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Ein langes Baumleben geht zu Ende

....noch aber ist Leben im „Hüter des Feldes“

Rasierpinselbaum 2016
Foto: Horst Jürgen Schunk

 

(10.5.2016) Auch in diesem Jahr hat der uralte „Rasierpinselbaum“, auch „Hüter des Feldes“ genannt, bei Nedensdorf im Landkreis Lichtenfels, seine frischen Blätter hervor gebracht. Zwar nur in einem Teilbereich der Krone. Doch bei 1000 Jahre dürfen kahle Stellen schon einmal sein. Es ist weiterhin noch Leben in dieser uralten Eiche mit der so langen Vergangenheit.

Der imposante Baum gehört neben der Bavaria-Buche zweifelsohne zu den interessantesten Naturdenkmälern Bayerns. Der auf ein Alter von über tausend Jahren geschätzte Baum, im Volksmund „Rasierpinselbaum“ oder „Hüter des Feldes“ genannt, stirbt dennoch langsam ab. Im Jahr 2012 wurde eine Pilzerkrankung am Blattwerk Baumveteran Baumveteran, Naturdenkmal festgestellt, davon konnte sich der Baumveteran nicht mehr erholen. Eine Hälfte der geköpften, innen völlig hohlen Eiche bei Nedensdorf im Landkreis Lichtenfels besitzt seit diesem Jahr keine Blätter mehr, siehe Foto (links) vom 9. Juni 2013. Nach über tausend Jahren geht nun ein beachtliches Baumleben langsam zu Ende. Der oberfränkischen Landschaft wird dieses Naturdenkmal sicherlich fehlen.

Der Baum, bis zum Pilzbefall vor einem Jahr noch völlig grün, steht in einer Wiese bei Nedensdorf (etwa 500 Meter südlich der Abzweigung der Ortsverbind-ungsstraße Gleußen nach Bad Staffelstein), unterhalb des Klosters Banz im Landkreis Lichtenfeld, Ober-franken. Die Silhouette gleicht aus der Ferne der einer Kopfweide. Erst aus der Nähe betrachtet erweist sich der Baum als eine Stieleiche.

 


Baumveteran Der Hüter des Feldes ist einer der wenigen uralten Eichenveteranen Bayerns und steht inmitten der Felder nahe Lichtenfels in Oberfranken. Das Alter des Baumes wird auf über eintausend Jahre geschätzt. Im Jahr 2011 hatte der Stamm auf 1,3 Meter, der Höhe des Brusthöhendurchmessers (BHD), einen Umfang von 6,14 Metern.
Da der Stamm völlig hohl ist und er nicht unter der Last der Krone auseinanderbricht, wurde er im April 2008 durch die Obere Naturschutzbehörde der Regierung von Oberfranken baumpflegerisch behandelt. Leider hat die Obere Naturschutzbehörde eine darüber hinausgehende bestandserhaltene Sanierung mit der Begründung: "...man müsse auch so einen Baum sterben lassen dürfen..." abgelehnt.

 

 

Martin Luther sucht Schutz unter dem Baum Filmszene Luther Am Rande notiert: In der ersten Szene des Kinofilms Luther (2003) ist der Baumveteran zu sehen. Der junge Martin Luther sucht unter ihm während eines Gewitters Schutz.


Seit mehr als 10 Jahren begleitet Horst Jürgen Schunk aus Coburg diesen Baum mit seiner Kamera und das Ergebnis sind beeindruckende Aufnahmen eines alten Baumreckens.
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Fotos: © Horst Jürgen Schunk
Screenshot Filmszene: ks/redaktion

 

 

 

 

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Der "Rasierpinselbaum"
oder
"Hüter des Feldes"

 
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Baumveteran
Naturdenkmal Rasierpinselbaum
Eiche Naturdenkmal
Naturdenkmal "Hüter des Feldes"
Alle Fotos: © Horst Jürgen Schunk


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