Baum&Natur - Wald

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Neue Perspektive für die Gesundheit der Bäume

Drohnen ermöglichen neues Diagnose-Verfahren


Drohnenflug(19.6.2018) Gesunde Bäume nutzen Sonnenlicht, um Photosynthese zu betreiben und zu wachsen. Sie bauen Holz auf, das wirtschaftlich genutzt werden kann. Erhält ein Baum jedoch im heißen Sommer nicht genügend Wasser aus der Erde, stellt er die Photosynthese und sein Wachstum ein – obwohl viel Sonnenlicht zur Verfügung steht. Ein Team des Forschungsschwerpunkts Kulturlandschaft der Hochschule Ostwestfalen-Lippe erarbeitet ein Diagnose-Verfahren, das aufspüren soll, ob Bäume sich optimal entwickeln können. Hierzu lassen die Wissenschaftler über Wäldern Drohnen steigen, die mit zwei Kameras ausgestattet sind: einer Wärmebildkamera und einer NDVI-Kamera, die die Aktivität von Vegetation abbilden kann. Ergänzt werden diese Untersuchungen mit stationären Messgeräten und durch die Auswertung von Satellitenbildern. [ ...mehr ]
(Foto:pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

 

35.000 Teebeutel für die Waldforschung

Es klingt kurios, ist aber durchaus ernst zu nehmende ökologische Forschung


35.000 Teebeutel für die Waldforschung(6.6.2018) Wissenschaftler aus aller Welt haben Tausende von Teebeuteln vergraben, um den Prozess des Streuabbaus und folglich den Kohlenstoffkreislauf im Wald besser zu verstehen. Auch die Eidg. Forschungsanstalt WSL macht mit. Erster Trend: Die Abbaurate hängt von der chemischen Zusammensetzung der Teesorte ab. Die Idee klingt kurios, sie ist aber durchaus ernst zu nehmende ökologische Forschung: Mit Teebeuteln von zweierlei Teesorten, wie man sie standardmäßig in Lebensmittelläden kaufen kann, wollen Bodenforscher in aller Welt den Prozess des Streuabbaus im Wald besser verstehen. Der Abbau abgestorbener Pflanzenteile ist nämlich als Teil des Kohlenstoffkreislaufes eine entscheidende Größe in Bezug auf den Klimawandel: Der in der Biomasse von Pflanzen gebundene Kohlenstoff wird bei der Zersetzung durch Bodenlebewesen wieder als Treibhausgas (CO2) in die Atmosphäre freigesetzt. [ ...mehr ]
(Foto:Flurin Sutter, WSL)

 

 

Die letzten Urwälder Europas

Landkarte zum Schutz unberührter Wälder erarbeitet


Die letzten Urwälder Europas(29.5.2018) Wissenschaftler des Geografischen Instituts der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) haben die erste Karte der letzten Urwälder Europas erarbeitet. Sie zeigt, wo mehr als 1,4 Millionen Hektar solcher Wälder in 34 Ländern noch zu finden sind. „Dass diese Wälder noch niemals von Menschen betreten wurden, ist in Europa wohl kaum vorstellbar“, erklärt Dr. Francesco Maria Sabatini, Koordinator die Studie, die in der Zeitschrift Diversity & Distributions veröffentlicht wurde. „Es handelt sich vielmehr um Wälder, in denen der menschliche Einflusses sehr gering ist, in denen ökologische Prozesse also noch weitestgehend natürlich ablaufen.“ Die neu entwickelte Karte kann nun zum Schutz der letzten Urwälder beitragen, da sie zum ersten Mal die Verteilung solche Wälder über ganz Europa hinweg zeigt. Zudem liefert sie wertvolle Hinweise darauf, wo bisher noch nicht entdeckte Urwaldreste zu finden sein könnten. [ ...mehr ]
(Foto:pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Mischwälder: ökologisch und ökonomisch überlegen

Mischbestände werden angesichts des Klimawandels an Bedeutung zunehmen


Mischwälder: ökologisch und ökonomisch überlegen(21.5.2018) Mischwälder sind produktiver als Monokulturen. Das gilt auf allen fünf Kontinenten und besonders in niederschlagsreichen Regionen. Dieses Ergebnis einer internationalen Überblicksstudie, an der auch die Technische Universität München (TUM) beteiligt war, hat eine hohe Relevanz für die Forstwissenschaft und -wirtschaft weltweit. Mischwälder sind als vielfältiger Lebensraum ökologisch wertvoller. Sie mildern den Klimawandel, da sie länger und besser Kohlendioxid speichern. Durch ihre sich ergänzenden Kronen- und Wurzelsysteme sind Bäume in Mischwäldern oft besser mit Licht, Wasser und Bodennährstoffen versorgt. Das macht Mischbestände resilienter in Trockenjahren. Doch diese Argumente allein ließen die Forstwirtschaft bisher nicht von den weit verbreiteten Monokulturen abkehren. [ ...mehr ]
(Foto:L. Steinacker/TUM)

 

 

Die Edelkastanie

Ökologisch wertvoller Joker im Klimawandel


Edelkastanie , Castanea sativa(3.5.2018) Die Edelkastanie (Castanea sativa), bekannter unter dem Namen Esskastanie ist vor allem wegen ihrer stärkereichen und glutenfreien Früchte (Maronen) beliebt. Sie ist nicht verwandt mit der Rosskastanie, sondern gehört zu den Buchengewächsen und wurde mindestens seit der Römerzeit in Deutschland kultiviert. Dank ihrer mediterranen Herkunft kommt sie gut mit warmen Temperaturen zurecht und kann zudem auf trockenen Standorten wachsen. Der Klimawandel wird unsere Wälder in den nächsten hundert Jahren verändern. Die wärmeliebende Edelkastanie wird sich voraussichtlich in heimischen Wäldern immer wohler fühlen und kann eventuell Baumarten ersetzen, die mit dem veränderten Klima nicht mehr zurechtkommen. [ ...mehr ]
(Foto:pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Alternativer Waldzustandbericht

Deutschlands Wäldern geht es schlecht


 Alternativer Waldzustandbericht -  Deutschlands Wäldern geht es schlecht(27.4.2018) Zum Tag des Baumes 2018 am 25.04. veröffentlichte die Naturwald Akademie den alternativen Waldzustandsbericht. Dieser belegt, dass fast 90% der Waldfläche Deutschlands in einem naturschutzfachlich schlechten Zustand sind. Die letzten verbliebenen naturnahen Wälder sind kaum geschützt oder bereits vernichtet. Die Analyse der Wälder zeigt auch, dass sie für ein ökologisches Gleichgewicht zu jung sind. Zahlreiche heimische Waldökosysteme drohen auszusterben. Denn auf den meisten deutschen Waldflächen wachsen nur wenige unterschiedliche Baumarten. Zudem sind es oft Baumarten, die dort natürlich nicht vorkommen würden. Besonders alarmierend ist der schlechte naturschutzfachliche Zustand bei drei für Deutschland typischen Waldtypen, die von Eichen und Buchen dominiert sind. [ ...mehr ]
(Foto:pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Holzeinschlag im polnischen Urwald Bialowieza illegal

Europäischer Gerichtshof (EuGH) verurteilt Polen wegen illegaler Abholzung


Rodungen im polnischen Urwald Bialowieza illegal(18.4.2018) Die im polnischen Urwald Bialowieza genehmigten Abholzungen sind illegal. Das hat der Europäische Gerichtshof am gestrigen Dienstag entschieden und damit vorherige Entscheidungen und Stellungnahmen des Gerichtshofs sowie der Europäischen Kommission bestätigt. Der Holzeinschlag könne mit der Ausbreitung des Borkenkäfers nicht gerechtfertigt werden. Der EuGH ist mit seinem Urteil dem Schlussantrag des Generalanwalts gefolgt, der klar darstellte, dass die Argumente der polnischen Regierung nicht nachvollziehbar sind. Das Urteil ist letztinstanzlich. Die Waldbewirtschaftung muss sofort gestoppt werden, ansonsten drohen hohe Strafzahlungen von mindestens 4,3 Millionen Euro. [ ...mehr ]
(Foto: Ludwig Schneider / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0)

 

 

Frühjahrsblüher

Farbenprächtiges Naturschauspiel im Wald


Frühjahrsblüher - Farbenprächtiges Naturschauspiel im Wald(10.4.2018) Jedes Jahr im Frühling wachsen Frühjahrsblüher in unglaublicher Geschwindigkeit mit üppigen Blüten heran. Eine Grundregel für Waldbesucherinnen und -besucher lautet: Nur gucken, nicht anfassen! Denn viele Frühjahrsblüher im Wald stehen unter Naturschutz und dürfen weder gepflückt noch ausgegraben werden. Andere sind hochgiftig und können durch den Verzehr teilweise schwere Vergiftungen verursachen. Die Pflanzen haben nur ein sehr enges natürliches Zeitfenster, in dem sie blühen und sich vermehren können. Nicht wenige Vorkommen sind verschwunden, weil die hübschen Pflanzen verbotenerweise ausgegraben wurden, um sie im eigenen Garten anzusiedeln. [ ...mehr ]
(Foto:pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Sanitärhiebe im Wald

Oft vorgeschobener Grund für Holzernte


Sanitärhiebe im Wald(28.3.2018) Umfangreiche Holzeinschläge in geschützten Wäldern nehmen weltweit zu. Als „Sanitärhiebe“ sollen sie etwa sturmgeschädigte Waldflächen vor Borkenkäferbefall schützen. Jedoch wird dieses Instrument laut einer Würzburger Studie viel zu häufig angewendet. Im ostpolnischen Bialowieza befindet sich der letzte natürliche Urwald Europas. Noch. Die polnische Regierung ließ im Jahr 2017 100.000 Bäume mehr fällen als zuvor, obwohl weite Teile dieses Weltnaturerbes unter klaren Schutzauflagen stehen. Sie berief sich auf eine mögliche Ausbreitung des Borkenkäfers. Dieser Fall ist jedoch keine Ausnahme. Dass sich die Kritik von Politik und Medien auf Polen beschränkt, kann Professor Jörg Müller nur bedingt verstehen: „Solche Sanitärhiebe finden leider weltweit immer häufiger in geschützten Waldgebieten statt.“ Er hat mit seinen Kollegen von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) erstmals herausgearbeitet, dass dieses Vorgehen auch in Deutschland, dem Rest von Europa und in Asien weit verbreitet und damit ein globales Problem ist. [ ...mehr ]
(Foto:Reinhold Weinberger, Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald)

 

 

21. März: Internationaler Tag des Waldes

BMU bringt Wiederaufbau von Wäldern weltweit voran


21. März: Internationaler Tag des Waldes(21.3.2018) Kurz vor dem heutigen Internationalen Tag des Waldes hat vergangene Woche eine 3. Bonn Challenge-Konferenz in Brasilien stattgefunden. Bis heute gibt es insgesamt 47 Zusagen von Ländern, Provinzen oder Unternehmen, bis 2020 mehr als 160 Millionen Hektar Wald wiederaufzubauen. Bei dieser 3. Bonn Challenge-Konferenz stand Brasilien im Fokus. Das südamerikanische Land hat es als besonders waldreiches Land geschafft, seine Entwaldungsraten seit 2004 dauerhaft zu reduzieren. Zugleich verfolgt es den Plan, 12 Millionen Hektar natürliche Vegetation bis 2030 wiederherzustellen. [ ...mehr ]
(Foto:pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Borkenkäfer

Die Situation in der Schweiz spitzt sich zu


Borkenkäfer(9.3.2018) Die durch den Borkenkäfer befallene Menge Fichtenholz ist 2017 wieder angestiegen und betrug insgesamt 320 000 Kubikmeter. Das ist drei- bis viermal mehr als das Niveau der Jahre 2008 – 2012. Dies ergab die jährliche Umfrage von Waldschutz Schweiz an der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL. Schäden durch Stürme, Schneedruck sowie Sommerhitze und Trockenperioden schwächten, vor allem auf der Alpensüdseite, in Teilen Graubündens und in den Tieflagen des Schweizerischen Mittellandes, viele Fichtenbestände. Durch Umwelteinflüsse oder Krankheiten geschwächte oder frisch abgestorbene Fichten sind Brutherde für Borkenkäfer. Die Fichte ist die bedeutendste Wirtschaftsbaumart der Schweiz. [ ...mehr ]
(Foto:Beat Wermelinger, WSL)

 

 

Fit für den Klimawandel

Forstliche Versuchsanstalt sichert hochwertiges Gen-Material


Seilklettertechnik(5.3.2018) In ganz Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Hessen sind aktuell Kletterteams des durch die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA) koordinierten Verbundprojekts „FitForClim“ unterwegs. Ziel des Projekts ist die Auswahl und langfristige genetische Sicherung besonders vitaler, leistungsstarker und qualitativ hochwertiger Bäume der Baumarten: Kiefer, Lärche, Fichte, Eiche, Berg-Ahorn und Douglasie. Dr. Katharina Volmer ist in der Forschungseinrichtung in Hann. Münden für das Projekt zuständig. „Hochwertiges und leistungsfähiges Forstvermehrungsgut ist enorm wichtig für die Schaffung stabiler und ertragreicher Wälder“ erklärt sie die Bedeutung des Projekts für das Ziel, den Wald auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten. [ ...mehr ]
(Foto:NLF)

 

 

Wisente und Borkenkäfer im Urwald von Białowieza

Aktuelle Konflikte um Baumfällungen in Polen


Wisente und Borkenkäfer im Urwald von Białowieza(23.2.2018) Trotz nationaler und internationaler Proteste, ließ die polnische Regierung Bialowieza-Urwald massiv Holz einzschlagen. Damit gefährdet sie die natürliche Entwicklung des Waldes und den Status als UNESCO Weltnaturerbe. Aufgrund dessen hatte die EU-Kommission eine Klage gegen die polnische Regierung vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) eingereicht. Vor wenigen Tagen hat der Generalanwalt des EuGH seine Stellungnahme abgegeben: Seiner Rechtsmeinung zufolge war die Erhöhung der Holzeinschlagsquoten durch die polnische Regierung illegal. Zwar ist die Stellungnahme für den EuGH nicht bindend, dennoch folgt dieser in seiner Entscheidungsfindung in den meisten Fällen der Einschätzung des Generalanwalts. Eine Entscheidung des EuGH wird in den kommenden Wochen erwartet. [ ...mehr ]
(Foto:pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Entwaldung in den Tropen

Ein physikalisches Gesetz erklärt die Fragmentierung tropischer Wälder


Entwaldung in den Tropen. Foto: Mateus Dantas de Paula(19.2.2018) Die Tropenwälder rund um den Globus beherbergen eine große Artenvielfalt und sind ein wichtiger Kohlenstoffspeicher. Doch nach wie vor werden sie durch Abholzungen weiter zerschnitten und damit gefährdet. Wissenschaftler des UFZ haben nun aus der Physik eine Methode abgeleitet, mit der sich die Fragmentierung erstmals auf globaler Ebene erklären und mathematisch beschreiben lässt. Dabei zeigte sich u.a., dass sich die Tropenwälder aller drei Kontinente nahe an einem kritischen Punkt befinden, ab dem die Anzahl der Fragmente stark ansteigen wird. Dies wird schwerwiegende Folgen für die Biodiversität und die Kohlenstoffspeicherung haben, schreiben die Forscher im Wissenschaftsjournal Nature. [ ...mehr ]
(Foto:Mateus Dantas de Paula)

 

 

Sozialer Wohnungsbau im Wald

Mini-Eule profitiert vom Habitatbaum-Konzept von HessenForst


Mini-Eule profitiert vom Habitatbaum-Konzept von HessenForst(12.2.2018) Was haben der Frankfurter Wohnungsmarkt und der Wald gemeinsam? Wenn ein Platz frei wird, stehen die nächsten Bewohner schon Schlange. Um den Bau neuer Wohnungen im Wald kümmern sich die Spechte: sie zimmern jedes Jahr eine neue Baumhöhle. Die verlassenen Höhlen dienen einer Vielzahl von Arten als Schlaf- und Brutplatz. Eine davon ist der Sperlingskauz – Hessens kleinste Eule. Aufmerksame Waldbesucher können den kleinen Raubvogel im Herbst rufen hören. Um Baumhöhlen als Lebensraum für im Wald lebende Tierarten zu erhalten, bedarf es eines aufmerksamen Auges und eines durchdachten Konzeptes: Bei der Waldpflege nehmen die hessischen Försterinnen und Förster besonders Rücksicht auf die Schonung der Höhlenbäume. So finden auch seltene Arten wie der Sperlingskauz ein Zuhause im hessischen Wald. [ ...mehr ]
(Foto:pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Baumerkrankung in Südbrandenburger Wäldern

Maßnahmen zur Eindämmung der Nadelbräune gestartet


Rotebänderkrankheit(5.2.2018) Auf Grund des Klimawandels nehmen Pilzerkrankungen an Bäumen zu. Im Sommer 2017 wurde erstmalig das Auftreten eines pilzlichen Quarantäneschaderregers auf Waldflächen in Südbranden-

burg festgestellt. Von einer feucht-warmen Witterung wie im letzten Jahr profitieren vor allem pilzliche Schaderreger. In der Folge wurde erst-

mals das großflächige Auftreten der auch Nadelbräune genannten Rotbänderkrankheit in Spree-Neiße festgestellt. Der dafür verantwort-

liche Pilz steht wegen seiner Gefährlichkeit auf dem Index der Quaran-

täne-Schadorganismen der EU. Auf der Südhalbkugel verursacht der Pilz vor allem an Kiefern erhebliche Schä-

den. Die Nadeln werden braun und die Bäume können nach mehrjährigem Befall absterben. [ ...mehr ]
(Foto: A. Steven Munson, USDA Forest Service, Bugwood.org / CC BY 3.0 US.)

 

 

Haareis - Winterrätsel im Wald

Zuckerwatte, komischer Pilz oder was?


