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Erhöhte Waldbrandgefahr im Frühling

Waldbesucherinnen und -besucher sollten im Wald besonders aufmerksam sein

 

Erhöhte Waldbrandgefahr im Frühling
Foto: Wald und Holz NRW

 

(8.4.2017) Mit dem anhaltend frühlingshaften Wetter steigt auch die Waldbrandgefahr. Da die Bäume jetzt erst langsam mit dem Blattaustrieb beginnen, kann die Sonne ungehindert bis auf den Waldboden scheinen. Gerade im Frühling finden sich am Waldboden trockene Pflanzenteile, wie Gräser, abgestorbene Äste oder Laub aus dem Vorjahr, die schon nach kurzer Trockenzeit und bei einfallendem Sonnenlicht leicht entflammen. Daher entstehen Waldbrände meist als Bodenfeuer.

 

Mit der Durchschnittstemperatur von 7,2 Grad ist der März 2017 der bislang wärmste seit Beginn der Wetterauf-

zeichnungen. Bei der Waldbrandbekämpfung spielt der Zeitfaktor die entscheidende Rolle. Deshalb müssen auch kleinste Brände umgehend der Feuerwehr (Notruf 112) gemeldet werden.

 

Waldbrandgefahrenindex

 

Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes dient als Orientierungswert, damit die jeweiligen Landesbehörden die Waldbrandgefahr einschätzen können und gegebenenfalls Warnungen herausgeben können. Am Standort kann die tatsächliche Waldbrandgefahr sehr unterschiedlich ausfallen. Die Försterinnen und Förster vor Ort können die Situation am besten einschätzen und entsprechend reagieren. Daher können DWD-Prognose und forstliche Einschätzung voneinander abweichen. Zum Teil kann die Waldbrandgefahr lokal trotz gleicher Witterungsbedingungen unterschiedlich ausgeprägt sein.


Stufen der Waldgefährdung (Quelle: DWD)
Stufe Gefährdungspotential
1 sehr geringe Gefahr
2 geringe Gefahr
3 mittlere Gefahr
4 hohe Gefahr
5 sehr hohe Gefahr


Die Waldbrandsaison in Deutschland dauert in der Regel von März bis Oktober, wobei in den vergangenen Jahren im Frühling häufig mehr Waldbrände dokumentiert wurden, als im Sommer. Grund dafür ist der trockene Waldboden. Da die Bäume im Frühling noch kein dichtes Laubkleid tragen, kann die Sonne ungehindert bis auf den Waldboden scheinen.

Im Sommer sind Laubwälder meist weniger feuergefährdet als Nadelwälder, denn dann haben die Laubbäume ein dichteres Blätterdach, sodass weniger Sonne an den Boden gelangt. Außerdem binden sie einen hohen Wasseranteil in ihren Blättern, während einige Nadelbäume, wie die Kiefer, leicht brennbare ätherische Öle enthalten. Nach Stürmen, bei denen viele Bäume umgeworfen wurden oder auf freien Flächen, auf denen viele neue Bäume gepflanzt wurden, besteht aufgrund der ungehinderten Sonneneinstrahlung ebenfalls eine erhöhte Waldbrandgefahr. Die Brandanfälligkeit von Wäldern hängt zudem stark davon ab, was unter den Bäumen auf dem Waldboden steht.

 

Tipps für den sicheren Waldbesuch


Waldbesucherinnen und Waldbesucher sollten sich unbedingt an folgende Hinweise
halten, um Tiere, Pflanzen und sich selbst nicht zu gefährden:


Einhalten des gesetzlichen Rauchverbots im Wald (1. März bis 31. Oktober)
Kein Feuer/Grillen im und am Wald (100 Meter Mindestabstand)
Keine Glasabfälle im Wald zurücklassen. Sie könnten bei Sonneneinstrahlung als Brennglas wirken.
Freihalten der Waldzufahrten für die Feuerwehr
PKW nicht im hohen Gras abstellen, da die Abwärme des Fahrzeugs ausreicht, um dieses in Brand zu setzen.
Keine Zigaretten aus dem Fahrzeug werfen.
Erhöhte Aufmerksamkeit beim Waldbesuch
Kleine Entstehungsbrände direkt löschen, wenn das gefahrlosmöglich ist.
Brandherde der Feuerwehr (112) melden und den Wald auf kürzestem Weg verlassen.
(Quelle: Wald und Holz NRW)



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