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Eine große Kanne für den Stadtbaum!

Hitze verlangt Hilfe der Bevölkerung

Straßenbaum
Foto: pixabay / CC0 1.0

 

(26.6.2018) Unsere Stadtbäume haben kein leichtes Leben. Sie kämpfen mit den Schadstoffen aus der Luft, mit zu kleinen Pflanzflächen mit wenig Raum für Wurzeln, mit Salzeinsatz im Winter und mit Verletzungen durch Bauarbeiten oder Unfälle.

 


Jetzt erhöht der Klimawandel die bereits um drei Grad höheren Temperaturen in der Stadt um weitere Grade und erhöht den Trockenstress der Straßenbäume zusätzlich. Das heißt, die Bäume verdunsten mehr als sie aus dem Boden nachziehen können.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) fordert deshalb die Bevölkerung auf, gerade in Hitzeperioden den Stadtbäumen durch Extra-Kannen Wasser das Überleben zu sichern. Je nach Größe des Baumes benötigt ein Straßenbaum täglich zwischen 9 bis 14 Liter. Bäume haben den größten Einfluss auf das urbane Mikroklima. Ein ausgewachsener Laubbaum verdunstet an einem heißen Sommertag bis zu 400 Liter Wasser und kühlt somit seine Umgebung ab. Außerdem sind sie effektive Schattenspender: Mit gerade einmal 15 Meter Kronendurchmesser schafft es ein einziger Laubbaum, eine Fläche von 160 m² mit seinem Schatten zu kühlen.

In Zeiten des Klimawandels mit steigender Hitzebelastung in den Stadtzentren sind Stadtbäume und innerstädtische Grünflächen als natürliche Klimaanlagen überlebensnotwendig für die Bevölkerung. In den letzten Jahren waren die Sommermonate durch immer neue Hitzerekorde gekennzeichnet. Der April dieses Jahres war nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881.

Hintergrundinfos zu Stadtbäumen:

Häufigste Straßenbäume in Deutschland (2014)
24 % Linde
15 % Ahorn
9% Eiche
6 % Platane
4 % Rosskastanie

Bäume in Großstädten:
Berlin hat 438.000 Straßenbäume, davon 35 % Linden, 20 % Ahorne, 9 % Eiche und 6 % Platane.
Hamburg hat fast 250.000 Stadtbäume. Die häufigste Gattung ist die Linde, dicht gefolgt von der Eiche. Gemeinsam machen beide Gattungen mit über 100.000 Bäumen 45 % des Straßenbaumbestands aus.

Straßenbäume pro 1.000 Einwohner
(2014)
Heilbronn 198
Münster 173
Hamburg 132
Bremen 124
Berlin 123
Leipzig 111
Köln 69

Neuanpflanzungen:
Fachleute favorisieren für die Zukunft aufgrund der extremeren Klimabedingungen auch bisher nicht häufig gepflanzte Baumarten. Erste Untersuchungen zeigen, dass sie auch in der Lage sind, der einheimischen Insektenwelt ein Zuhause zu geben: Amberbaum, Baumhasel, Baummagnolie, Blumenesche, Buche, Edelkastanie, Eiche, Feldahorn, Ginkgo, Gleditschie, Hainbuche, Hopfenbuche, Japanische Zelkove, Judasbaum, Lederhülsenbaum, Linde, Schnurbaum, Tulpenbaum, Zierapfel oder Zierkirsche
Stadtbäume altern schneller Die Bäume in der Stadt haben Wärmestress, weil in der Stadt höhere Temperaturen von drei bis fünf Grad sind. Weil der Baum mehr verdunsten muss, aber er durch die Bodenversiegelung nicht mehr Wasser bekommt, hat er gleichzeitig Trockenstress .Dazu kommen extrem dichter Boden, kein Platz für ein großes Wurzelwerk, neue Schädlinge durch den Klimawandel. An den Straßen werden Bäume oft nur 60 Jahre alt, in Parkanlagen werden auch 200 Jahre erreicht.


Pflegeintensität:
Die Pflegeintervalle der Bäume verlängern sich mit fortschreitendem Alter der Pflanzen. Jungbäume müssen alle drei bis fünf, ältere Exemplare nur etwa alle acht bis zehn Jahre sorgfältig geschnitten werden. Der Mittelwert für die Kosten der Pflege jedes Baumes beträgt dabei rund 50 Euro pro Jahr.
(sdw)

 

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