Winterrätsel im Wald - Haareis - Zuckerwatte, komischer Pilz oder was(29.1.2018) Wer im Winter an kalten, schneelosen Tagen einen Waldspaziergang unternimmt, hat gute Chancen, auf eine merkwürdige Erscheinung zu treffen. An morschen Ästen am dunklen Waldboden hängen schneeweiße, wattebauschartige Büschel. Man denkt sofort an Zuckerwatte, Schafwolle, oder ist es vielleicht doch ein Pilz? Die Wahrheit ist weit faszinierender und ein biopysikalisches Phänomen: Haareis! Die überaus feinen Eiskunstwerke formt keine Menschenhand, sie bilden sich unter den richtigen Bedingungen ganz natürlich. Auch wenn es nicht die Fruchtkörper eines seltenen Pilzes sind: ein unscheinbarer Pilz ist dennoch eine wichtige Voraussetzung für das Entstehen von Haareis. Das Phänomen entsteht nur auf abgestorbenen, feuchten Ästen von Laubbäumen, die von den Pilzfäden der Rosagetönten Gallertkruste (Exidiopsis effuso) durchwachsen sind - und das nur unter ganz speziellen Witterungsverhältnissen. [ ...mehr ]
(Foto: Des Colhoun / Wikimedia Commons / CC BY-SA 2.0)

 

 

Bergregenwälder durch Klimawandel bedroht

Klimawandel und Ökosystemfunktionen in den Bergregenwäldern Ecuadors


Der Bergregenwald im Tal des Rio San Francisco in den Ostanden Süd-Ecuadors(18.1.2018) Die tropischen Bergregenwälder in Ecuador gehören zu den am stärksten gefährdeten Ökosystemen unseres Planeten – vor allem Klima- und Landnutzungswandel sind dafür verantwortlich. Forschende der Bio- und Geowissenschaften gehen deshalb in einer neuen Forschergruppe der Frage nach, welche Arten der Landnutzung das Ökosystem vor Ort stabilisieren und welche es bedrohen. Das Kon-

sortium „Umweltveränderungen in Biodiversitäts-Hotspot-Ökosystemen Süd-Ecuadors: Systemantwort und Rückkopplungseffekte“ (RESPECT) wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in der ersten Förderphase mit rund 3,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von drei Jahren gefördert. [ ...mehr ]
(Foto:Jörg Bendix)

 

 

Bedrohte Urwälder in Rumänien

Urwaldkarte von der rumänischen Regierung anerkannt


Bedrohte Urwälder in Rumänien(11.12.2017) Üppiges Grün, hohe, massive Bäume, Vogelgezwitscher – wie ein Wald aussieht, weiß jedes Kind, doch in der Tat gibt es nicht mehr viel Bestände, die diesen Vorstellungen noch entsprechen. In Rumänien, besonders in den Karpaten, gibt es die größte Fläche von ursprünglichen Wäldern außerhalb Russlands, die alle Klischees eines Waldes erfüllen. Sie dienen Europas größter Population an bedrohten Braunbären sowie Luchsen und Wölfen als Lebensraum – doch wie lange noch? Dieser Frage ist ein Forscherteam der HNEE zusammen mit Greenpeace Rumänien und der Alexandru-Ioan-Cuza Universität aus Iași (Rumänien) auf den Grund gegangen und hat erstmals wichtige Daten gesammelt, die in einer gemeinsamen Studie und Kartierung die aktuelle Bedrohung der letzten unberührten Natur Europas sichtbar machen. [ ...mehr ]
(Foto:pixabay.com / CC0 1.0)

 

Die Edelkastanie im Fokus

Forstliche Forschung im Klimawandel


Die Edelkastanie im Fokus (20.11.2017) Die Edelkastanie ist in Bayern und ganz Deutschland derzeit nur punktuell zu finden. Aber das könnte sich ändern. Denn die Baumart ist anpassungsfähig und wärmeresistent und kommt mit trockenen, ärmeren Böden gut zurecht. Eigenschaften, die sie für den Waldumbau hin zu klimaresistenten Wäldern wertvoll machen könnte. Die Edel- oder Esskastanie – wissenschaftlich Castanea sativa – stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurde von den Römern über die Alpen gebracht. Heute findet man Esskastanien in Deutschland überall dort, wo es warm ist. Oft sind das Weinbaugebiete, z. B. in der Pfalz, an der Mosel oder auch in den bayerischen Weinbaugebieten am Untermain. [ ...mehr ]
(Foto: Hansueli Krapf / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0)

 

 

„Abenteuer Totholz“...

...spielerisch die Natur kennenlernen


Raufußkauz in Baumhöhle. Foto: ÖBf/N. Pühringer(26.10.2017) Morsche Äste, kahle Baumstümpfe, nackte Wurzelteller oder zersplitterte Baumstämme: Was viele Menschen Anfang November an die „Vergänglichkeit des Lebens“ erinnert, ist vielmehr wertvoller Lebensraum für rund 4.500 teils stark bedrohte Pflanzen-, Pilz- und Tierarten. Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) räumen sogenan-

ntem Totholz, auch Biotopholz genannt, nicht nur in ihren Wäldern einen besonderen Stellenwert ein. In einem neu gestalteten Kreativheft vermitteln die Bundesforste jungen Schülerinnen und Schülern auf kindgerechte Weise die Bedeutung von lebensspendendem Totholz. [ ...mehr ]
(Foto: ÖBf / N. Pühringer)

 

 

Eine detaillierte Waldkarte des blauen Planeten

Europäische Weltraumbehörde veröffentlicht globalen Waldbiomasse-Atlas


erde(16.10.2017) Mit Hilfe von Satelliten-Radardaten haben Wissenschaft-

ler eine globale Karte erstellt, mit der sich die Holzmenge in unseren Wäldern ermitteln lässt - ein Schlüssel zum Verständnis des Kohlen-

stoffkreislaufs der Erde und letztlich des Klimawandels. Die Biomasse der Wälder der Erde hat einen immensen Einfluss auf das Klima, weil Wälder zugleich Kohlenstoffspeicher und -quelle sind. Die Karte zeigt die Waldbiomasse im Jahr 2010, sie wurde auf einem Meeting der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen in Rom vorgestellt. [ ...mehr ]
(Symbolfoto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Der Baum ist tot, es lebe der Wald

Xylobius - Die Biotopholzstrategie von Wald und Holz NRW


Xylobius - Die Biotopholzstrategie von Wald und Holz NRW (28.9.2017) Wald und Holz NRW will mehr Artenvielfalt im Staatswald und hat dafür die Biotopholzstrategie Xylobius auf den Weg gebracht. In dem Projekt werden im bewirtschafteten Wald einzelne Biotopbäume oder kleinere Baumgruppen markiert, um sie dauerhaft nicht zu nutzen. Diese Bäume sollen alt und morsch werden und ökologisch besonders wertvolle Kleinstlebensräume bilden. Gefragt als Baumaterial. Verwertet als Brennholz. Oder dem puren Ordnungssinn folgend. Jahrhunderte-

lang wurde Alt- und Totholz geschäftig aus den Wäldern gekarrt. Moose, Pilzkonsolen und rottender Bestand schufen zwar damals schon Skulpturen, die die Fantasie beflügeln. Das alltägliche Verständnis von Wald und Holz beschränkte sich aber auf den Faktor Wirtschaftsgut. Die ökologische Bedeutung von Biotopbäumen erfährt mit Xylobius eine Neubewertung. [ ...mehr ]
(Foto: Stefan Befeld - Wald und Holz NRW)

 

 

Borkenkäferplage

Ideale Bedingungen für Massenvermehrung


Borkenkäfer(15.9.2017) Seit einiger Zeit haben die Borkenkäfer ideale Lebensbe-

dingungen und haben sich stark vermehrt. Bereits der Herbst 2016 war sehr warm und nach dem milden Winter mit geringen Sterberaten schlüpften die ersten Käfer in diesem Jahr bereits im April. Bis zu drei Generationen konnten sich entwickeln. Zur Veranschaulichung: Ein Weibchen legt im Verlauf der Vegetationsperiode 100 bis 150 Eier ab. Rechnet man Verluste mit ein, so kann ein Käferweibchen in idealen Jahren mehr als 100.000 Nachkommen erzeugen. Stark betroffen sind aktuell die Wälder in Bayern, Niedersachsen, Hessen, Sachsen-Anhalt und in Baden-Württemberg. [ ...mehr ]
(Foto: Beentree / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0)

 

 

30 Jahre Walderneuerungsprogramm Harz

Vor 30 Jahren bewegte das Waldsterben die Gesellschaft


Walderneuerungsprogramm Harz(10.9.2017) Die Harzwälder wurden in den 1980er Jahren durch Luftschadstoffe aus Industrie, Verkehr und Landwirtschaft stark belastet. Der „saure Regen“ gelangt über Nadeln und Blätter in den Waldboden. Dort beeinflusste der Säureeintrag die Stoffkreisläufe – mit tiefgreifenden Folgen für die Bäume und den gesamten Wald: die Baumwurzeln konnten sich nur noch eingeschränkt entwickeln, die Bäume wurden schwach und anfällig. Auch das im Harz gewonnene Trinkwasser drohte durch die Folgen des sauren Regens und des Absterbens der Bäume belastet zu werden. Mehr als zwei Drittel der Bäume im Harz wiesen damals Schäden an Nadeln und Blättern auf. Ein flächiges Absterben der Fichtenbestände galt als unabwendbar. Die Umweltpolitik reagierte in vielfältiger Weise auf das Phänomen des einsetzenden „Waldsterbens“. [ ...mehr ]
(Foto: Archiv Landesforsten/Fritz Griese)

 

 

Verfrühter Herbst im Wald

Niederschläge lassen Pilze in diesem Jahr deutlich früher sprießen


Niederschläge lassen Pilze in diesem Jahr deutlich früher sprießen(1.9.2017) Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, wo mehrere Bundesländer als „pilzfreie Gebiete“ galten, hat in diesem Jahr die Pilzsaison aufgrund des warmen und feuchten Wetters besonders früh begonnen. Erst nach dem ersten Frost muss nach Expertenmeinung wieder auf das Sammeln verzichtet werden. Gefriert das Wasser in den Pilzen, beginnen sich die Pilze zu zersetzen, werden von Bakterien befallen und werden ungenießbar. Pfifferlinge, Steinpilze, Perlpilze und Hexenröhrlinge sind jetzt schon im Wald zu finden und versprechen eine gute Pilzsaison. Die Forstleute freuen sich über interessierte Waldbesucherinnen und -besucher, weisen aber auch darauf hin, dass beim Pilzesammeln einige Regeln zu beachten sind. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Klimawandel – die Tanne sticht Fichte und Buche aus

Schweizer Forschungsteam führt einzigartigen Vergleich durch


Klimawandel – die Tanne sticht Fichte und Buche aus (21.8.2017) Fichten und Buchen können mit dem sich rasch verändernden Klima kaum Schritt halten. Für die auf Fichtenholz ausgerichtete Waldwirtschaft birgt dies Risiken. Diese ließen sich verringern, wenn man vermehrt auf Weißtannen setzen und Fichten von wärmeren Wuchsorten verwenden würde, wie eine Studie der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL zeigt. Durch den Klimawandel wird es im Schweizer Wald wärmer und trockener. Um an ihrem jetzigen Wuchsort weiterhin zu gedeihen, müssten die Bäume ihr Erbgut an das sich schnell verändernde Klima anpassen. Dazu sind sie aber in so kurzer Zeit kaum imstande – eine einzige Baumgeneration dauert ja schon rund 100 Jahre oder länger. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Schwarzkiefer blickt in ungewisse Zukunft

Prägendes Landschaftselement im südlichen Niederösterreich durch Pilz bedroht


Diplodia sapinea Befall(24.7.2017) Die Schwarzkiefer ist in der Region Steinfeld (Niederösterreich) verwurzelt wie kein anderer Baum. Seit vielen Jahrhunderten prägen die Föhren, wie sie im südlichen Niederösterreich genannt werden, mit ihren schlanken Stämmen und den ausladenden Kronen die Landschaft. Umso mehr trüben die vielen braunen Nadeln und absterbenden Triebe, verursacht durch den Pilz Diplodia sapinea, das Bild. Diplodia sapinea kann in vitalen Bäumen leben, ohne Schäden zu verursachen. Wenn der Baum Stress ausgesetzt ist, wie zum Beispiel bei lang anhaltender Trockenheit, wechselt der Pilz zur aggressiven, krankheitsverursachenden Phase. Dann bringt er zunächst Triebe und Zweige, schließlich ganze Äste und Kronenpartien zum Absterben, und es kommt zu einer massiven Ausbreitung der Krankheit. [ ...mehr ]
(Foto: BFW)

 

 

Der Schwarzwald im Klimawandel

Weißtannen und Douglasien könnten langfristig die Fichte ersetzen


Schwarzwald(17.7.2017) Mit Voranschreiten des Klimawandels werden die Trockenzeiten auch in Europa voraussichtlich häufiger und intensiver. Viele Pflanzen sind einem solchen Klima nicht gewachsen. So auch die Fichte, Deutschlands wichtigste Wirtschaftsbaumart, die einen Großteil der Waldfläche des Schwarzwalds ausmacht. Deshalb erforschen Valentia Vitali und Prof. Dr. Jürgen Bauhus von der Professur für Waldbau der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, welche anderen Nadelbäume eine mögliche Alternative darstellen könnten. Denn für die Wirtschaftlichkeit der Forstwirtschaft und ihren Beitrag zum Klimaschutz spielt Nadelholz eine viel bedeutendere Rolle als Laubholz. Sie kommen zu dem Schluss, dass sowohl die einheimische Weißtanne als auch die aus Nordamerika eingeführte Douglasie auf lange Sicht geeignete Ersatzbaumarten für die Fichte sind. [ ...mehr ]
(Foto: Jürgen Bauhus)

 

 

Arvenwald: Baumgrenze hängt nicht nur vom Klima ab

Pflanzen und Tiere beeinflussen Anstieg der Baumgrenze


Arvenwald(5.7.2017) Steigende Temperaturen zwingen viele Pflanzen- und Tierarten der Bergregionen zur Flucht nach oben. Doch die Ausbreitung in größere Höhen hängt nicht allein vom Klima ab, wie Senckenberg-Wissenschaftler und Forscher der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL herausgefunden haben. Am Beispiel der Arve zeigen sie, dass vielmehr die ökologischen Wechselbeziehungen bestimmen, wo der Nachwuchs eines Baumes wächst und somit die Baumgrenze in Zukunft zu liegen kommt. Um in höhere Lagen zu gelangen, brauchen die flugunfähigen und schwer zugänglichen Arvensamen nämlich einen Transporteur, den Tannenhäher. Doch dieser bleibt der bisherigen Baumgrenze treu und verschleppt in der Regel nur wenige Samen in höhere Gefilde. [ ...mehr ]
(Foto: Sabine Brodbeck)

 

 

Shinrin-Yoku (Waldbaden) nutzt Körper und Seele

Studien belegen gesundheitsfördernde Wirkung des Waldes


„Waldbaden“ nutzt Körper und Seele(3.7.2017) Deutschland zählt zu den waldreichen Ländern der Europäischen Union. Mit 11,4 Millionen Hektar ist knapp ein Drittel der Gesamtfläche mit Wald bedeckt. Sogar im industriell geprägten Bundesland Nordrhein-Westfalen sind mit 27 Prozent immerhin deutlich mehr als ein Viertel der Fläche Waldgebiet. „Der Wald liefert den nachhaltigen Rohstoff Holz und ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum. Gleichzeitig erfüllt er wertvolle Erholungs- und Schutzfunktionen und ist auch für die biologische Vielfalt unersetzlich“, sagt Ranger Jörg Pahl vom Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen. Fast 60.000 Kilometer Waldwirtschaftswege in NRW bieten als Wanderwege Zugang zu diesem kostenlosen Erholungsraum. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

Wandern - Waldgebiete sehr beliebt

Wichtig: Kein Müll in die Natur, Rauchverbot und Zeckenschutz


Schutzgemeinschaft Deutscher Wald(18.6.2017) Demnächst beginnen in den ersten Bundesländern die Sommerferien. Bei der Auswahl des Urlaubszieles spielt der Wald eine große Rolle. Nach Spazierengehen und Wandern lieben die Waldbesucher das Beobachten der Natur und das Sammeln von Pilzen und Beeren. Die beliebtesten Ziele sind weiterhin der Harz, der Bayerische Wald und die Buchenwälder des Hainich in Thüringen. Damit der Wald nicht darunter leidet, hat die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) ein paar Tipps unter sdw.de unter Waldwissen/Verhalten im Wald einen → Waldknigge von A – Z zusammengestellt. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

Wiedervernässung und Renaturierung statt Motorsäge

Weißrussischer Beitrag zur Rettung des UNESCO Weltnaturerbes Bialowieza


Wiedervernässung und Renaturierung statt Motorsäge(10.6.2017) Im weißrussischen Nationalpark Belovezhskaya Pushcha bekommt der Wald sein Wasser zurück. Nur Wiedervernässung und Renaturierung kann UNESCO Weltnaturerbe Bialowieza retten – nicht die Motorsäge! Mit einem großen Bagger setzte Alexander Bury, der Direktor des weißrussischen Nationalparks Belovezhskaya Pushcha, im Dezember des letzten Jahres zum symbolischen Spatenstich an. Damit begann nach einer einjährigen Vorbereitungsphase die Wiedervernäs-

sung von 1.100 Hektar Niedermoorflächen in Belovezhskaya Pushcha. Der Nationalpark ist der Teil des polnisch-weißrussischen Bialowieza-Waldkomplexes, der auf der Seite Weiß-

russlands liegt. Auf polnischer Seite grenzt der Bialowieza Nationalpark an. [ ...mehr ]
(Foto: Ralf Lotys / Wikimedia Commons / CC BY 3.0)

 

 

100.000 seltene Bäume

Großangelegtes Projekt zur Förderung der Artenvielfalt in Österreichs Wäldern


Zirbe an Baumgrenze(22.5.2017) Schneebirne, Flaumeiche oder Blasenstrauch – klingende Namen von heimischen Bäumen und Sträuchern, die in Österreichs Wäldern jedoch schon selten geworden sind. Sie alle stehen auf der Roten Liste für gefährdete Arten Österreichs oder sind regional vom Aussterben bedroht. Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) haben daher ein außergewöhnliches Naturschutzprojekt ins Leben gerufen: Bis 2020 werden insgesamt rund 100.000 seltene Bäume und Sträucher in allen 121 Bundesforste-Revieren in ganz Österreich gepflanzt. Insgesamt 35 verschiedene Pflanzenarten, Nadel-, Laub- und Wildobstbäume sowie Blühsträucher, bringen die Bundesforste wieder in die österreichischen Wälder zurück. Die ersten 20.000 Setzlinge wurden bereits 2016 ausgepflanzt. Tausende weitere werden in den nächsten Wochen folgen. [ ...mehr ]
(Foto: ÖBf-Archiv/F. Pritz)

 

 

