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Gehölze mit Nährwert

Schöne Blüten, leckere Früchte, tolle Herbstfärbung

Die Früchte der Kornelkirsche (Cornus mas) sind wunderhübsch und ergeben einen leckeren Kompott
Früchte der Kornelkirsche (Cornus mas). Foto: GMH/GBV

 

(25.3.2018) Kirschbaum, Pflaumenbaum, Apfelbaum, Birnbaum – früher lautete die Frage nicht, welche Obstarten im Garten wachsen sollen, sondern, wie viele Bäume von jeder Art. Im Zeitalter des Reihen-hausgartens hat sich das grundlegend geändert. Je kleiner der Garten, desto besser will überlegt sein, welche Gehölze darin einen Platz bekommen. Obstbäume stehen oft gar nicht erst zur Diskussion, und das, obwohl Früchte aus eigenem Anbau bei vielen Gartenfans ganz oben auf der Wunschliste stehen.


Aromatische Früchte können heute auch im kleinsten Garten geerntet werden, ja sogar in Kübeln auf dem Balkon lassen sich Apfel, Zwetschge und Pfirsich ziehen, denn von den gängigen Obstarten sind längst auch Zwerg- oder Säulenformen erhältlich. In der Baumschule Ihres Vertrauens berät man Sie gerne zur Sortenwahl und hat auch gleich die passenden Tipps zu Pflege und Schnitt parat. Zum kompletten Selbstversorger wird man mit zwei, drei Bäumchen vielleicht nicht gleich, aber dafür darf man sich erst über duftende weiße bis rosarote Blüten und danach über intensive Geschmackserlebnisse freuen.

 

Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii)
Die Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) liefert köstliche Beeren und gedeiht sogar im Kübel auf dem Balkon. Foto: GMH/GBV

Platzsparend: Obstgehölze im Mini-Format


Das gilt nicht nur für sonnige Gärten! Während die meisten Obstgehölze volle Sonne lieben, freuen sich Heidelbeeren ausdrücklich über ein Plätzchen im Halbschatten und selbst im vollen Schatten muss man nicht gänzlich auf Früchte verzichten. Von der ertragreichen Amerikanischen oder Kultur-Heidelbeere (Vaccinium corymbosum) stehen viele Sorten zur Wahl. Weniger und kleinere, dafür aber besonders leckere Früchte trägt die auch in unseren Wäldern heimische Blaubeere (Vaccinium myrtillus). Beide Arten glänzen zudem durch attraktive weiße Blüten und eine wunderschöne, leuchtend rote Herbstfärbung.

 

Viele Menschen haben vielleicht noch nie von Schlehe (Prunus spinosa) und Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) gehört. Aber bewundert hat sie mit Sicherheit jeder schon einmal, wenn sie sich im Frühjahr in duftende weiße Blütenwolken hüllen – und sei es nur entlang der Autobahn, wo die Wildobstgehölze ihr robustes Wesen unter Beweis stellen. Im Garten schätzt man sie zudem, weil sie auch ohne Schnitt einen harmonischen Wuchs aufweisen und bei Vögeln wie Menschen beliebte Früchte tragen. Die der Schlehe werden nach dem ersten Frost geerntet und zu süßem Kompott, Gelee oder Likör verarbeitet.

 

Attraktiv und gesund: Wildobst


Die Früchte der sogar im Kübel prächtig gedeihenden Kupfer-Felsenbirne können direkt vom Strauch in den Mund wandern und sind so lecker, dass man sich in steter Konkurrenz zur Vogelwelt befindet. Auch bei der im Frühling in strahlendem Gelb erblühenden Kornelkirsche (Cornus mas) muss man sich entscheiden, ob man die rot glänzenden Früchte selbst ernten oder sie großzügig Kleiber, Dompfaff, Haselmaus und Co. überlassen möchte. Dass es sich lohnt, sie zu allerlei Köstlichkeiten zu verarbeiten, steht außer Frage. Wie die Kupfer-Felsenbirne begeistert die Kornelkirsche darüber hinaus mit einer feurigen Herbstfärbung.

 

Tipp: Wer den Blütenschmuck oder die Herbstfärbung verschiedenen Gehölze vergleichen, die süßen Früchte der Kupfer-Felsenbirne kosten oder sich über weitere Wildobstarten informieren möchte, ist bei einem regionalen Fachbetrieb an der richtigen Adresse. Eine Postleitzahlsuche und nähere Informationen finden Sie im Internet unter → www.gartenbaumschulen.com und → www.ihre-gaertnerei.de.
(GMH/GBV)


 

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