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Fit für den Klimawandel

Forstliche Versuchsanstalt sichert hochwertiges Gen-Material

 

Seilklettertechnik
Aufstieg in die Baumkrone. Foto: NLF

 

(5.3.2018) In ganz Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Hessen sind aktuell Kletterteams des durch die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA) koordinierten Verbundprojekts „FitForClim“ unterwegs. Ziel des Projekts ist die Auswahl und langfristige genetische Sicherung besonders vitaler, leistungsstarker und qualitativ hochwertiger Bäume der Baumarten: Kiefer, Lärche, Fichte, Eiche, Berg-Ahorn und Douglasie.

 

In den Niedersächsischen Landesforsten waren die Teams in den Forstämtern Ankum, Neuenburg, Reinhausen, Münden, Nienburg, Liebenburg, Oldendorf, Wolfenbüttel und Grünenplan unterwegs. Während es in Oldendorf um Kiefern und Fichten ging, stand in Grünenplan die Eiche im Mittelpunkt. Hier war Forstwissenschaftler André

Andre Hardtke
Forstwissenschaftler André Hardtke mit einem Reiser, den das Kletterteam aus einer der bis zu 35 Meter hohen Baumkronen entnommen hat. Foto: NLF

Hardtke von der NW-FVA mit einem Kletterteam im Einsatz. Mit einer speziellen Seiltechnik kletterten Carsten Weller und Hanna Purps in die 35 Meter hohen Baumkronen über hundertjähriger Eichen. Dort schnitten sie Reiser, die André Hardtke in Folienbeuteln sicherte.

„Diese Zweige werden wie im Obstbau auf Unterlagen gepfropft und sollen später einmal die genetische Basis für den Aufbau neuer Samenplantagen bilden. Ziel ist es, auch zukünftig eine nachhaltige Versorgung des Marktes mit höherwertigem Forstvermehrungsgut unter sich ändernden klimatischen Bedingungen zu sichern,“ so Hardtke.

Dr. Katharina Volmer ist in der Forschungseinrichtung in Hann. Münden für das Projekt zuständig. „Hochwertiges und leistungsfähiges Forstvermehrungsgut ist enorm wichtig für die Schaffung stabiler und ertragreicher Wälder“ erklärt sie die Bedeutung des Projekts für das Ziel, den Wald auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten. Schließlich soll er auch unter geänderten Klimabedingungen alle Funktionen erfüllen. Hierzu gehört auch, den wachsenden Bedarf an Holz zu decken. Denn die Holznutzung dient durch die Bindung klimarelevanten Kohlenstoffdioxids (CO2) auch dem Klimaschutz.

 

Das Projekt „FitForClim“ wird über den Waldklimafonds (Projektträger Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung - BLE) durch das Bundesministerium Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert.
(NLF)

 


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