Insekten lieben Sturmflächen

Gefährdete Waldinsekten profitieren von Windwürfen


Insekten lieben Sturmflächen(7.5.2017) Auf Waldflächen, die durch Stürme verwüstet wurden, gibt es rund doppelt so viele Insektenarten wie in unversehrten Wäldern, wie eine Studie der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL aufzeigt. Denn viele gefährdete Waldinsekten profitieren von den offenen Waldflächen, welche die Stürme hinterlassen. Stürme sind der häufigste natürliche Störungsfaktor in europäischen Wäldern und eine treibende Kraft der Walddynamik. Windwürfe verändern Lebensräume, indem sie zuvor schattige Standorte öffnen und sich dadurch das lokale Klima sowie die Vegetation verändert. Außerdem erzeugen Stürme viel Totholz, auf das etwa ein Viertel aller im Wald lebenden Organismen angewiesen ist. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Die Weißtanne ist die bessere Fichte

Fortschreitender Klimawandel erzwingt eine zügige Baumartenanpassung


Die Weißtanne ist die bessere Fichte(30.4.2017) TüringenForst setzt bei den Aufforstungen 2017 verstärkt auf die Saat von Weißtanne und Eiche. Fortschreitender Klimawandel erzwingt eine zügige Baumartenanpassung mit Laub- und Nadelholz. Der mit 200.000 Hektar flächengrößter Waldbesitzer im Freistaat gibt seine Aufforstungsplanung für 2017 bekannt. Mehrere Hunderttausend Waldbäume werden in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt Weißtanne, in den landesweit 24 Forstämtern auf insgesamt 850 Hektar gepflanzt. Auf zusätzlichen 31 Hektar (2016: 18 Hektar) ist die Einbringung von 410 Kilogramm Saatgut, ebenfalls Weißtanne, aber auch Eiche und Birke vorgesehen. [ ...mehr ]
(Symbolfoto: FDV / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0)

 

 

Totholz ermöglicht Leben im Wald

Lebensraum für Insekten, Pilze und Mikroorganismen


Totholz ermöglicht Leben im Wald(23.4.2017) Totholz ist Lebensraum für Mikroorganismen, Pilze und Insekten und bestimmt damit die Biodiversität des Waldes. Aber auch die Forst- und die Landwirtschaft beeinflussen das Leben im Ökosystem Wald. Prof. Dr. Matthias Noll von der Hochschule Coburg erforscht im Projekt FunWood IV die Biodiversität von Totholz unter dem Einfluss der Waldbewirtschaftung. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Professor Noll arbeitet in dem Projekt eng mit Dr. Nico Jehmlich vom Helmholtz-Institut für Umweltforschung in Leipzig zusammen. Seit kurzem hat er darüber hinaus mit der Molekular-Ökologin Sarah Muszynski und dem Biologen Florian Maurer zwei wissenschaftliche Mitarbeiter, die an dem Thema forschen. Gemeinsam analysieren sie Totholz aus drei Waldgebieten in Deutschland. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Innovatives System überwacht Wälder in Echtzeit

Neue Software liefert umfangreiche Informationen zum Baumbestand


Innovatives System überwacht Wälder in Echtzeit(19.4.2017) Die im Firmeninkubator Polo della Meccatronica di Rovererto untergebrachte Firma Trilogis hat ein innovatives System zur Überwachung von Waldgebieten entwickelt. Mittels einer speziellen Software lassen sich Veränderungen von Bestandsfaktoren wie Baumhöhe, Pflanzenarten und Holzmasse bestimmen. „Mithilfe von Algorithmen und multispektralen Luftaufnahmen liefert die von uns entwickelte Software ein genaues Bild über den aktuellen Zustand von Bäumen und Wäldern“, erklärt Trilogis-Hauptgeschäftsführer Massimo Barozzi. Hinzu kommt die Arbeit am Boden, bei der mit Tablets und Smartphones ausgestattete Forstleute regelmäßig Meldungen über Bruchschäden und die Lagerung von Schnittholz machen. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Erhöhte Waldbrandgefahr im Frühling

Waldbesucherinnen und -besucher sollten im Wald besonders aufmerksam sein


Waldbrand(8.4.2017) Mit dem anhaltend frühlingshaften Wetter steigt auch die Waldbrandgefahr. Da die Bäume jetzt erst langsam mit dem Blattaus-

trieb beginnen, kann die Sonne ungehindert bis auf den Waldboden scheinen. Gerade im Frühling finden sich am Waldboden trockene Pflanzenteile, wie Gräser, abgestorbene Äste oder Laub aus dem Vorjahr, die schon nach kurzer Trockenzeit und bei einfallendem Sonnenlicht leicht entflammen. Bei der Waldbrandbekämpfung spielt der Zeitfaktor die entscheidende Rolle. Deshalb müssen auch kleinste Brände umgehend der Feuerwehr (Notruf 112) gemeldet werden. [ ...mehr ]
(Foto: Wald und Holz NRW)

 

Emissionen vom Waldrand

Ein Drittel mehr Treibhausgase durch zerteilte Regenwälder


Emissionen vom Waldrand(4.4.2017) Wenn es um die wichtigsten Klimaschützer des Planeten geht, stehen die Tropenwälder ganz oben auf der Liste. Immerhin die Hälfte des in der gesamten Vegetation der Erde gespeicherten Kohlenstoffs steckt in diesen Ökosystemen. Entsprechend fatal wirkt sich ihre Abholzung aus. Wissenschaftler schätzen, dass dadurch jedes Jahr 1.000 Millionen Tonnen Kohlenstoff freigesetzt werden, die in Form von Treibhausgasen die globalen Temperaturen in die Höhe treiben. Das dies aber noch nicht alles ist, zeigt eine neue Studie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der University of Maryland. [ ...mehr ]
(Foto: Usina Trapiche S/A)

 

 

Im Sihlwald wächst ein weltweit seltener Pilz

Antrodiella citrinella wächst nur, wo Natur ursprünglich sein darf


Antrodiella citrinella(23.3.2017) Antrodiella citrinella wird auch als „Urwaldindikator“ beschrieben, denn der knallgelbe Pilz wächst nur, wo Natur ursprünglich sein darf, wo Totholz liegen gelassen wird. Im Sihlwald findet er Letzteres vielerorts. „Der Fund der Zitronengelben Tramete zeigt, dass der Sihlwald auf dem richtigen Weg ist“, erklärt Stefan Blaser, der an der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL für das nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Pilze SwissFungi verantwortlich ist. Er spricht damit an, dass sich der Sihlwald seit 2000 langsam in einen ursprünglichen Naturwald entwickelt. [ ...mehr ]
(Foto: Stefan Blaser )

 

Tag des Waldes

Vielfältige Aktionen am 21. März


Tag des Waldes(21.3.2017) Der Tag des Waldes ist für die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) Anlass, vielfältige Aktionen durchzuführen. Dieser Tag für den Wald am 21. März wurde von der FAO in den 1970er Jahren als Reaktion auf die globale Waldvernichtung ins Leben gerufen und wird bis heute jährlich von vielen Waldfreunden gefeiert. Mit dem Tag des Waldes beginnt auch für die SDW die Hochzeit für Baumpflanzungen und Veranstaltungen rund um den Baum. Einige Beispiele wollen wir Ihnen vorstellen: Die SDW Sachsen-Anhalt lädt zu einer großen Baumpflanzung anlässlich des Reformationsjubiläums nach Zerbst/Anhalt ein. Auch der Regional-

verband Leipzig in Sachsen pflanzt mit SchülerInnen aus Pegau über 330 Bäume. Der SDW-Kreisverband Lüneburg pflanzt mit einem Waldkindergarten mehrere Bäume und der SDW-KV Heidekreis veranstaltet ein Event für die Familie auf dem Schäferhof in Neuenkirchen. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Panamas Mangroven weichen Luxusherbergen

Kein Schutz für staatlich geschützte Mangrovenwälder


Panamas Mangroven weichen Luxusherbergen(12.3.2017) Oh, wie schön ist Panama? Naturliebhaber könnten das anders sehen. In einer Nachricht, die kürzlich im Science Magazin publiziert wurde, berichtet ein Team von Wissenschaftlern des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) von seinen Beobachtungen in der Bucht von Panama. Staatlich geschützte Mangrovenwälder fallen dort immer häufiger den Baggern zum Opfer, um Luxuswohngebiete und Golfplätze zu bauen. Panama ist weltweit eines der 20 Länder mit dem größten Mangrovenbestand. Die Mangrovenwälder der Bucht von Panama gelten als der wichtigste Sammelpunkt von Zugvögeln auf dem amerikanischen Kontinent. Als Kinderstube von Garnelen und etlichen Fischarten spielen sie auch für die Fischerei des Landes eine essentielle Rolle. [ ...mehr ]
(Foto: Lotta Kluger, Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung)

 

 

Züchtungs- und Vermehrungsvorhaben Dendromax

Effiziente Vermehrung von Mehrklonsorten Hybridlärche, Douglasie und Aspe


Dendromax(1.3.2017) „Wenn wir den Klimawandel ernst nehmen, müssen wir jetzt anfangen, Optionen zu schaffen“ erklärt Koordinator Dr. Heino Wolf vom Staatsbetrieb Sachsenforst das Vorhaben energisch. „Unsere Bäume besitzen eine extrem hohe Leistungsfähigkeit, verfügen über eine gute Stammqualität und eine hohe Trockenhärte. Mit der hohen Leistungsfähigkeit reduziert sich die Umtriebszeit und damit das Kalamitätsrisiko. Gleichzeitig erhöht sich der Spielraum, um aufgrund der Klimaänderung in kürzeren Zeitabständen von einer Baumart auf eine andere wechseln zu können. Am wichtigsten im Hinblick auf den Klimawandel ist allerdings die hohe Trockenhärte der Bäume.“ [ ...mehr ]
(Foto: Staatsbetrieb Sachsenforst)

 

 

10 Jahre nach Sturm Kyrill

Naturnahe Mischwälder bilden neue Waldgeneration


10 Jahre nach Sturm Kyrill (26.1.2017) Vor zehn Jahren, am 18. Januar 2007, erreichte der Sturm Mitteleuropa. Der Deutsche Wetterdienst bezeichnete den Orkan als den Stärksten seit „Lothar“ im Dezember 1999. Die Sturmböen erreichten damals Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h. In der Nacht auf den 19. Januar wurden im niedersächsischen Landeswald über 1,4 Millionen Kubikmeter Sturmholz geworfen. Der Orkan Kyrill veränderte ganze Landschaften und zerstörte vielerorts die gewohnten Silhouetten der Wälder. Es entstanden rund 4 000 Hektar schwer geschädigte Waldflächen, hiervon mussten 2 000 Hektar in den folgenden Jahren neu aufgeforstet werden. Die Schwerpunkte lagen vor allem im Süden und Westen Niedersachsens. [ ...mehr ]
(Foto: Niedersächsische Landesforsten)

 

 

Säurebelastung der Wälder hat sich deutlich verringert

Bodenzustandsbericht macht auf weiterhin zu hohe Stickstoffeinträge im Wald aufmerksam


waldboden(16.1.2017) Wälder liefern nicht nur Holz oder sind beliebte Erholungs-

räume für Menschen. Sie erfüllen auch wichtige ökologische Leistungen; ihre Böden binden neben Stickstoff und Schwermetallen auch das Treibhausgas CO2. Wie sich die Belastungen der Wälder in den letzten 20 Jahren verändert haben und in welchem Zustand die Waldböden heute sind, ist in der zweiten Bodenzustandserhebung im Wald flächendeckend untersucht worden. Die Ergebnisse haben Wissenschaftler des Thünen-Instituts in einem rund 500 Seiten starken Bericht zusammengetragen. Die Bodenzustandserhebung ist ein Gemeinschaftswerk von Bund und Ländern. Basis für die Erhebung waren 1.900 Untersuchungspunkte in ganz Deutschland. Es zeigte sich, dass sich die Umweltbedingungen seit der ersten Inventur in den 1990er Jahren deutlich geändert haben. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Abholzung tropischer Trockenwälder

Interview mit Matthias Baumann, Post-Doc an der Humboldt-Universität zu Berlin


Entwaldung im Gran Chaco(8.1.2017) Bisher wurde in der globalen Klimadiskussion hauptsächlich auf die Abholzung von tropischen Feuchtwäldern geschaut. Dass die Vernichtung von tropischen Trockenwäldern ebenso klimawirksam ist, ist bisher nur wenig bekannt. Am Beispiel des südamerikanischen Gran Chaco zeigt Matthias Baumann, Post-Doc an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), wie die Abholzung des Waldes und der Ersatz durch Weide- und Sojaflächen die CO2-Emmissionen beeinflussen. Seine Studie „Carbon Emissions from Agricultural Expansion and Intensification in the Chaco“ (2016) wurde im Fachmagazin Global Change Biology veröffentlicht. Im Interview mit der HU-Pressestelle erläutert Matthias Baumann die Ergebnisse [ ...mehr ]
(Foto: Peer V / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0)

 

 

Baumeister Schwarzspecht fehlen die Bäume

Wohnungsmangel im Wald macht Rote-Liste-Tiere obdachlos


Baumeister Schwarzspecht fehlen die Bäume(28.12.2016) In Deutschland wird zu wenig gebaut. Da sind sich die Experten der Immobilienbranche einig. Auch 2017 wird die niedrige Neubauquote zu einem verstärkten Mangel an Wohnraum führen; so die Prognose. Auch für Wildtiere ist das Wohnungsangebot nicht gerade üppig. Es gibt zwar keine Mieten, doch immer weniger geeignete Lebensräume machen den tierischen Wohnungssuchenden das Überleben schwer. Auch kostenloser Wohnraum muss von jemandem gebaut und zur Verfügung gestellt werden. Der Schwarzspecht ist der perfekte Wohnungsbauer im Wald. Er legt Baumhöhlen an, die von vielen Tieren ohne Kaution und Abstandszahlung als Nachmieter genutzt werden. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Forum für Wissen: Wald und Klimawandel

Wie Wälder mit dem Klimawandel zurechtkommen


Wald und Klimawandel(22.12.2016) Im Klimawandel wird der Wald seine Leistungen wie Holzproduktion, Schutz vor Naturgefahren und Erholungsraum für die Bevölkerung nicht von allein aufrecht erhalten können, wie Ergebnisse aus dem Forschungsprogramm „Wald und Klimawandel“ des Schweizer Bundesamts für Umwelt (BAFU) und der Eidg. Forschungsanstalt WSL zeigen. Dies stellt die Pflege und Bewirtschaftung der Wälder auf die Probe. Anlässlich des von der WSL organisierten „Forum für Wissen“ am 29. November in Uitikon (Kanton Zürich) stellten Wissenschaftler ihre Resultate mehr als 240 am Wald interessierten Fachleuten vor. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Brilon ist PEFC-Waldhauptstadt 2017

Die Stadt Brilon ist deutschlandweit der größte kommunale Waldbesitzer


Brilon ist PEFC-Waldhauptstadt 2017(14.12.2016) Brilon ist PEFC-Waldhauptstadt 2017. Mit dem Gewinn der Wahl konnte sich die Stadt im Sauerland (NRW) gegen acht weitere hochkarätige Mitbewerber durchsetzen und wird den Titel „PEFC-Waldhauptstadt“ ein Jahr lang zur Bekanntmachung der zahlreichen Aktivitäten rund um das Thema nachhaltige Waldbewirtschaftung aktiv einsetzen. Den zweiten Platz im Wettbewerb sicherte sich Heidelberg in Baden-Württemberg, auf Platz Drei folgte Immenstadt im Allgäu. Die Stadt Brilon ist mit 7.750 Hektar der größte kommunale Waldbesitzer in ganz Deutschland und bereits seit 2001 PEFC-zertifiziert. [ ...mehr ]
(Foto: Stadt Brilon)

 

 

Massive Entwaldung im Amazonas-Regenwald

Gefährliche Trendwende gefährdet Artenvielfalt und Klimaziele


Massive Entwaldung im Amazonas-Regenwald (4.12.2016) Die Entwaldung im Amazonasgebiet hat im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Wie die brasilianische Regierung mitteilte, gingen zwischen August 2015 und Juli 2016 insgesamt 7.989 Quadrat-kilometer Regenwald verloren, was mehr als der dreifachen Fläche des Saarlandes entspricht. Das bedeutet einen Anstieg von 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und der größte gemeldete Waldverlust seit 2008. Der WWF wertet die Zahlen als gefährliche Trendwende, denn die Abholzung nimmt seit dem historischen Tiefstand in 2012 wieder zu, wobei dieses und letztes Jahr besonders starke Entwaldungen zu verzeichnen sind. [ ...mehr ]
(Foto: Ibama, Brasilien / Wikimedia Commons / CC BY 2.0)

 

 

Forstschädlinge im Klimawandel

Überlebens- und Anpassungsstrategien von Schädlingspopulationen im Wald


Kiefernbuschhornblattwespe(22.11.2016) Welche Überlebensstrategien Schädlinge im Wald nutzen, was der Klimawandel bewirkt und wie die aktuelle Situation in den nordwestdeutschen Wäldern aussieht, diese Fragen wurden in der aktuellen Ausgabe des IVA-Magazins „Profil Online“ von Dr. Michael Habermann, Leiter der Abteilung Waldschutz der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt in Göttingen beantwortet. Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA) ist eine gemeinsame Forschungseinrichtung und Dienststelle der Länder Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. [ ...mehr ]
(Foto: Gyorgy Csoka, Hungary Forest Research Institute, Bugwood.org / CC BY 3.0 US)

 

 

Im Dienst der Wälder: Hornmilben

Winzig, schmackhaft und schwer bewaffnet


Im Dienst der Wälder: Hornmilben (10.11.2016) Eine 100-jährige Buche lässt jährlich etwa eine halbe Million Blätter fallen. Unter ihrer Krone häufen sich die fallenden Blätter zu einer Laubschicht von 5 bis 10 Zentimetern Höhe an. Hornmilben gehören zu den ersten Zersetzern vor Ort. Sie sorgen dafür, dass unsere Wälder nicht im eigenen Laub ersticken. Hornmilben sind mit dem bloßen Auge kaum zu erkennende Spinnentiere, die zu Hunderttausenden auf jedem Quadratmeter unserer heimischen Waldböden leben. Sie übernehmen hier eine wichtige ökologische Funktion und sind maßgeblich am Abbau der herbstlichen Laubstreu beteiligt. [ ...mehr ]
(Abbildung: kes)

 

Anpassung an den Klimawandel

Große Herausforderung für den Wald


Anpassung an den Klimawandel (2.11.2016) Bäume, die heute keimen, werden aufgrund des Klimawandels bereits im mittleren Alter in einem stark veränderten Klima leben. Das dürfte ihnen stark zusetzen und in den kommenden Jahrzehnten wichtige Waldleistungen gefährden. Dies zeigen die Ergebnisse des Forschungsprogramms Wald und Klimawandel, welches das Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) und die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) seit 2009 durchführen. Mit entsprechender Bewirtschaftung soll die Anpassungsfähigkeit des Lebensraums Wald erhöht werden. [ ...mehr ]
(Foto: Peter Brang, WSL)

