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Nachhaltige Weihnachtsbäume im Topf

Die Tanne trotzt dem Klimawandel


Die Tanne trotz dem Klimawandel.
Foto: Pixabay / Pixabay License

 

(20.12.2019) Mit den schönen Tannen holen wir uns zu Weihnachten ein Stück Natur, den Duft des Waldes und bunte Kindheitserinnerungen in die Wohnzimmer. Ohne Weihnachtsbäume sind die Festlichkeiten hierzulande schlicht undenkbar. Dabei haben die nadeligen Gehölze so viel mehr zu bieten. In den oft grauen Wintertagen sind die immergrünen Bäume in Wald und Garten eine Wohltat fürs Auge, sie produzieren Sauerstoff und bieten Tieren Unterschlupf.

 

Baumschuler Dietmar Pick aus Zorneding ist von Tannen sehr angetan: „Tannen kommen mit dem Klimawandel noch recht gut klar. Durch ihre tiefen Pfahlwurzeln sind sie fest im Boden verankert und können sich so auch aus tieferliegenden Erdschichten mit dem nötigen Wasser versorgen.“ Hitze und Trockenheit überstehen sie damit oft besser als viele andere Gewächse. Auch heftige Frosttage machen ihnen wenig aus. Stehen Tannen am Waldrand, bilden sie dort einen natürlichen Schutzwall und schirmen die anderen Waldbewohner von großer Hitze, starker Sonneneinstrahlung und starken Winden ab. Sie beanspruchen allerdings viel Platz. Ausgewachsen können sie bis zu 40-50 Meter hoch werden. Dürfen sie alt werden, können sie ein Alter von bis zu 500 Jahren erreichen.

 

Damit nicht Jahr für Jahr über 25 Millionen vor allem Tannen und Fichten als Weihnachtsbäume gekauft und kurze Zeit später einfach weggeworfen werden, hat sich die Baumschulbranche einiges einfallen lassen. So können Weihnachtsbäume seit einigen Jahren auch im Topf gekauft und später im Garten oder im Wald wieder eingepflanzt werden. Damit das auch wirklich funktioniert, sollte allerdings einiges beachtet werden. Da beim ersten Umpflanzen in die Töpfe die Faserwurzeln der Bäume zwangsläufig gelitten haben, brauchen die Tannen besondere Achtsamkeit. So sollten nach dem Fest die ehemaligen Weihnachtsbäume nicht direkt aus der warmen Stube in den kalten Garten gebracht werden. Für eine Übergangszeit von einigen Tagen eignen sich z.B. Garagen besonders gut. Aber auch auf einem Balkon kann man die Pflanzen gut an die tieferen Temperaturen gewöhnen, indem man sie z.B. in eine geschützte Ecke stellt und so vor Kälte und Wind bewahrt. Mit einer Vliesabdeckung sollte man zurückhaltend sein, hier werden die Nadeln oft einfach braun. Empfehlenswert ist dagegen ein Umtopfen in einen größeren Topf mit guter Bodenvorbereitung und etwas Dünger. So können sich die Wurzeln ausbreiten und sind durch mehr Erde auch von unten besser vor Kälte geschützt. Immens wichtig ist, das regelmäßige Gießen nicht zu vergessen, denn immergrüne Pflanzen verdunsten auch im Winter eine beträchtliche Feuchtigkeitsmenge. Beachtet man diese Regeln, stehen die Chancen gut, dass aus einem Weihnachtsbaum wieder ein „normaler“ Containerbaum wird.

 

Noch nachhaltiger und umweltfreundlicher sind die direkt im Topf gewachsenen Weihnachtsbäume, denn hier sind die Wurzeln der Pflanzen meist unversehrt. Die Schwaneland Gartenbaumschule Zorneding bei München zieht Nordmanntannen gleich vom Samen an im Topf groß. „Wir als kleine Baumschule wollten ein Zeichen setzen, denn eine intakte Natur ist mir einfach ein Herzensanliegen.“ betont Geschäftsführer Dietmar Pick. Nach dem Weihnachtsfest holt die Baumschule die Bäume wieder ab und pflegt sie in Kaltgewächshäusern bzw. im Freien bis zur nächsten Weihnachtszeit. Gekaufte Weihnachtsbäume bekommen auf Wunsch ein Namensschild und können im Jahr darauf wieder an die Besitzer ausgeliefert werden. Nach insgesamt ca. 3-4 Jahren sind sie mit bis zu 2,50 Meter zu groß für die weihnachtliche Stube und werden entweder im eigenen Garten oder aber in einem passenden Waldstück fachgerecht gepflanzt.
(BdB)

 


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