, kostenintensivere Holzerntesystem gewählt werden muss. „Waldböden brauchen Monate, um die Folgen des Extremjahres 2018, insbesondere die Unterversorgung mit Wasser, wieder einigermaßen ausgleichen zu können“, so Gebhardt abschließend.
(ThüringenForst)



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