 

Deutscher Waldpädagogikpreis 2017

Bewerbungsschluss ist der 30. November 2016


Deutscher Waldpädagogikpreis 2017(25.10.2016) Auch 2017 vergibt die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) den begehrten Deutschen Waldpädagogikpreis mit einem Preisgeld von 5.000 Euro. Jeder, der ein waldpädagogisches Projekt zum Thema Wald und Klima durchführt, kann sich dafür bewerben. Wie kann man Kindern und Jugendlichen auf anschauliche Weise erklären, wie wichtig der Wald für unser Leben und unser Klima ist? Wie kann der globale Zusammenhang zwischen Wäldern und dem Klimawandel begreifbar werden? Der diesjährige Waldpädagogikpreis stellt die umweltpädagogische Auseinandersetzung mit dem Zukunftsthema „Wald und Klima“ in den Mittelpunkt. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

Mehr Arten, mehr Holz

Eine neue Studie zeigt, dass Mischwälder produktiver sind als Monokulturen


Mehr Arten, mehr Holz(18.10.2016) Zum ersten Mal haben Wissenschaftler die Biodiversität und ihren Einfluss auf die Produktivität von Wäldern weltweit untersucht. Dafür sind Daten von mehr als 770.000 Probeflächen aus 44 Ländern ausgewertet worden. Die Studie erfasst rund 30 Millionen Bäume, darunter 8700 Baumarten von Mangroven über Bäume in tropischen Feuchtwäldern, Mitteleuropa, Tundren und Trockensavannen bis hin zum Bestand in mediterranen Wäldern. Die Autoren schlussfolgern, dass ein Artenrückgang zu massiven Einschnitten bei der Produktivität der Wälder führt, während in Mischbestände umgewandelte Monokulturen signifikant höhere Holzzuwächse erbringen können. [ ...mehr ]
(Foto: Leonhard Steinacker/ TUM)

 

Sturmwarnung - 150 Jahre Schäden im Schweizer Wald

Stärkerer Wind, höhere Temperaturen, mehr Niederschlag


Sturmwarnung - 150 Jahre Schäden im Schweizer Wald(29.9.2016) Winterstürme haben in den letzten 150 Jahren schwere Schäden am Schweizer Wald verursacht. Eine Dissertation, die in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL verfasst und am 21.9. an der Universität von Neuenburg (Schweiz) verteidigt wurde, bestätigt, dass der Orkan Lothar, der 1999 tobte, in dieser Zeit alle anderen Schadenereignisse deutlich übertroffen hat. Für die Zukunft ist es schwierig, Voraussagen darüber zu machen, wo und mit welcher Stärke Stürme auftreten werden. Einzige Gewissheit: Es wird weitere Stürme geben, und es dürften noch schwerere Schäden entstehen. [ ...mehr ]
(Foto: Reinhard Lässig / WSL)

 

Wildverbiss - Bäume setzen sich gezielt zur Wehr

Bäume erkennen Rehe am Speichel und wehren sich so gegen Verbiss


BUND: Kritik am KlimBäume erkennen Rehe am Speichel und wehren sich so gegen Verbiss(14.9.2016) Hell und maigrün leuchten im Frühjahr die jungen, zarten Knospen und Triebe aus dem Wald. Sie sind die Zukunft der Wälder, lassen sie doch vor allem junge Baumzöglinge groß werden. Doch sie haben ein Problem: Rehe mögen sie zum Fressen gern. Und leider schmecken ihnen eben gerade die Knospen, die für die kleinen Bäume und ihr Wachstum so wichtig sind. Mit Glück braucht das angefressene Bäumchen nur ein paar Jahre länger zum Wachsen als seine nicht verbissenen Artgenossen, hat es Pech, wird aus ihm ein Krüppelbaum, oder es muss nach mehreren Jahren den Überlebenskampf aufgeben. So können Rehe schnell viel Schaden anrichten und die Verjüngung von Beständen vieler Laubbaumarten erschweren. [ ...mehr ]
(Foto:Bettina Ohse/Universität Leipzig)

 

BUND: Kritik am Klimaschutz-Gutachten

Das Gutachten der Beiräte des BMEL verkennt den Wert von Naturwäldern


BUND: Kritik am Klimaschutz-Gutachten(5.9.2016) Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt viele der Empfehlungen im Gutachten „Klimaschutz in der Land- und Forstwirtschaft sowie den nachgelagerten Bereichen Ernährung und Holzverwendung“ der Wissenschaftlichen Beiräte beim Bundeslandwirtschaftsministerium, das am 2. September an Minister Christian Schmidt übergeben wurde. Jedoch sieht der BUND auch zahlreiche Empfehlungen der Gutachter kritisch. Eine Erhöhung des Nadelbaumanteils ist nicht nur aus Naturschutzperspektive abzulehnen, sondern auch aus forstökonomischer Sicht riskant. Bereits heute kommen viele Fichten und Kiefern nicht mit den zunehmenden Extremwetterereignissen zurecht. Ganze Bestände brechen zusammen, vor allem dort, wo sie von Natur aus nicht hingehören. Als „Nadelbaum der Zukunft“ wird auf die heimische Weißtanne verwiesen. Mit ihren tiefer reichenden Wurzeln sei sie geeigneter, den Klimawandel zu verkraften und berge – anders als eingeführte Baumarten wie Douglasie oder Küstentanne – kein ökologisches Risiko. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

Brandenburg: Waldbestände immer im Blick

Hohe Gefährdung durch Waldbrände und Insekten


Brandenburg: Waldbestände immer im Blick(21.8.2016) Brandenburgs Waldbestände werden kontinuierlich auf Schaderreger und abiotische Schäden überwacht. Ursache ist die im Land ausgesprochen hohe Gefährdung durch Waldbrände und Insekten. Mit der Zunahme von Witterungsextremen werden Dürre- und Frostschäden auffälliger, aber auch Komplexkrankheiten, wenn mehrere Faktoren wie Wassermangel, zu warme Winter, Insekten oder Pilze die Gesundheit der Bäume beeinflussen. Das Waldmonitoring hat die Erhaltung des Waldes und damit aller seiner Funktionen als Erholungsort, CO2-Speicher, Holzlieferant, Lebensraum für Tiere und Pflanzen zum Ziel. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

Dieses Jahr gibt es so viele Bucheckern wie selten

Eine der stärksten Buchenmasten der letzten 30 Jahre


Bucheckern, die dreikantigen Samen der Buche, enthalten 40 Prozent Öl und sind deshalb für viele Waldtiere eine gehaltvolle Nahrungsquelle(11.8.2016) Im Schweizer Mittelland biegen sich dieses Jahr die Äste der Buchen vor Samen: 2016 ist ein sogenanntes Mastjahr, berichten Experten der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL. Ein auffälliges Phänomen – und doch ist erstaunlich unklar, weshalb und wie oft es zur Samenmast bei Waldbäumen kommt. Einige Förster haben diesen Sommer schon Anrufe von besorgten Waldbesuchern bekommen: Was denn mit den Buchen los sei, die seien ganz braun verfärbt. Es handelt sich aber weder um vertrocknetes Laub noch um Frostschäden aus dem Frühjahr, sondern um eine enorme Fracht von Bucheckern – in der Deutschschweiz als Buechenüssli bekannt – in den Baumkronen. [ ...mehr ]
(Foto: Gerhard Elsner, CC BY-SA 3.0)

 

Waldnachwuchs ist weltweit bedroht

Menschliche Nutzung bedroht Bestäubung und Samenausbreitung von Waldbäumen weltweit


Dem Wald auf den Puls gefühlt - Ergebnisse der Waldklimaforschung zum Trockensommer 2015(8.8.2016) Abholzung, Umwandlung in Ackerland und Wilderei – weltweit gibt es kaum noch naturbelassene Wälder. Der Eingriff des Menschen belastet nicht nur den Wald von heute, sondern auch den von morgen. Vor allem Prozesse der Bestäubung und Samenausbreitung, die den Nachwuchs von Wäldern maßgeblich bestimmen sind beeinträchtigt, berichten Forschende der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der Goethe-Universität Frankfurt in der ersten globalen Meta-Analyse über Waldregeneration heute im Fachjournal „Scientific Reports“ der Nature-Gruppe. Verantwortlich machen sie den Rückgang der daran beteiligten Insekten, Vögel und Säugetiere. Sie müssten besser geschützt werden. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

Dem Wald auf den Puls gefühlt

Ergebnisse der Waldklimaforschung zum Trockensommer 2015


Dem Wald auf den Puls gefühlt - Ergebnisse der Waldklimaforschung zum Trockensommer 2015(2.8.2016) Der trocken-heiße Sommer 2015 beeinträchtigte Vitalität und Leistungsfähigkeit der Wälder in Bayern. Um die Auswirkungen solcher Umwelteinflüsse auf die Wälder quantifizieren zu können, wurde das Messnetz der Waldklimastationen eingerichtet. Erste Auswertungen der Daten zum Trockensommer liegen jetzt vor. Im Sommer 2015 gab es so viele heiße Tage wie noch nie. Die Anzahl sogenannter „heißer Tage“ mit über 30 °C war 2015 sogar nochmal größer als im Trockensommer 2003.Seit Jahren werden an 19 Waldklimastationen (WKS) nicht nur Witterung und Wasserhaushalt, sondern auch die Reaktionen der Waldbäume gemessen. Dadurch ist es möglich, die Folgen solcher Extremereignisse wie des Rekordsommers 2015 für die Wälder in Bayern abzuschätzen. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

Methusalemprojekt in Brandenburgs Landesforsten

Landesbetrieb schützt wertvolle Biotopbäume und Totholz in den Wäldern


Methusalemprojekt in Brandenburgs Landesforsten(19.7.2016) Mit dem Methusalemprojekt wurden in Brandenburgs Landesforsten in den letzten 15 Jahren bereits mehr als 200.000 alte Bäume dauerhaft geschützt. Diese Baumveteranen bieten wertvolle Lebensräume für Insekten, Pilze, Vögel und Säugetiere, sind wunderschön anzusehen, können uralt werden und verbleiben auch danach im Naturkreislauf. Das Projekt tritt nun durch die zusätzliche Ausweisung von Biotopbaum-Arealen in seine zweite Phase. Mit Methusalem 2.0 soll die Förderung der Biotopbäume und des Totholzes im Landeswald in den nächsten zehn Jahren durch die Einbeziehung von Baumgruppen und Arealen alter, absterbender und toter Bäume erweitert werden. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

Wie geht es dem deutschen Wald?

Was Baumkronen über den Wald verraten


Was Baumkronen über den Wald verraten(14.7.2016) Wie geht es dem deutschen Wald? Um diese Frage zu beantworten, unterziehen geschulte Teams der Bundesländer die Baumkronen jedes Jahr im Juli und August einer genauen Betrachtung. Auf einem systematischen Stichprobennetz von 16 x 16 Kilometern erheben die Inventurtrupps derzeit noch bis Mitte August Daten zum Waldzustand. Das Thünen-Institut für Waldökosysteme prüft die bereitgestellten Rohdaten und berechnet daraus die bundesweiten Ergebnisse. Entsprechende Ergebnisse liegen für das heutige Bundesgebiet seit 1990 vor, für die alten Bundesländer sogar seit 1984. So können Veränderungen dargestellt und Risiken bewertet werden. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

Laubabbau im Wald

Vielfalt und Menge der Bodentiere machen den Unterschied


Laubabbau im Wald(6.6.2016) In Wäldern bilden Kleintiere, die das herabfallende Laub zersetzen, komplexe Nahrungsnetze und sind maßgeblich für das Funktionieren des Ökosystems. Eine Studie in über 80 Wäldern in Deutschland und auf Sumatra (Indonesien) hat nun gezeigt, dass über größere Landschaften gesehen vor allem zwei Faktoren diese Funktion beeinflussen: die Menge an Tieren sowie deren Artenvielfalt. In bisherigen Untersuchungen war der Zusammenhang zwischen Biodiversität und Ökosystem-Funktionen meist nur auf kleinen Versuchsflächen getestet worden. [ ...mehr ] (Foto: Ilka Mai, Biodiversitäts-Exploratorien )

 

Der Borkenkäfer schläft nicht

Österreichische Bundesforste gehen auf Borkenkäfer-Fang


Buchdrucker(21.5.2016) Warme Witterungsverhältnisse und milde Winter in Kombination mit Schadereignissen wie Windwurf oder Schneebrüche lassen den Wald zum Borkenkäfer-Paradies werden. Mit Beginn der warmen Jahreszeit startet auch die Borkenkäfer-Saison, da die Insekten nun zu schwärmen beginnen. Der Buchdrucker aus der Familie der Borkenkäfer gilt als wichtigster Waldschädling in Österreich, da er Österreichs Hauptbaumart, die Fichte, befällt. Umfassende Vorsorge und rasches Handeln sind ein Gebot der Stunde. Hat sich der Käfer einmal in die Rinde eingebohrt und seine Larven dort abgelegt, hilft nur mehr ein rascher Abtransport der befallenen Bäume aus dem Wald. [ ...mehr ] (Foto: ÖBf-Archiv/J. Markovsky)

 

Deutscher Waldpädagogikpreis geht nach NRW

Sieger: Biologische Station Oberberg


Deutscher Waldpädagogikpreis geht nach NRW(17.5.2016) Die Biologische Station Oberberg (BSO) in Nümbrecht hat in diesem Jahr den Deutschen Waldpädagogikpreis 2016 gewonnen. Dieser Preis wird von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) gemeinsam mit dem Stifter des Preises Evonik Industries AG jedes Jahr vergeben und ist mit 5.000 Euro dotiert. Nach Ansicht der Jury wurde das diesjährige Schwerpunktthema „Inklusion“ von der Biologischen Station Oberberg gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner, den Behinderten Werkstätten Oberberg (BWO) am besten umgesetzt. Menschen mit Behinderung sind in diesem Projekt nicht nur eine Zielgruppe, sondern arbeiten aktiv mit – und zwar als qualifizierte Multiplikatoren in Form von sogenannten Umweltassistenten. Dieser wirklich innovative Ansatz hebt die Preisträger aus den anderen Bewerbern heraus. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Borkenkäfer schwärmen aus

Kritische Ausgangslage in Österreich


Borkenkäfer(15.5.2016) Sie sind nur zwei bis acht Millimeter klein und können aber der Forstwirtschaft einen beträchtlichen Schaden zufügen. Nicht ihre Größe, sondern ihre Anzahl macht die Fichtenborkenkäfer zu einer ernstzunehmenden Bedrohung. Schäden durch Schneebruch vor wenigen Wochen haben die Lage in einigen Gebieten verschärft. Der Achtzähnige Fichtenborkenkäfer ist einer der gefährlichsten Schädlinge für die Forstwirtschaft. Jedes Jahr im April bis Mai verlassen die auch unter dem Namen Buchdrucker bekannten Insekten ihr Winterquartier, das sich unter der Rinde der namensgebenden Baumart oder im Waldboden befindet. [ ...mehr ]
(Foto: BFW/Hannes Krehant)

 

 

Basar im Waldboden

Mykorrhizapilze sind wahre Multitalente


totholz(4.5.2016) Waldpilze können nicht nur schmackhaftes Nahrungsmittel sein, sie stabilisieren auch den Boden, helfen Bäumen beim Wachsen und treiben Handel mit deren Wurzeln. Sie sind wahre Multitalente in Deutschlands Waldböden, trotzdem verstecken sie sich vor den Waldbesuchern und haben auch noch einen fast unaussprechlichen Namen: Mykorrhizapilze. Ihr Erfolgsrezept ist die enge Lebensgemeinschaft mit Bäumen, dessen Wirkungsweise bis heute der Wissenschaft viele Rätsel aufgibt. Mykorrhizapilze sind faszinierende Lebewesen, weder Tier noch Pflanze, auf dessen Förderung aber vor allem der Förster hinwirkt. Denn er weiß: geht es den Mykorrhizapilzen gut, geht es auch dem Wald gut. [ ...mehr ] (Foto: ThüringenForst)

 

 

Waldsterben in Zeiten des Klimawandels

Welche Baumarten sind bei Trockenheit und Hitze gefährdet?


Waldsterben in Zeiten des Klimawandels (20.4.2016) Weltweit leiden Bäume unter Trockenheit und extremer Hitze. Aktuell macht die Dürre in Südostasien Schlagzeilen und auch Südeuropa ist immer wieder stark betroffen. Forscher um Prof. Steven Jansen haben untersucht, welche Eigenschaften einen Baum in einer Trockenperiode besonders gefährden. Tatsächlich erlauben ausschließlich Parameter, die die Wasserversorgung betreffen, Vorhersagen über die Sterblichkeit bei extremen klimatischen Ereignissen. Nun sollen die Erkenntnisse der Wissenschaftler in Klimamodelle integriert werden. Außerdem helfen die Parameter Förstern vorherzusehen, welche Baumarten bei Trockenheit besonders gefährdet sind. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

21. März - Internationaler Tag des Waldes

Laubwälder garantieren gutes Trinkwasser


21. März - Internationaler Tag des Waldes(20.3.2016) Wälder sichern unser Trinkwasser. Waldböden wirken als natürlicher Filter für Schadstoffe und sorgen so für reines Trinkwasser. Als Reaktion auf die globale Waldvernichtung hat die FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) bereits in den 1970er Jahren den „Internationalen Tag des Waldes“ ins Leben gerufen. Dieser wird traditionell am 21. März begangen. Laut einem Report von UNICEF und WHO hatten 2012 weltweit rund 783 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. In Deutschland verbrauchte im Jahr 2014 eine Person durchschnittlich 121 Liter Wasser täglich, wobei nur etwa 5 Liter für Trinken und Kochen verbraucht wurden. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Hainberg-Hutewald erwacht aus Dornröschenschlaf

Bergwaldprojekt und DBU Naturerbe kooperieren am Hainberg


Hainberg-Hutewald erwacht aus Dornröschenschlaf(14.3.2016) Im Mittelalter trieben Bauern ihre Nutztiere zur winterlichen Mast auf sogenannte „Waldweiden“. In diesen lichtdurchfluteten Hutewäldern wuchsen vorzugsweise großkronige Eichen, die im Herbst ihre nährstoffreichen Früchte zu Boden warfen – ein ideales Futter beispielsweise für Schweine. Heute sind Waldweiden sehr selten geworden. 40 freiwillige Helfer aus ganz Deutschland nutzten ihre Freizeit, um sich im praktischen Naturschutz zu engagieren: Vom 7. bis zum 20. Februar war der Verein Bergwaldprojekt zum zweiten Mal zu Gast auf der DBU-Naturerbefläche Hainberg in der Nähe von Fürth. Zwei Wochen lang leisteten die Teilnehmer einen persönlichen Beitrag, um dort unter anderem alten Waldweiden zu neuem Glanz zu verhelfen. [ ...mehr ] (Foto: DBU)

 

 

Vermehrte Trockenheit bedroht fast alle Wälder in den USA

Nahezu alle Wälder der USA befinden sich in einem Veränderungsprozess


Pinyon-Kiefernwald im Südwesten der USA (28.2.2016) Wälder in allen Regionen der USA leiden unter der Hitze, einer Folge der zunehmenden Trockenheit und des Klimawandels, wie ein internationales Forschungsteam in der Fachzeitschrift Global Change Biology (online) berichtet. Trockenheitsbedingte Waldschäden, Massenvermehrungen von Borkenkäfern und natürlich entstehende Waldbrände gibt es schon heute auf großen Flächen im Westen Amerikas. Viele Modelle sagen aber für den Großteil der USA voraus, dass Trockenphasen in Zukunft stärker und häufiger auftreten und länger andauern dürften. Es gibt deutliche Hinweise, dass sich die Bäume in den Wäldern nicht schnell genug auf den raschen Klimawandel einstellen. [ ...mehr ] (Foto: USGS)

 

 

 

Europa auf dem Holzweg

EU-Bericht zu illegalem Holzhandel in Europa


Illegaler Holzhandel(23.2.2016) Der WWF kritisiert, dass die EU-Holzhandelsverordnung auch drei Jahre nach Inkrafttreten ein weitgehend zahnloser Papiertiger geblieben ist. Dies gehe, laut WWF aus einem am 18. Februar 2016 in Brüssel präsentierten Bericht hervor. Der EU-Report zeige, dass die EU-Verordnung meist zu spät und noch immer nicht in das Recht aller Nationalstaaten implementiert und entsprechend umgesetzt wurde. Zudem würden viele Holzproduktgruppen nicht von Verordnung erfasst, darunter etwa Druckprodukte, Sitzmöbel, Musikinstrumente oder Holzkohle. Die Verordnung muss, so der WWF, künftig alle Holzprodukte erfassen und alle 28 EU-Staaten müssen die Vorgaben effektiv umsetzen, sonst bleibt das Risiko für Konsumenten bestehen, dass sie Produkte aus illegalen Quellen kaufen. [ ...mehr ] (Symbolfoto: 111 Emergency / Wikimedia Commons / CC BY 2.0)

 

 

Der Buche geht es besser

BMEL veröffentlicht Zahlen zum Zustand des Waldes in Deutschland


Buchenwald(14.2.2016) Gute Nachricht aus Deutschlands Wäldern: Der Kronenzu-

stand der Buche hat sich 2015 gegenüber dem Vorjahr erheblich verbessert. Wie die Erhebung 2015 des Bundeslandwirtschaftministe-

rium zeigt, sank der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen um 15 Prozentpunkte auf 33 Prozent. Zugleich stieg der Anteil der Buchen ohne Verlichtung um acht Prozentpunkte auf 22 Prozent. Im Durch-

schnitt aller Baumarten sank der Anteil der deutlichen Kronenverlich-

tungen (Schadstufen 2 bis 4) von 26 Prozent in 2014 auf 24 Prozent. Ohne Verlichtung waren wie schon im Vorjahr 33 Prozent. [ ...mehr ] (Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Greenpeace: Einzigartiges Schutzabkommen

Historischer Erfolg nach fast 20 Jahren Kampagne für Great-Bear-Regenwald


Great-Bear-Regenwald(2.2.2016) Ab sofort sind 85 Prozent des Great-Bear-Regenwaldes und damit eine Waldfläche in etwa so groß wie Belgien vor Abholzung sicher. Dieses einzigartige Schutzabkommen folgt jahrelangen Verhandlungen und Protesten, die in den neunziger Jahren unter anderem von Deutschland ausgingen. Auch Zeitschriftenverleger aus Deutschland schlossen sich damals an und drohten, Verträge mit kanadischen Lieferanten zu kündigen. „Das ist ein riesiger Erfolg für den Great-Bear-Regenwald und für den internationalen Waldschutz. Unser langer Atem in Verhandlungen und bei weltweiten Protesten gegen die Zerstörung dieser einzigartigen Waldlandschaft hat sich gelohnt“, freut sich Sandra Hieke, Waldexpertin von Greenpeace. Bereits 2006 und 2009 konnte durch die weltweiten Proteste erste Schutzmaßnahmen erwirkt werden. [ ...mehr ] (Symbolfoto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

"Dinosaurier des Jahres 2015"

NABU-Negativ-Preis geht an Philipp zu Guttenberg


Philipp zu Guttenberg erhält "Dinosaurier des Jahres 2015"(30.12.2015) Der NABU hat Philipp Freiherr zu Guttenberg mit dem „Dinosaurier des Jahres 2015“ ausgezeichnet. Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) erhält den Negativpreis für seinen erbitterten Widerstand gegen eine natürliche Waldentwicklung und die Lobbyarbeit gegen das EU-Naturschutzrecht. Philipp zu Guttenberg vertritt und verbreitet eine anachronistische Sicht des Waldes, die sich alleine auf die wirtschaftliche Nutzbarkeit von Holzressourcen beschränkt. Der NABU kritisiert zudem, dass der Chef der Waldeigentümer immer noch die Ziele der bereits 2007 vom Bundeskabinett beschlossenen Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt angreift. [ ...mehr ] (Foto: NABU/K. Karkowr)

 

 

Unsere grüne Lunge am Limit

Interview mit Bestseller-Autor Peter Wohlleben auf den „Nachdenkseiten“


Fichtenzapfen(17.12.2015) Mensch und Natur geht es gut? Bio schützt den Menschen und steht im Einklang mit der Natur? Und den Rest besorgen Bürger und Politik durch „Konsumentensouveränität“ und „Nachhaltigkeit“? Eigentlich ist alles gut? Ganz sicher nicht, findet der Förster und Bestseller-Autor Peter Wohlleben.
Dem Wald etwa gehe es alles andere als gut. Er sei durch die „Energiewende“ bedroht wie selten zuvor. Und bei der Rede von Nachhaltigkeit handele es sich vor allem um PR, die dazu diene, Waldzerstörung als Naturschutz auszugeben... [ weiter auf → nachdenkseiten.de ] (Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Zapfenernte - für die Wälder von morgen

Saatgut für rund drei Millionen Jungbäume


Fichtenzapfen(3.12.2015) Mit einem außergewöhnlichen Ernte-Einsatz sorgten die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) dieser Tage in ihren Wäldern für die nächste Wald-Generation vor: In Handarbeit sammeln ÖBf-MitarbeiterInnen österreichweit mehr als 15 Tonnen Fichten-, Tannen- und Zirbenzapfen sowie Samen von Bergahorn oder der seltenen Elsbeere. Eigens ausgebildete Baumsteiger erklimmen dabei Bäume in luftige Höhen bis zu 30 Meter und pflücken in den Wipfeln der Samenbäume die reifen Zapfen. 2015 gilt als so genanntes Mastjahr für Fichte, Tanne und Zirbe. Nur alle fünf bis zehn Jahre bilden die Bäume mit hohem Energieeinsatz besonders viele Baumfrüchte und Baumsamen aus. Von den Anstrengungen müssen sie sich in den kommenden „Normaljahren“ wieder erholen. [ ...mehr ] (Foto: ÖBf-Archiv/W. Simlinger)

 

 

Waldgesundheit und globaler Wandel

Die Wälder können ohne uns überleben, wir aber nicht ohne die Wälder


Waldgesundheit und globaler Wandel(16.11.2015) Ein Drittel unserer Erdoberfläche ist von Wäldern bedeckt. Sie versorgen uns mit dem Rohstoff Holz, liefern sauberes Trinkwasser, produzieren Sauerstoff und speichern Kohlenstoff. Wälder sind zudem wichtige Regulatoren des globalen Klimas, denn sie führen das Wasser zurück in die Atmosphäre. In einem Review-Artikel im renommierten Fachjournal Science fassen Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena und vom Woods Hole Research Center, USA, die internationalen Forschungsergebnisse zum Zustand der Wälder im Zusammenhang mit dem Klimawandel zusammen. [ ...mehr ] (Foto: Antranias / pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Klimawald: Große Pflanzung abgeschlossen

Ein neuer Klimawald bindet in Schleswig-Holstein über 11.000 Tonnen CO2


Ein neuer Klimawald bindet in Schleswig-Holstein über 11.000 Tonnen CO2(9.11.2015) Herbstzeit ist Pflanzzeit. Die gemeinnützige Stiftung Klimawald hat am letzten Wochenende im Oktober mit etlichen Bürgern und tatkräftiger Unterstützung der Deutschen Waldjugend, LV Nord e.V. besonders viele Bäume in Mucheln, In der Nähe von Plön, in den Boden gebracht. Dort ist ein weiterer Klimawald mit einer Gesamtfläche von fast 11,5 Hektar entstanden. Damit hat Schleswig-Holstein als das waldärmste Bundesland (Schleswig-Holstein hat nur einen Waldanteil von aktuell gut 11%, der Bundesdurchschnitt liegt bei 32%) einen neuen Forst mit über 50.000 Bäumen erhalten. [ ...mehr ] (Foto: Stiftung Klimawald)

 

 

Kulturfrauen – Die „Trümmerfrauen“ des Waldes

Sie pflanzten in den Nachkriegsjahren dort Bäume, wo vorher nur Kahlflächen waren


Kulturfrauen(26.10.2015) Die Niedersächsischen Landesforsten nehmen das 70. Jahr nach Beendigung des 2. Weltkriegs zum Anlass, um auf die eindrucksvolle Leistung der Kulturfrauen und Förster bei der Wiederaufforstung des niedersächsischen Waldes hinzuweisen.
„In Folge der starken Übernutzung der Wälder seit den 1930er-Jahren bis etwa 1950 entstanden in Niedersachsen unvorstellbare 140.000 Hektar Kahlflächen im Wald, in den Landesforsten allein 60.000 Hektar. Ohne die beeindruckende Arbeit der Kulturfrauen und Förster wäre eine Aufforstung in den Nachkriegsjahren nicht möglich gewesen“, hebt Dr. Klaus Merker, Präsident der Niedersächsischen Landesforsten, die historische Leistung hervor. [ ...mehr ] (Foto: NLF)

 

Bayerns Naturerbe sichern

Rettungsplan für Weltnaturerbe Steigerwald


Steigerwald(11.10.2015) Die drei großen Naturschutzverbände BUND Naturschutz in Bayern (BN), Landesbund für Vogelschutz (LBV) und WWF Deutschland sowie der Bürgerverein Nationalpark Nordsteigerwald haben am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in München einen Fünf-Punkte-Rettungsplan für eine glaubwürdige und aussichtsreiche Weltnaturerbe-Bewerbung für den Steigerwald vorgelegt. Damit soll kurzfristig sichergestellt werden, dass eine derartige Bewerbung überhaupt noch möglich bleibt. Gleichzeitig bekräftigen die Organisationen ihre Forderung nach einem Nationalpark Steigerwald. In einer gemeinsamen Erklärung kritisiert das Bündnis die Staatsregierung für ihre Blockadehaltung beim Waldschutz im Steigerwald scharf. [ ...mehr ]
(Foto: Janericloebe / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0)



 

Waldsamen aus Eichenwäldern

Niedersächsische Landesforsten ernten Eicheln als hochwertiges Waldsaatgut


Eicheln als hochwertioges Waldsaatgut(6.10.2015) Herbstzeit ist Erntezeit, das gilt auch für die Früchte der Eichen in den Niedersächsischen Wäldern. Wenn der Wind durch die mächtigen Kronen weht, prasseln im Oktober die reifen Eicheln auf den Waldboden. Um daraus hochwertiges Eichensaatgut für die Forstbaumschulen gewinnen zu können, ist Handarbeit und ausgeklügelte Technik gefragt. Eifrige Helfer sammeln die braunen Früchte einzeln aus der Laubstreu. Von groben Verunreinigungen befreit, reisen alle Saateicheln in versiegelten Säcken mit speziellen Begleiturkunden in die Lüneburger Heide. Ziel ist die Forstsaatgut-Beratungsstelle (FSB) der Niedersächsischen Landesforsten in Oerrel, eine der europaweit modernsten Anlagen zur Aufbereitung und Bereitstellung von hochwertigem Forstsaatgut [ ...mehr ] (Foto: Thomas Böhl)

 



Schwarze Listen schützen den Tropenwald

Umweltpolitisches Instrument zeigt Wirkung


regenwaldrodung(5.10.2015) Die Behörden Brasiliens veröffentlichen regelmäßig „Schwarze Listen“ mit Kommunen, die an der Spitze der illegalen Abholzung stehen. Dieses umweltpolitische Instrument zeigt Wirkung: Wissenschaftler vom Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) und dem Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomik (ILR) der Universität Bonn haben nun erstmals berechnet, dass durch diese Form des Anprangerns jährlich 26 Prozent weniger vom brasilianischen Regenwald abgeholzt wurden. Die Ergebnisse sind kürzlich im Fachjournal „PLOS ONE“ veröffentlicht. [ ...mehr ] (Foto: Archiv kes)

 

 

Wälder im Wandel – was die Artenvielfalt beeinflusst

Detaillierte Biodiversitätsanalyse für gemäßigte Wälder in Europa vorgelegt


Wälder im Wandel(24.8.2015) Der Klimawandel, Umweltverschmutzung oder unkontrollierter Holzeinschlag – es gibt zahlreiche Einflüsse, die die Artenvielfalt in den Wäldern rund um den Globus bedrohen. Dass die Biodiversität in der Folge immer weiter zurückgeht, darüber herrscht unter Wissenschaftlern und auch in der öffentlichen Wahrnehmung heute weitgehend Einigkeit. Doch diese Sicht sei zu einfach, sagt Dr. Markus Bernhardt-Römermann von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. „Zumindest lässt sich ein solcher Trend nicht pauschal auf alle Wälder übertragen.“ Zu diesem Ergebnis kommt der Jenaer Ökologe in einer aktuellen Studie, die in der Fachzeitschrift „Global Change Biology“ veröffentlicht wurde. [ ...mehr ]
(Foto: Markus Bernhardt-Römermann/FSU)

 

 

Tropenwaldrodung setzt große Kohlenstoffmengen frei

Anpassung von Bilanzierungs- und Landnutzungsrichtlinien gefordert


Abenddämmerung in einer abgeholzten Landschaft in der Provinz Jambi auf Sumatra, Indonesien.(29.7.2015) Bei der Abholzung von natürlichen Tropenwäldern und der Umwandlung des Landes in Palmöl-, Kautschuk- oder Kakaoplantagen werden große Mengen von Kohlenstoff in die Atmosphäre freigesetzt. Wissenschaftler der Universität Göttingen haben nachgewiesen, dass die Kohlenstoffvorräte im Boden bei einer derart veränderten Landnutzung um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Sie fordern deshalb eine Anpassung der Kohlenstoff-Bilanzierungsrichtlinien des Weltklimarates sowie der Landnutzungsrichtlinien in den betroffenen tropischen Ländern. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift PNAS erschienen. [ ...mehr ]
(Foto: Universität Göttingen)

 

 

Emnid-Umfrage: 79 Prozent gegen Windkraft im Wald

Aussterben seltener Arten befürchtet - Erhalt von Biodiversität wichtig


Windkraftanlagen im Wald werden von 79 Prozent der Deutschen abgelehnt(22.7.15) Windkraftanlagen im Wald werden von der Mehrheit der Befragten abgelehnt. Das ist das Ergebnis der neuesten repräsentativen Emnid-Umfrage, die von der Deutschen Wildtier Stiftung in Auftrag gegeben wurde. Auf die Frage: „Für den Ausbau der Windenergie sollten generell keine Waldgebiete verschwinden oder zerschnitten werden“, antworteten 79 % der Befragten: „Dem stimme ich zu!“ Lediglich 11 Prozent akzeptieren, dass für „zusätzliche Windkraftanlagen auch Waldgebiete verschwinden oder zerschnitten werden.“ Die Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Emnid hat auch ermittelt, dass das Interesse an dem Thema Windenergie im Wald sehr groß ist. [ ...mehr ] (Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Viele Bäume machen einen Wald

Die grüne Lunge der Stadt


Hofgarten Coburg

(12.7.2015) Wälder haben eine unschätzbare, lebenswichtige Bedeutung für das Leben auf der Erde: Sie speichern das klimaschädliche Kohlendioxid und produzieren Sauerstoff. Sie sind jedoch nicht nur beliebte Freizeitorte und wirksame Klimapuffer, sondern leiden selbst unter Veränderungen des Klimas und der Umweltbedingungen. Diese Erkenntnis hat die aufgeregte Debatte in den 1980-er Jahren geprägt, als Schlagworte wie „Saurer Regen" und „Waldsterben" in aller Munde waren. Mit dem Verbot ozonschädlicher Stoffe, erheblich verschärften Auflagen bezüglich der Abgaswerte von Industrie, Haushalten und Fahrzeugen und einer insgesamt verstärkten Sensibilisierung der Bevölkerung auf Umweltschutz wurde damals gegenge-

steuert. Aber auch heute noch sind die Wälder bedroht, vor allem infolge des Klimawandels. [ ...mehr ]
(Foto: Horst Jürgen Schunk)

 

 

Die letzten Naturwälder Schwedens in Gefahr


Der Druck wächst: Onlineprotest für Schwedens Wälder verlängert


Die letzten Naturwälder Schwedens in Gefahr

(10.7.15) ROBIN WOOD hat Mitte April eine Protestbrief-Aktion gestartet, um die wenigen noch vorhandenen naturnahen Waldgebiete vor dem Einschlag zu bewahren. Danach erhob sich auch internationaler Protest gegen die schwedische Forstpraxis: Über 40 VertreterInnen europäischer und anderer internationaler Umwelt- und Naturschutzorganisationen haben sich an die schwedische Regierung gewandt und mehr Ökologie und wirkungsvollere Gesetze im Forstbereich gefordert. Der Druck nimmt also zu!
Daher hat ROBIN WOOD die Unterschriftenaktion verlängert. Die Chancen stehen gut, dass sich jetzt etwas für den Erhalt der schwedischen Waldnatur erreichen lässt. [ ...mehr ] (Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Vorsicht: Ein Funke genügt!

Waldbrandgefahr steigt rasant!


Waldbrandgefahr

(1.7.2015) Auch wenn der Sommer gerade erst in Deutschland angekommen ist, die Meteorologen rechnen bereits schon jetzt mit hoher Waldbrandgefahr. Dies gilt für alle Bundesländer, aber besonders natürlich für die weitläufigen Kiefernwälder. Diese Wälder gibt es in Deutschland vor allem in Brandenburg, im südlichen Mecklenburg-Vorpommern, Nordsachsen, Sachsen-Anhalt und im nördlichen Niedersachsen Außerhalb dieses Gürtels liegen weitere kleinere stark brandgefährdete Gebiete in der Schleswig-Holsteinischen Geest, der Oberpfalz, dem Nürnberger Reichswald und in der Oberrheinebene. Bereits ein Funke oder eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe können Brände auslösen. [ ...mehr ] (Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Aus Schaden klug werden

Lehren aus den Stürmen Vivian (1990) und Lothar (1999)


Sturmfläche

(6.5.2015) Die Orkangeschwister Vivian (1990) und Lothar (1999) zwangen in der Schweiz Millionen Bäume zu Boden. Heute wächst auf allen Sturmflächen wieder junger Wald. In höheren Lagen ist dieser aber oft noch zu lückig, um ausreichend vor Naturgefahren zu schützen. Dies zeigen Untersuchungen der Eidg. Forschungsanstalt WSL, die soeben in der Schweizerischen Zeitschrift für Forstwesen veröffentlicht wurden. In den letzten 150 Jahren verwüsteten immer wieder schwere Winterstürme Wälder in der Schweiz. 26 von ihnen hinterließen mindestens 70‘000 Kubikmeter Holz von gebrochenen oder umgeworfenen Baumstämmen. Drei sogar mehr als zwei Millionen Kubikmeter Holz, der Wintersturm von 1967, Vivian/Wiebke (1990) und Lothar (1999). [ ...mehr ] (Foto:Ulrich Wasem/WSL)

 

 

WWF-Studie „Deforestation Fronts“

Es drohen bis zu 170 Millionen Hektar Waldverlust


WWF-Studie „Deforestation Fronts“

(2.5.2015) Der Erde droht in den nächsten 15 Jahren ein erheblicher Waldverlust: Bis zu 170 Millionen Hektar – die nahezu fünffache Fläche Deutschlands – werden laut WWF bis 2030 verloren gehen, wenn die aktuellen Entwicklungen nicht aufgehalten werden. In einer aktuellen Studie identifizieren die Umweltschützer elf „Entwaldungsfronten“, an denen weltweit mit den größten Verlusten zu rechnen ist. Die überwiegende Zahl dieser Brennpunkte liegt in den Tropen, zu den wichtigsten zählen der Amazonas, die Mekong­Region sowie Borneo. „Wenn wir nicht handeln, werden die letzten großen intakten Waldgebiete einem gigantischen Raubbau zum Opfer fallen“, sagt Jörg-Andreas Krüger, Leiter Biodiversität beim WWF Deutschland. [ ...mehr ]
(Foto:Pedro Biondi/ABr/CC BY 3.0 BR)

 

 

Natur- und Artenschutz kommen unter die (Wind-)Räder

Moratorium des Windkraftausbaus im Wald gefordert


Rodungen

(18.4.2015) Ohne Rücksicht auf den Natur- und Artenschutz findet in Deutschland derzeit ein Rekordneubau von Windenergieanlagen statt. „Wertvolle Waldflächen werden gerodet, bevor Widersprüche oder anhängige Klagen gegen Baugenehmigungsverfahren geklärt sind. So werden Fakten für die Anlagen geschaffen und Lebensräume gefährdeter Vogel- und Fledermausarten zerstört“, kritisiert Dr. Jochen Bellebaum von der Deutschen Wildtier Stiftung. Die Dimensionen sind historisch: Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 4.750 Megawatt wurden im vergangenen Jahr zusätzlich zu den schon stehenden gebaut. [ ...mehr ] (Foto:Horst Jürgen Schunk)

 

 

Dicke Bäume im Steigerwald brauchen Schutz

BUND Bayern und WWF Deutschland kritisieren Bayerische Staatsforsten


Steigerwald

(22.3.2015) Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz kritisierten der BUND Naturschutz in Bayern (BN) und der WWF Deutschland, dass die Staatsregierung und die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) das Waldschutzgebiet bei Ebrach zu Fall bringen wollen, um gezielt an alte Baumriesen die Kettensäge zu legen. Die aktuellen Ergebnisse eines Kartierprojektes belegen die nationale Bedeutung des Geschützten Landschaftsbestandteils. Seit etwa einem Jahr wurden in diesem Schutzgebiet dicke, alte Bäume mit GPS-Geräten erfasst. Dabei konnten bislang auf etwa einem Drittel des Schutzgebietes knapp 3.000 Starkbäume festgestellt werden, überwiegend dicke Buchen. [ ...mehr ] (Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Waldböden benötigen besonderen Schutz

Kein sauberes Trinkwasser und keine Artenvielfalt ohne gesunden Waldboden


Waldböden benötigen besonderen Schutz

(20.3.2015) Der Boden gehört zu der Grundlage unseres Lebens und benötigt daher besonderen Schutz. In Deutschland gehen täglich 74 Hektar Boden für Siedlungs- und Verkehrsflächen verloren, Schadstoffeinträge und Nährstoffentzüge bringen zusätzlich das Stoffgefüge aus dem Gleichgewicht. Weltweit setzen sich unzählige Menschen aktiv für den Schutz der Böden ein. Einer dieser Aktiven, Prof. Dr. Klaus Töpfer, wurde nun von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald für seinen Einsatz für gesunde Böden geehrt. „Der Schutz unserer Böden ist lebensnotwendig“, erläutert Dr. Wolfgang von Geldern, Präsident der SDW, das Engagement anlässlich des Tag des Waldes (21.3.), „denn er ist eine der wichtigsten Ressourcen der Erde und nicht beliebig vermehrbar.“ [ ...mehr ] (Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

Warum die Douglasie unsere Wälder stärker macht

Studie kritisiert Schwarze Liste des Bundesamts für Naturschutz


Warum die Douglasie unsere Wälder stärker macht

(20.3.2015) Einst gebietsfremde Tier- und Pflanzenarten kommen mit dem Klimawandel und auf globalisierten Handelswegen nach Mitteleuropa und verursachen teilweise ökologische und ökonomische Schäden. Bestimmte Spezies können aber auch eine Bereicherung unserer Flora und Fauna darstellen. Eine Experten-Studie des Deutschen Verbands Forstlicher Forschungsanstalten (DVFFA) zeichnet nun ein differenziertes Bild. Sie widerspricht dabei einer „Schwarzen Liste“ des Bundesamts für Naturschutz (BfN). Baumarten wie die Douglasie und die Roteiche seien vielmehr Nützlinge als Schädlinge. [ ...mehr ] (Foto: Wikimedia Commons CC0 1.0)

 

 

Förster in Sorge um Waldnachwuchs

Spätfolgen von Kyrill bringen junge Bäume in Gefahr


Spätfolgen von Kyrill bringen junge Bäume in Gefahr

(7.2.2015) In einigen Forstämtern der Niedersächsischen Landesfors-

ten (NLF) sind die Försterinnen und Förster in Sorge um ihren Wald-

nachwuchs. Anfang 2007 fielen in den Landesforsten rund 2000 Hektar Wald dem Orkan Kyrill zum Opfer, hierdurch entstanden große Frei-

flächen. Die Förster haben mit Eichen, Buchen, Fichten, Douglasien und Ahornen diese Flächen in den vergangenen Jahren wiederaufge-

forstet. Auf einigen hundert Hektar haben sich hier große Mäusepopu-

lationen entwickelt, die nun an den Wurzeln und der Rinde der jungen Bäume nagen. Oft mit tödlichem Ausgang für die Bäume. [ ...mehr ] (Foto: Niedersächsische Landesforsten )

 

 

Klimawandel bedroht Wälder

Interview mit dem Tropen-Botaniker Prof. Steven Jansen


Klimawandel bedroht Wälder - Interview mit Prof. Steven Jansen zum globalen Waldsterben

(22.1.2015) Vom globalen Klimawandel sind weltweit auch die Wälder bedroht. Nicht nur in den Tropen, in Kanada oder Sibirien, sondern auch bei uns sind steigende Temperaturen und ausbleibende Niederschläge für die Baumbestände ein Problem. Anlässlich der Weltklimakonferenz in Lima führte Andrea Weber-Tuckermann von der Universität Ulm ein Interview mit dem Ulmer Tropen-Botaniker Professor Steven Jansen. Er forscht zum klimabedingten Waldsterben und befasst sich speziell mit pflanzlichen Wassertransportsystemen, Trockenstress und entsprechende Anpassungsstrategien. [ ...mehr ]  (Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Österreichs grüner Schutzwall gegen Lawinen

500.000 Jungbäume in Schutzwäldern neu gepflanzt


Österreichs grüner Schutzwall gegen Lawinen

(9.1.2015) Die Wetterverhältnisse der letzten Tage haben das Lawinenrisiko vielerorts wieder kritisch steigen lassen. Intakte Schutzwälder bieten einen natürlichen Schutz vor Lawinen und bewahren Siedlungen und Infrastruktur wie Straßen, Bahntrassen oder Leitungen vor der Wucht der Schneemassen. Intakte Schutzwälder können das Risiko von Lawinen deutlich verringern. Sie beugen der Bildung geschlossener Schneedecken vor, die dann als Lawinen zu Tal donnern können. Für die Besiedelung und Erschließung alpiner Regionen ist diese Funktion unerlässlich. Auch wären viele Skigebiete ohne Schutzwälder undenkbar. Das größte Schutzwaldprojekt der Bundesforste läuft derzeit im Salzburger Kaprunertal. [ ...mehr ] (Foto: ÖBf/ S. Gamsjäger)

 

 


Bäume sind keine Supermodels

NABU: Staatswald ist zu jung, zu dünn und zu nackig


Staatswald ist zu jung, zu dünn und zu nackig

(8.1.2015) „Bäume sind keine Supermodels“ fasst Mark Harthun die Kritik des NABU Hessen am Hessischen Staatswald zusammen. Anlässlich der in diesem Jahr anstehenden Öko-Zertifizierung von neun staatlichen Forstämtern nach FSC-Standard hat der NABU in einer Stellungnahme Korrekturen der Wald-Bewirtschaftung eingefordert. Der Wald sei insgesamt „zu jung, zu dünn und zu nackig“. Die Bäume würden zu früh gefällt und ganze Bestände viel zu schnell abgeräumt. Buchen würden schon mit 140 Jahren geschlagen, könnten aber eigentlich 300 Jahre alt werden. „Die zweite Lebenshälfte fehlt in unseren Wäldern fast völlig und mit ihr all die Arten, die in und auf alten Bäumen leben“, so Harthun. [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

 

Klimawandel trifft Wälder weltweit

Bereits heute verändert der menschliche Einfluss Wälder auf der ganzen Welt


Klimawandel trifft Wälder weltweit

(28.12.2014) Für die Zukunft kann auch ein Rückgang von Wäldern durch den von Menschen verursachten Klimawandel nicht ausgeschlossen werden — das zeigt eine Sonderausgabe des Journals of Ecology, koordiniert von einem Team des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Um die Widerstandsfähigkeit der Wälder besser zu verstehen und zu erhöhen, ist eine Kombination von Ansätzen von örtlichen Feldversuchen bis hin zu globalen Computersimulationen nötig, erklären die Wissenschaftler. Mit Blick auf die Risiken warnen sie, dass die globale Erwärmung zusätzlichen Druck auf einige der wertvollsten Ökosysteme der Erde ausübt. [ ...mehr ] (Foto: morguefile.com)

 

 

Das Wild siegt über den Artenschutz

In Schutzgebieten tummeln sich zu viele Paarhufer, die die jungen Baumtriebe fressen


Das Wild siegt über den Artenschutz

(2.12.2014) Schutzgebiete im Wald können kaum zum Artenschutz beitragen, solange das Wild die artenreiche Baumverjüngung der geschützten Waldfluren auffrisst. Nicht überall wo Artenschutz erreicht werden soll, kommt es auch zum Schutz von Arten. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena haben zusammen mit rumänischen Kollegen auf fast 7000 Untersuchungsflächen in Thüringen und in Rumänien den Zustand der Waldverjüngung untersucht. In den geschützten Gebieten der Laubwälder kommt es zu einer so großen Vermehrung von Reh und Hirsch, dass die erwünschte Biodiversität, in diesem Falle die Baumverjüngung, aufgefressen wird. Die Forscher folgern, dass das ambitionierte politische Ziel der Biodiversitätsstrategie, fünf Prozent des Waldes zu schützen und aus der Nutzung zu nehmen, eher zu einem Artenverlust führen wird. [ ...mehr ] (Foto: Wikimedia Commons / CC0 1.0)

 

 

Die Douglasie gehört in einen zukunftsfähigen Wald

Niedersachsens Förster haben den aus Nordamerika eingeführten Baum schätzen gelernt


Rauhfusskauz

(23.11.2014) Sie wächst zügig, ist unempfindlich gegen Schädlinge, resistent gegen Trockenheit und fest verwurzelt – die Douglasie ist für die Folgen des Klimawandels bestens gerüstet. Niedersachsens Förster haben den vor 125 Jahre aus Nordamerika eingeführten Baum schätzen gelernt. Neben den ökologischen Vorteilen lohnt sich der Anbau für die Förster auch ökonomisch. Im Vergleich zu Buchenholz zahlt die Industrie mit 100 bis 120 Euro fast den doppelten Betrag je Festmeter. Laut Bundeswaldinventur wächst der robuste Baum auf rund zwei Prozent der niedersächsischen Waldfläche. „Wie man einer anbau- und förderungswürdigen Baumart, einen solchen „Platzverweis“ erteilen kann, ist für uns nicht nachvollziehbar“, reagiert Waldbesitzerpräsident Norbert Leben auf eine gemeinsame Pressemitteilung des BUND und des NABU, die einen Wegfall der Förderung des Anbaus begrüßen würden [ ...mehr ]
(Foto: Wikimedia Commons / CC0 1.0)

 

 

Wetterextreme machen den Wäldern in NRW zu schaffen

Nur noch 23 Prozent der Bäume in NRW gelten als gesund


Nur noch 23 Prozent der Bäume in NRW gelten als gesund

(17.11.2014) Nach dem aktuellen Waldzustandsbericht 2014 der Landesregierung weisen 36 Prozent der Bäume zwischen Rhein und Weser deutliche Schädigungen auf. Es ist der höchste Wert seit dem Beginn der Erhebungen vor 30 Jahren. Nur noch 23 Prozent der Bäume in NRW weisen keinerlei Kronenverlichtungen auf und gelten daher als gesund. "Unsere Wälder sind Alleskönner: Sie sind wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen und damit Teil des wilden Nordrhein-Westfalens. Sie dienen den Menschen zur Erholung und sind Produktionsstätten für den nachwachsenden Rohstoff Holz", sagte Umweltminister Johannes Remmel bei der Vorstellung des Waldzustandsberichtes für NRW. "Wir müssen dieses Naturerbe schützen. Heute bedroht zwar nicht mehr in erster Linie der saure Regen unsere Wälder, wie noch in den 80er und 90er Jahren. Es sind vielmehr die sich abzeichnen Wetterextreme als Folge des Klimawandels, die den Wald zu schaffen machen." [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

Alte Bäume als Bruthöhlen

Erste Inseln rechtzeitig zur Herbstbalz von Raufußkauz & Co „bezugsfertig“


Rauhfusskauz

(8.11.2014) Herbstzeit ist Balzzeit: Ein langanhaltendes „buhu… buhu …“ schallt gespenstisch durch die nächtlichen Wälder, wenn der Uhu dieser Tage potenzielle Partnerinnen lockt. Auch Sperlingskauz und Raufußkauz stecken mit stimmgewaltigem Herbstgesang ihre Wald-Reviere ab. Einige Eulenarten sind „Early Birds“ und bereiten sich mit ihrer Herbstbalz bereits auf die kommende Brutsaison im Frühjahr vor. Sie buhlen um die wenigen verbleibenden Nisthöhlen in Österreichs Wäldern. Von den zehn heimischen Eulenarten gelten sieben bereits als gefährdet, da ihre natürlichen Lebensräume zunehmend schwinden. Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) starten in Zusammenarbeit mit BirdLife Österreich ein weitreichendes Naturschutzprojekt, das den Waldvögeln in ÖBf-Wäldern zukünftig wieder mehr Lebensraum bieten soll. Bis zum Jahr 2020 werden insgesamt 484 Waldgebiete als Vogelschutz-Inseln ausgewiesen. [ ...mehr ] (Foto:BirdLife/W. Trimmel )

 

Bundeswaldinventur 2014

Die Vermessung des Waldes - Deutschland ist zu einem Drittel mit Wald bedeckt


Bundeswaldinventur

(14.10.2014) Die dritte Bundeswaldinventur liefert erfreuliche Nachrich-

ten: Die Waldfläche in Deutschland ist konstant geblieben – rund 11,4 Millionen Hektar umfasst der deutsche Wald. Bei der Vorstellung der Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur in der Bundespressekon-

ferenz betonte Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, der Wald sei für unseren Alltag unverzichtbar: „Wald ist Erholungsraum, Rückzugsort und er liefert Rohstoffe für viele Dinge, die aus unserem Leben nicht wegzudenken sind.“ Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung müsse sowohl Rücksicht auf die Natur nehmen als auch ökonomische Erfordernisse erfüllen, sagte Schmidt: „Ertragreiche Wälder sind keineswegs monotone Baumplantagen. Auch in Deutschland bilden die Wälder artenreiche Ökosysteme mit vielen verschiedenen – auch seltenen – Tier- und Pflanzenarten.“ [ ...mehr ]
(Foto: pixabay.com / CC0 1.0)

 

Genetische Vielfalt im Wald

BLE - Bericht über genetische Vielfalt im Wald veröffentlicht


Bericht - Genetische Vielfalt im Wald

(14.10.2014) Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) veröffentlicht zum dritten Mal den Bericht der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Forstliche Genressourcen und Forstsaatgutrecht“ (BLAG-FGR). Der jetzt erschienene Tätigkeitsbericht zeigt zahlreiche Möglichkeiten auf, wie die genetische Vielfalt von Baum- und Straucharten in den Wäldern erhalten werden kann. Der Bericht dokumentiert die Maßnahmen der Länder und des Bundes zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der forstlichen Genressourcen von Baum- und Straucharten. Er fasst den Sachstand zur Erhaltung forstlicher Genressourcen in den Ländern zum 31. Dezember 2012 zusammen und gibt einen Überblick zu den durchgeführten und geplanten Aktivitäten der BLAG-FGR. [ ...mehr ] (Foto: BLE)

 

 

 

Biodiversität beeinflusst Stabilität gegenüber Trockenheit

Baumartenvielfalt trägt nicht unbedingt zur besseren Widerstandsfähigkeit der Wälder gegen Dürren bei


Die Artenvielfalt trägt nicht unbedingt zur besseren Widerstandsfähigkeit der Wälder gegen Dürren bei

(14.10.2014) Angesichts des Klimawandels werden einige Regionen der Welt Dürreperioden ausgesetzt sein, welche die Gesundheit der Wälder beeinträchtigen werden. Forscher des Inra (Institut national de la recherche agronomique) haben in Zusammenarbeit mit der Eidge-

nössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) und anderen europäischen Wissenschaftlern den Einfluss der Artenvielfalt von Bäumen auf die Widerstandsfähigkeit der Wälder gegenüber Dürren untersucht. Doch anders, als bisher angenommen wurde, verbessert die Artenvielfalt nicht zwingend die Widerstandsfäh-igkeit der Wälder gegenüber Trockenperioden. Diese Ergebnisse wurden am 29. September 2014 in den PNAS veröffentlicht. [ ...mehr ] (Foto: Reinhard Lässig / WSL )

 

 

Global Change: Bäume wachsen immer schneller

Studie untersucht Trends im Waldwachstum von 1870 bis heute


Bäume wachsen immer schneller

(18.9.2014) Die Bäume wachsen zwar nicht in den Himmel, aber seit den 1960er-Jahren deutlich schneller. Dem Wald sieht man diese Veränderung nicht an: Die typischen Entwicklungsphasen von Bäumen und ganzen Beständen haben sich kaum verändert, laufen aber beschleunigt ab - um bis zu 70 Prozent. Dies zeigt eine Studie von Wissenschaftlern der Technischen Universität München (TUM). Sie basiert auf Langzeit-Daten von Versuchsflächen, die seit 1870 kontinuierlich beobachtet werden. Vor drei Jahrzehnten war das „Waldsterben“ in aller Munde: Das Überleben großflächiger Waldökosysteme schien auf dem Spiel zu stehen. Aktuelle Untersuchungen weisen allerdings eher auf ein beschleunigtes Wachstum als auf einen Kollaps der Wälder hin. [ ...mehr ]
(Foto: Horst Jürgen Schunk)


 

Deutsche Wälder speichern mehr Kohlenstoff als vor 20 Jahren

..Ohne seine Wälder würde Deutschland deutlich mehr zum Klimawandel beitragen


Deutsche Wälder speichern mehr Kohlenstoff als vor 20 Jahren

(16.9.2014) Ohne seine Wälder würde Deutschland deutlich mehr zum Klimawandel beitragen, als es derzeit der Fall ist. Das geht aus Erhebungen des Thünen-Instituts hervor, die im aktuellen, vom Umweltbundesamt herausgegebenen nationalen Inventarbericht enthalten sind. Mit einer jährlichen Senkenleistung von rund 52 Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten sind die deutschen Wälder ein erheblicher Kohlenstoffspeicher. Die Berechnungen des Thünen-Instituts zeigen, dass die deutschen Wälder in ihrer oberirdischen Biomasse eine Kohlenstoffmenge von rund 993 Mio. Tonnen bevorraten, hinzu kommen 156 Mio. Tonnen in unterirdischer Biomasse, vor allem den Wurzeln, und 20 Mio. Tonnen im Totholz. In der Humusauflage und den oberen 30 cm des Mineralbodens sind noch einmal 850 Mio. Tonnen Kohlenstoff festgelegt. Aktuell speichern die Wälder damit rund 300 Mio. Tonnen mehr als noch 1990 [ ...mehr ]
(Foto: Thünen-Institut, Michael Welling)

 



Der Kiefernholznematode...

......ein Notfallplan für Österreich


Der Kiefernholznematode – ein Notfallplan für Österreich(4.9.2014) Der Kiefernholznematode ist weltweit einer der gefährlichs-

ten invasiven Schadorganismen. Entsprechend der EU-Richtlinie 2012/535/EU ist jedes Mitgliedsland verpflichtet, bis Ende 2013 einen Notfallplan zu erstellen. Im Notfallplan für Österreich sind die Maßnahm-

en angeführt, die bei Auftreten des Vorkommens des Kiefernfaden-

wurms getroffen werden müssen.
Vor 100 Jahren wurde der Kiefernholznematode von Nordamerika nach Japan eingeschleppt. Kiefernwälder in Asien (China, Korea, Taiwan) fallen ihm seit den 1980er Jahren zum Opfer. Europas Kiefern droht ein ähnliches Schicksal. 1999 wurde der Nematode erstmals in Portugal entdeckt [ ...mehr / externer Link ]
( Foto: Wikimedia Commons / CC0 1.0 )

 

Der Aletschwald nach intensiver Nutzung...

...auf dem Weg zurück zum Naturwald


Aletschwald(17.8.2014) Der Aletschwald auf rund 2000 m. ü. M. zählt zu den eindrücklichsten Wäldern der Schweiz. Mächtige Arven und Lärchen trotzen oberhalb des Aletschgletschers dem rauen Klima des Hochgebirges. Dazwischen recken winzige Sämlinge ihre Köpfe dem Licht entgegen. Totholz modert vor sich hin. Vögel und Insekten finden in den zahlreichen Höhlen und Rissen der zum Teil mehrere hundert Jahre alten Stämme Unterschlupf und Nistmöglichkeiten. Auf der nahe gelegenen Jungmoräne, die der Aletschgletscher vor rund 150 Jahren freigegeben hat, hat sich ein Lärchen-Pionierwald etabliert, in dem unzählige kleine Lärchen um ihren Platz kämpfen [ ...mehr ] (Foto: Peer Appelfelder)

 

 

Borkenkäferwelle in Thüringen

Forstexperten mahnen Waldbesitzer zur Wachsamkeit


Borkenkäferwelle in Thüringen(28.7.2014) Rund 100.000 Festmeter vom Borkenkäfer befallender Holzmengen im Käferjahr 2013 – dreimal soviel wie im Jahr zuvor, sorgten für eine hohe überwinternde Buchdruckerpopulation. Ein deutlich ungünstiger Start für Thüringens Waldbesitzer in das Käferjahr 2014. Die überwinternden Buchdrucker schwärmten um Ostern ca. drei Wochen früher aus als gewöhnlich und legten ihre Bruten in wassergestresste Fichten an. Aktuell zeigen die Zahlen der Hauptstelle für Waldschutz der Thüringer Landesforstanstalt wiederrum eine kritische Entwicklung für Thüringens Wälder: 7.500 fm vom Käfer neu befallenes Holz allein im Monat Juni, was fast eine Verdoppelung der letztjährigen Junimenge bedeutet. [ ...mehr ]
(Foto: James Lindsey at Ecology of Commanster / CC BY-SA 3.0)

 

 

Volltreffer im Wald

30-30-Regel kann Leben retten - Blitzopfer oft mit Langzeitschäden


Gewitterblitz

(23.6.2014) Gerade der diesjährige ungewöhnlich frühe und heiße Sommer überrascht Waldbesucher und Naturfreunde immer wieder mit schweren Sommergewittern. Rund 200.000 Volt und mehrere 10.000 Ampere stark sowie rund 30.000° Celsius heiß sind Gewitterblitze, die Jahr für Jahr in Deutschland zwischen 50 und 150 Opfer fordern. Der Volksmund empfiehlt, bei „Eichen weichen“ und die „Buchen suchen“. Dies sind aber keine guten Tipps. Dagegen können speziell im Wald wenige, aber richtige Verhaltensmaßnahmen die Gefahr vom Blitz getroffen zu werden deutlich senken.[ ...mehr ]
(Foto: Twinz / wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0)

 

 

Eingriffe in die Natur wirken länger als gedacht

Wiederaufgeforstete Wälder unterscheiden sich noch nach 100 Jahren deutlich von alten Waldbeständen


Wiederaufgeforstete Wälder unterscheiden sich noch nach 100 Jahren deutlich von alten Waldbeständen(14.4.2014) Der menschliche Eingriff in die Natur hat ungeahnt lang-

fristige Konsequenzen, möglicherweise sind sie sogar unumkehrbar. Das zeigt eine neue Studie der Universität Kiel, der Leuphana Univer-

sität Lüneburg, des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung in Halle sowie der Universität von Minnesota. Die Wissenschaftler haben in der Lüneburger Heide wiederaufgeforstete Wälder auf ehemaligen Acker-

flächen mit historisch alten Waldbeständen verglichen, die seit mehr-

eren hundert Jahren am gleichen Standort existieren. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass sich die Zusammensetzung der Mikroorganismen im Boden zwischen historischen und neueren Standorten erheblich unterscheidet – selbst wenn seit der Auffors-

tung mehr als 110 Jahre vergangen sind. [ ...mehr ] (Foto: Horst Jürgen Schunk)

 

 

Waldzustandsbericht 2013

Im Vergleich zum Vorjahr leichte Verbesserung eingetreten


Waldzustandsbericht 2013

(12.3.2014) Der Waldzustand wird seit 1984 jährlich in den Monaten Juli und August von den Bundesländern erhoben. Als Indikator dient den Förstern dabei die Bewertung der Baumkrone. Die Abweichung von einem voll benadelten oder voll belaubten gesunden Baum wird als 'Kronenverlichtung' bezeichnet und in mehreren Stufen ermittelt. Die Länder leiten die erhobenen Daten an das Thünen-Institut für Waldökosysteme weiter, das die Ergebnisse zusammenführt und im Auftrag des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) auswertet. [ ...mehr ] (Foto: Susanne Schmich / pixelio.de)

 

 

Zecken verkürzen ihre Winterpause!

In schneefreien Gebieten schon jetzt unterweg


Zeckenwarnung(13.02.2014) Die Winterruhe der Zecken wird immer kürzer. Wer in schneefreien Gebieten unterwegs ist, kann jetzt schon auf die Plage-
geister treffen, denn die Parasiten fallen erst bei Temperaturen unter acht Grad Celsius in Kältestarre. Bevorzugte Lebensräume sind feuchte Jungwälder, Gebiete um Seen und Flüsse, Waldlichtungen und Waldränder aber auch Freibäder, Spiel- und Sportplätze sowie der Garten. Dort haften sie an Gräsern, Farnen oder Unterseiten von Pflanzenblättern und warten auf einen neuen Wirt, den Menschen oder ein Tier. [ ...mehr ] (Foto: Matthias Apsel CC0 1.0)

 

 

 

Zu viel Stickstoff in niedersächsischen Wäldern

Besonders Buchen und Eichen leiden


Wald

(18.11.2013) Zu hohe Stickstoffeinträge, Frostschäden, Trockenheit und Insekten setzen den niedersächsischen Wäldern weiter zu. Besonders Buchen und Eichen leiden, Böden und Grundwasser sind belastet. Dies dokumentiert der diesjährige Waldzustandsbericht.

Die Untersuchung hat die rund 1,16 Millionen Hektar Staats-, Privat- und Kommunalwald Niedersachsens unter die Lupe genommen, darunter etwa 335.000 Hektar Landeswald. Jahr für Jahr regnet eine Stickstoffmenge von bis zu 27 Kilogramm pro Hektar auf die Bäume herab oder wird von den Kronen ausgefiltert. [ ...mehr ] (Foto: Horst Schunk)

 

 

Warum viele Pilze für den Wald wichtig sind

Göttinger Forstwissenschaftlerinnen untersuchen die Nährstoffversorgung von Bäumen durch Pilze


Speisepilze(25.10.2013) Im Herbst sprießen die Pilze aus dem Waldboden, aber das ganze Jahr über leben viele Speisepilze unsichtbar, unterirdisch in enger Symbiose mit den Wurzeln der Bäume. Dieser Zusammenschluss von Pilz und Wurzel wird als Mykorrhiza bezeichnet. Wissenschaftler-
innen der Abteilung Forstbotanik und Baumphysiologie der Universität Göttingen haben herausgefunden, dass verschiedene Mykorrhizapilze für die Nährstoffversorgung der Bäume besonders bei Trockenheit oder fehlender Sonneneinstrahlung wichtig sind. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift ISME Journal (International Society for Microbial Ecology) erschienen. [ ...mehr ] (Foto: Universität Göttingen)

 

 

Fadenwurm aus Übersee bedroht Kiefern

Schädling soll in Europa an Verbreitung gehindert werden


Kiefernholznematode(20.10.2013) Vom 15. - 18. Oktober trafen sich Waldschutzexperten aus 22 Ländern erstmalig in Braunschweig, um sich über einen der gefährlichsten Kiefernschädlinge auszutauschen. Lokaler Ausrichter der Tagung war das Julius Kühn-Institut (JKI) in Braunschweig. Der Kiefernholznematode, ein Fadenwurm, ist nur ein Millimeter lang und gilt als Quarantäneschadorganismus. Er ist ein Beispiel dafür, wie Schadorganismen weltweit verschleppt werden, fern ihrer Heimat Fuß fassen und beträchtlichen ökonomischen und ökologischen Schaden anrichten. [ ...mehr ] (Foto: Schröder/Julius Kühn-Institut)

 

 

 

Aktuelle Daten zur natürlichen Waldentwicklung in Deutschland

Forschungsvorhaben liefert Bilanz über den Umfang und die Qualität der nutzungsfreien Wälder in Deutschland


Wald(14.10.2013) Heute wurden die Ergebnisse des Forschungs-und Entwicklungsvorhabens „Natürliche Waldentwicklung als Ziel der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“ vorgestellt. Als Ergebnis des Verbundvorhabens zeigt sich, dass es derzeit 213.145 Hektar dauerhaft gesicherten Wald mit natürlicher Waldentwicklung in Deutschland gibt. Dies entspricht einem Anteil von 1,9 Prozent der Waldfläche in Deutschland. Bis zum Jahr 2020 steigt der Anteil voraussichtlich auf 2,3 und danach auf ca. 3 Prozent. In der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) der Bundesregierung wird bis zum Jahr 2020 eine natürliche Waldentwicklung auf 5 Prozent der gesamten Waldfläche bzw. 10 Prozent der öffentlichen Wälder angestrebt. [ ...mehr ] (Foto: Horst Jürgen Schunk)

 

 

Pilz lässt Eschen sterben

Niedersächsisches Forstamt Göhrde fällte absterbende Eschen in der Revierförsterei Wustrow


Absterbende Eschen (29.9.2013) Waldbesucher konnten Anfang September umfangreiche Baumfällungen im niedersächsischen Waldgebiet Gain bei Clenze beobachten. "Bei den gefällten Bäumen handelt es sich um kranke und absterbende Eschen", erklärt der zuständige Förster Reinhard Behn das Vorgehen. Nicht nur in den Wäldern der Försterei Wustrow im Wendland leiden Eschen unter dem so genannten Eschentriebsterben. In ganz Deutschland führt diese durch einen Pilz verursachte Krankheit unaufhaltsam zum Absterben der Bäume. "Wir entnehmen die sichtbar geschädigten Eschen, gesunde Bäume bleiben stehen. Besonders im Bereich der Waldwege können abgestorbene Kronenteile eine Gefahr für Waldbesucher darstellen", so der Forstmann. [ ...mehr ] (Foto:Landesforsten Niedersachsen)

 

 

Trotzen die Bäume in Mitteleuropa dem Klimawandel?

Vermehrt auftretende Trockenheit stellt grosse Herausforderungen an unsere Wälder


Herbstwald(2.9.2013) Über 200 Forschende aus Europa und Übersee treffen sich dieser Tage in Zürich, um die neusten Erkenntnisse auszutauschen zum Thema „Klimawandel: Wie reagieren die Bäume in den Wäldern Mitteleuropas?“. Eine zentrale Frage ist: Wie können wir Wälder so gestalten, dass sie ihre vielfältigen Aufgaben weiterhin erfüllen können? Ein Begriff fällt dabei immer häufiger: Plastizität – die Anpassungsfähigkeit des Waldes an Veränderungen in der Umwelt. Organisiert wird die Konferenz von der Eidgenössischen Forschungs-anstalt WSL zusammen mit mehreren Partnerinstitutionen. Plastizität ist der wegweisende Begriff, wenn es um Wald und Klimawandel geht. Davon überzeugt ist der Leiter der Gruppe Störungsökologie an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) Thomas Wohlgemuth.
Der Geobotaniker leitet das Organisationsteam der internationalen Konferenz ClimTree 2013 die vom 1. bis 5. September 2013 in Zürich stattfindet. [ ...mehr ] (Foto:WSL)

 

 

Deutschlands erste Klimawald-Schule wird gewidmet

Pate ist Günther Grass


Stiftung Klimawald(30.8.2013) Am 2. September 2013 wird die Schule Hohe Geest (Gymnasium mit Regionalschulteil) in Hohenwestedt zu Deutschlands erster Klimawald-Schule.
Die gut 1.200 SchülerInnen und das Lehrerkollegium fiebern dem großen Tag entgegen, dessen Höhepunkte sicher die Pflanzung eines offiziellen Klimabaums und die Übergabe der Widmungsurkunde aus den Händen von Ministerin Prof. Dr. Waltraud Wende sein werden. Günther Grass übernimmt die Patenschaft für die Klimawald-Schule im Herzen Schleswig-Holsteins. Die Schule Hohe Geest hatte bereits im Dezember 2012 auf sich aufmerksam gemacht, als sie mit 1.384 Teilnehmern und gemeinsam mit der Stiftung Klimawald einen neuen Weltrekord für den „größten menschlichen Weihnachtsbaum“ aufstellte. Damit war in der Schule ein besonderes Signal für den Klimaschutz gesetzt. [ ...mehr ] (Grafik: Stiftung-Klimawald

 

 

 

Schälschäden - Gericht ordnet Abschuss von Rotwild an


Wirtschaftlicher Schaden durch Wildverbiss an Eschen in sechsstelliger Höhe


Schälschaden an Eiche(12.8.2013) Die untere Jagdbehörde des Landkreises Kassel hatte für die Pächter von fünf Jagdbezirken im Stadtwald Zierenberg angeord-net, dass pro Jagdbezirk mindestens drei Stück Rotwild geschossen werden muss.
Grund: Die Tiere fressen die Rinde der Eschen, dadurch entstehen sogenannte Schälschäden (Wildschaden). Auf einer Fläche von 19,5 Hektar seien fast alle Eschen komplett geschält. Da das so geschädigte Holz nur noch als Brennholz zu gebrauchen sei, entstehe ein wirtschaft-licher Schaden in sechsstelliger Höhe. Im Übrigen habe die Esche für den Klimawandel erhebliche ökologische Bedeutung. Darum, so die Jagdbehörde, müssten die Interessen der Pächter zurückstehen. [ ...mehr ] (Foto:Beentree/Wikipedia CC BY-SA 3.0)

 

 

Kaltblütig im sommerlichen Wald


Forstamt kombiniert Rückepferde mit moderner Forsttechnik bei der Durchforstung eines jungen Kiefernwaldes


Rückepferd(30.7.2013) Zur Pflege eines dreißigjährigen Kiefernbestandes im Forstamt Göhrde (Landkreis Lüchow-Dannenberg ) setzen die Niedersächsischen Landesforsten in diesen Tagen auf eine Kombination von Rückepferden mit moderner Holzerntetechnik. „Das geländeangepasste System der Pflegegassen wird durch den Einsatz der beiden Pferderücker gut ergänzt. Wo der Harvesterkran nicht hinreicht, ziehen die beiden Kaltblüter die gefällten Bäume an die Gasse. Ab hier übernimmt die moderne Forsttechnik die weitere Arbeit“, erklärt Revierförster Holger Maack das Vorgehen. Die beiden Boulonnais Kaltblutpferde, 20 und 5 Jahre alt, und die Pferderücker Kay Stolzenberg und Jorin Handmann aus Güstritz sind eingespielte Teams. [ ...mehr ] (Foto:H. Both (NLF)

 

 

Forst: Zigarettenkippe kann zurzeit Waldbrand auslösen

Fehlender Regen, Sonne und Wind trocknen Oberboden aus


Waldbrand, Bodenfeuer(18.7.2013) In Niedersachsens Wäldern steigt die Brandgefahr. In manchen Regionen wird bereits die Stufe 4 (hohe Gefahr) des fünf-stufigen Waldbrandgefahrenindex erreicht. Nach Auskunft der Land-wirtschaftskammer Niedersachsen haben fehlende Niederschläge, Sonnenschein und ein leichter Wind den Oberboden ausgetrocknet, sodass leicht entzündbare Materialien wie Laub, Gras oder Pflanzen-reste schon durch einen Funken oder eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe Feuer fangen können.
In der Zeit vom 1. März bis zum 31. Oktober ist es in Wald, Moor und Heide sowie in deren unmittelbarer Nähe bis etwa 100 Meter generell verboten, Feuer anzuzünden oder zu rauchen. Wer einen Waldbrand entdeckt, sollte umgehend die Polizei (Notruf 110), die Feuerwehr (Notruf 112) oder die nächstgelegene Forstdienststelle informieren. [ ...mehr ] (Foto: Foto: Wikipedia, Urheber: Tilo, CC BY-SA 3.0 )

 


Waldbrände: Fahrlässigkeit, Brandstiftung und Trockenheit

Waldbrandstatistik 2012 — 269 Hektar vernichtet


Wald(8.7.2013) Im Laufe des Jahres 2012 wurden in Deutschland 701 Waldbrände auf 269 Hektar Fläche gemeldet. Das sind 42 Prozent weniger Brände im Vergleich zum langjährigen Mittel. Die Bundes-anstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) veröffentlicht jedes Jahr die Waldbrandstatistik für die Bundesrepublik Deutschland.

Rund elf Millionen Hektar Deutschlands sind von Wald bedeckt. Waldbrände können dieses komplexe Ökosystem massiv stören oder sogar vernichten. Bei 179 der 701 Waldbrände war Fahrlässigkeit etwa durch Camper und Kinder die Brandursache, während bei 41 Prozent der Fälle die Gründe nicht ermittelt werden konnten [ ...mehr ]
(Foto: John McColgan, United States Department of Agriculture)

 

 

 

Trinkwasser: 50.000 Laubbäume für Niedersachsen

Kampagne "Blätterwälder" organisiert Pflanzfeste und Baumpatenschaften


Wald(27.3.2013) Über die eigene Generation hinaus sauberes Grundwasser erhalten und die Artenvielfalt fördern, so lautet das erklärte Ziel der Initiatoren der sogenannten „Blätterwälder“. Zum Auftakt einer langfristig angelegten Kampagne begründen der gemeinnützige Umweltschutzverein „Trinkwasserwald e. V.“ und die Landwirtschaftskammer Niedersachsen in den nächsten Wochen die ersten „Blätterwälder“ an ausgewählten Standorten Niedersachsens. Dafür werden bereits bestehende Nadelholzbestände in Privat- und Körperschaftswäldern mit jungen Laubbäumen unterpflanzt – jeweils unter aktiver Beteiligung der Bevölkerung vor Ort. [ ...mehr ] ( Foto: Galen)

 

 

21. März - Internationaler Tag des Waldes

Bundesweite Waldbaum-Erhebungen abgeschlossen

21. März Tag des Waldes(20.3.2013) Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung hat im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) erstmals mittels einer einheitlichen Erhebungsmethode seltene Waldbaumarten in Deutschland erfassen lassen. Bei dieser Erhebung wurden zehn heimischen Baumarten bundesweit erfasst. Neben der Baumanzahl in den Beständen ist auch das Alter, die Vitalität der Bäume und das Ausmaß der Naturverjüngung registriert worden. In einzelnen Beständen ist zusätzlich die genetische Vielfalt ermittelt worden. Auf Basis dieser Daten konnten dann die einzelnen Bestände auch im Hinblick auf ihre „Erhaltungswürdigkeit“ und „Erhaltungsdringlichkeit“ bewertet werden. [ ...mehr ] ( Foto: Rainer Sturm / pixelio.de )

 

 

Natur- und Klimaschutz im Wald

Göttinger Forscher untersuchen ökologische Bedeutung von Naturwäldern im „Brockenurwald“


Totholz im Brockenurwald(4.3.2013) Alte und zerfallende Bäume im Wald spielen eine wichtige Rolle für Natur- und Klimaschutz. Das haben Wissenschaftler der Universität Göttingen anhand einer Studie im „Brockenurwald“ im Harz gezeigt. Die Forscher verglichen Waldstücke mit sehr alten und absterbenden Bäumen mit jüngeren Stadien, wie sie auch in bewirtschafteten Wäldern vorkommen. Die Ergebnisse der Untersuchungen belegen, wie wichtig es ist, ökonomisch wertlose alternde Bäume zu erhalten. [ ...mehr ]
(Foto: Ausserhofer/DSZ)

 

 

Verlust wertvoller Urwälder in den Karpaten

Anhand von Satellitenbildern Abholzungen naturnaher Wälder in Rumänien nachgewiesen


Abholzungen naturnaher Wälder in Rumänien nachgewiesen(22.1.2013) Der Gebirgszug der Karpaten stellt als „grüner Korridor“ die Verbindung zwischen Zentraleuropa und dem Schwarzen Meer dar. Er umfasst Osteuropas größte, gemäßigte Waldregion sowie einige der letzten europäischen Urwälder und ist damit ein Biodiversitäts-Hotspot in Europa. Mithilfe der Auswertung von Satellitendaten zeigen Jan Knorn, Patrick Hostert sowie Tobias Kümmerle vom Geographischen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus Tschechien, Rumänien und den USA, dass der Anteil von Naturwäldern in den Karpaten zurückgeht. [ ...mehr ]
(Foto: Geographisches Institut Humboldt-Universität/Berlin)

 

 

Forst: Schwere Zeiten für die Eichen

Erkrankungsschub im vergangenen Sommer beschert weiteren Rückschlag


Der Zustand der Eiche in unseren Wäldern hat sich weiter verschlechtert(17.1.2013) Der Zustand der Eiche in unseren Wäldern hat sich weiter verschlechtert. Dies geht aus einem aktuellen Bericht der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt hervor. Danach sind im vergangenen Sommer noch einmal deutlich mehr Bäume erkrankt. Sichtbar wird das an Blattvergilbungen, Blattverlusten, dem Absterben einzelner Kronenbereiche oder ganzer Bäume. Bereits seit dem Spätsommer 2011 weisen die Eichen gebietsweise massive Erkrankungssymptome auf. Seither spricht man von einem regelrechten Eichensterben, von dem auch die niedersächsischen Wälder betroffen sind. [ ...mehr ] (Foto: Maufi Lizenz: CC BY-SA 3.0)

 

 

Kalk kommt per Helikopter

Düngung aus der Luft dient der Gesunderhaltung der Bäume

Waldboden-Düngung aus der Luft dient der Gesunderhaltung der Bäume(26.09.2012) In diesen Tagen kreisen wieder die Hubschrauber über Niedersachsens Privatwälder. Sie versorgen ausgewählte Waldflächen aus der Luft mit Naturkalk. Laut Information der Landwirtschaftskammer Niedersachsen werden im Rahmen der sogenannten Bodenschutzkalkung in diesem Herbst rund 8.500 Hektar Wald überflogen und insgesamt 25.500 Tonnen Magnesiumkalk ausgebracht. [ ...mehr ] (Foto:Frank Ziebell )

 

 

 

Starke Wertverluste für Europas Waldflächen bis 2100 erwartet


Wald Klimawandel (24.09.2012) Der Klimawandel wird den wirtschaftlichen Wert der Waldfläche Europas bis ins Jahr 2100 um schätzungsweise 14 bis 50 % vermindern, erwartet ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Marc Hanewinkel von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL. Ohne wirksame Gegenmaßnahmen dürften die möglichen Einbußen mehrere hundert Milliarden Euro betragen. Dies zeigt die erste europaweite Studie zu den wirtschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald, die am 23. September 2012 in der Zeitschrift "Nature Climate Change" veröffentlicht wurde. [ ...mehr ] (Foto:WSL )

 

 

Gefährden aktuelle Forstschutzprobleme die Nachhaltigkeit?


Asiatischer EschenprachtkäferEine Reihe von Krankheiten und Schädlingen sowie das Wild gefährden die ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit der Wälder. Das Risiko sollte durch eine geeignete Baumarten- und Altersklassenmischung minimiert werden. In Gebieten mit höherem Risiko bietet sich eine verringerte Umtriebszeit an.
Großflächige Sturmschadensereignisse, aber auch Schädlinge und Krankheiten haben einen wesentlichen Einfluss auf die Stabilität der Wälder und können sowohl die ökonomische als auch die ökologische Nachhaltigkeit gefährden.
Nach Einschätzung internationaler Experten geht die größte Gefahr für die Nachhaltigkeit der Wälder von invasiven Schadorganismen aus, die außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes in neue Regionen verschleppt werden. In jüngster Vergangenheit haben derartige Einschleppungen weltweit stark zugenommen und zu enormen wirtschaftlichen sowie ökologischen Schäden geführt. Eine der Ursachen liegt in der Globalisierung des Handels bei gleichzeitigem Abbau der Handelshemmnisse, insbesondere der Kontrollen an den Grenzen. [ ....mehr ] (Foto:David Cappaert, Michigan State University, Bugwood.org)

 

 

„Gelbe Seiten“ der Waldpädagogik online

Waldpädagogen und Einrichtungen gesucht!

SDWSeit Ende Juni ist das neue Netzwerk www.in-den-wald.de der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, des Bund Deutscher Forstleute, der Deutschen Waldjugend und des Bundesverbandes der Natur- und Waldkindergärten online. Entstanden aus dem Internationalen Jahr der Wälder 2011, soll das Netzwerk als „Gelbe Seiten“ der Waldpädagogik allen Interessierten die Möglichkeit bieten, nach waldpädagogischen Aktivitäten und Ansprechpartnern vor Ort zu suchen. [ ...mehr ]
(Foto: Galen, Graal Müritz )

 

 

 

Raupe »Nimmersatt« und der Waldschutz

LWF-aktuell 88 zum Thema »Waldschutz« erschienen


Raupe NimmersattIn manchen Regionen Mittel- und Unterfrankens setzt sie den Eichen seit ein paar Jahren gehörig zu: Gemeint ist die Raupe des Eichenprozessionsspinners und die mit ihr verbündeten, nicht weniger gefräßigen Raupen von Eichenwickler, Schwammspinner und Frostspanner. Waldschutzexperten der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) beobachten seit 2009 mit Sorge, wie diese Schmetterlinge bisher vital und gesund erscheinende Eichen zu Fall bringen können.

Aber nicht nur der Eichenprozessionsspinner und seine Verbündeten sind aktuelle Waldschutzthemen, mit denen sich das neu erschienen LWF aktuell befasst. Große Sorgen bereitet den Waldschützern auch ein gerade mal drei Millimeter kleiner Pilz mit dem unscheinbaren Namen »Falsches weißes Stengelbecherchen«, der verantwortlich ist für das »Eschentriebsterben«. Dieser Pilz befällt Eschen jeden Alters, und bei mehrjähriger Neuinfektion muss mit erheblichen Ausfällen gerechnet werden. Mittlerweile ist der forstliche Eschenanbau in ganz Deutschland fast völlig zum Erliegen gekommen. Dabei ist die Esche eine Baumart, auf die die Förster wegen des Klimawandels große Hoffnungen setzen. Und mit einer Blattwespenart aus Asien hat in Bayern ein neuer Schädling unserer heimischen Ulmen Fuß fassen können. Die Blattwespe mit dem schwerfälligen Namen »Asiatische Ulmenbürstenhornblattwespe« wurde von der Europäischen Pflanzenschutzorganisation EPPO als invasive Art eingestuft.
Auch mit dem im Februar dieses Jahres erschienenen neuen deutschen Pflanzenschutzgesetz beschäftigt sich das Waldschutzheft. So wurden die gesetzlichen Anforderungen in manchen Teilbereichen zum Teil deutlich angehoben. Wichtige Änderungen betreffen die Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln, ihre Ausbringung aus der Luft und der Nachweis der Sachkunde für die Anwender von Pflanzenschutzmitteln.
Das LWF aktuell Nr. 88 kann zum Einzelpreis von 5.- Euro über den Bestell-service der LWF bezogen werden (bestellung@lwf.bayern.de).

 

 

 

 

Brandenburgische waldpädagogische „Baumriesen-Aktion“


Veteran Das große öffentliche Interesse an den bisherigen zwölf „Spitzenbaum-Aktionen“ nimmt der Landesverband Brandenburg e.V. der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) in Kooperation mit dem Landesbetrieb Forst Brandenburg erneut zum Anlass, auch für 2012 zur Suche nach dem „höchsten Baum des Jahres“ aufzurufen: diesmal wurde Brandenburgs höchste Europäische Lärche (Larix decidua) zur Fahndung ausgeschrieben.
Übrigens, wie wäre es eine solchen Waldpädagogik-Aktion einmal für ganz Deutschland durchzuführen? Die brandenburgischen Waldfreunde wenden sich mit ihrem Aufruf in diesem Jahr wiederum ganz besonders an die Schulen und Lehrer. Diese werden gebeten, die „Fahndung nach dem Spitzenbaum des Jahres“ wenn möglich zu praxisnahem Unterricht im „Grünen Klassenzimmer“, zu Exkursionen, Projekten, Ganztagsschul- oder AG-Arbeit zu nutzen, weil: im Wald kann Mathematik („Försterdreieck“ bilden!), Biologie, Geschichte, Erdkunde ... auf solche Weise zu einer für alle Seiten spannenderen und nachhaltigeren Sache werden.

Zwischenzeitlich liegt das Ergebnis der Suche vor: Der höchste Brandenburger Baum des Jahres 2012 ist eine Lärche aus dem Privatwaldrevier Brüsenwalde in der Uckermark.

Der vom Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde mit modernster Lasertechnik vermessene Baum weist eine Höhe von 45,6 Metern auf. Er ist 232 Jahre alt und sein Volumen beträgt 38 Kubikmeter. Der Riese hat einen so genannten Brusthöhendurchmesser von 151 Zentimetern und einen Umfang von rund 4,85 Metern.

(Foto:Ingrid Ruthe / pixelio.de)

 

Bäume in «Multi-Kulti»-Wäldern wachsen schneller
In einer Studie mit einem neuartigen Ansatz nachgewiesen


http://www.arboristik.de Bäume in Wäldern mit einer höheren Biodiversität wachsen schneller. Dies hat die Professur Waldökologie in einer Studie mit einem neuartigen Ansatz nachgewiesen. Was auf den ersten Blick einleuchtend klingen mag, ist das Resultat jahrelanger Arbeit. In den Wald gehen muss man dafür erstaunlicherweise nicht.
Seit vielen Jahrzehnten wird in der Forstwissenschaft vermutet, dass gut durchmischte Wälder mit vielen Baumarten ein grösseres Baumwachstum – im Fachjargon höhere Produktivität genannt – aufweisen. Problem: Niemand konnte diese Hypothese bisher belegen, denn die dazu nötigen Experimente wären zu aufwändig: Um aussagekräftige Resultate zu bekommen, müsste man hunderttausende Bäume pflanzen und über viele Jahrzehnte beobachten. [ ...mehr ]
(Foto:Peter Brang / WSL)

 

Unterstützung für „Lebendigen Buchenwald“


Pflanzung (Bonn) Im Godesberger Stadtwald werden 4.000 junge Buchen unter alte Fichten gepflanzt – Deutsche Umwelthilfe und Telekom Deutschland unterstützen Biodiversitäts-Projekt der Stadt Bonn mit gemeinsamem Naturschutzfonds „Lebendige Wälder“
Die städtischen Forstmitarbeiter rund um Stadtförster Sebastian Korintenberg waren in den vergangenen Wochen schon fleißig und pflanzten 3.000 junge Buchen. Jetzt (Donnerstag, 15. März) bekamen die Forstleute noch einmal Verstärkung: Gemeinsam mit rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutschen Telekom wurden im Godesberger Stadtwald weitere 1.000 Buchen gesetzt. Die Telekom Deutschland und die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) haben das nachhaltige Bonner Waldprojekt als förderwürdig ausgewählt. Im Rahmen des Naturschutzfonds „Lebendige Wälder“ stellt die gemeinsame Initiative dem Amt für Stadtgrün 4.000 junge Buchen zur Verfügung, um die Artenvielfalt in der Region zu fördern. Die Buche galt in Mitteleuropa lange als „Mutter des Waldes“, wurde aber von Menschenhand durch die schneller wachsende, aber auch für Schädlinge anfälligere Fichte ersetzt. (Foto:DUH/Telekom)

 

Alte Buchenwälder in Deutschland sind Weltnaturerbe


http://www.arboristik.de Buchenwald Fünf Buchenwaldgebiete in Deutschland wurden am 25. Juni 2011 in die Liste des Welterbes aufgenommen: der Grumsiner Forst in Brandenburg, der Nationalpark Kellerwald-Edersee in Hessen, der Nationalpark Jasmund und der Serrahner Buchenwald im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern und der Nationalpark Hainich in Thüringen. Die fünf deutschen Buchenwaldgebiete sind Teil der grenzüberschreitenden Naturerbestätte "Buchenurwälder in den Karpaten und alte Buchenwälder in Deutschland". [ ...mehr ]
(Foto: Rainer Sturm/pixelio.de)

 

 

 

 

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