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Wenn die Bäume keine Blätter tragen...

Was macht ein Landschaftsgärtner eigentlich im Winter?

 

Wenn die Bäume keine Blätter tragen...
Foto: pixabay.com / CC0 1.0

 

(22.1.2017) Wer im Büro arbeitet, dessen Tätigkeiten hängen wenig von den wechselnden Jahreszeiten ab. Bei Berufen, die täglich draußen ausgeübt werden, ist das anders. Viele junge Menschen finden es sogar besonders interessant, meist an der frischen Luft und an immer neuen Orten zu arbeiten. „Jeden Tag im Büro – das ist mir zu langweilig. Ich will am Abend sehen, was ich getan habe“, hört man immer wieder, wenn man mit Auszubildenden spricht, die sich für den Beruf „Gärtnerin oder Gärtner in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau“ entschieden haben.

 

Gehölzkunde
In der kalten Jahreszeit haben Landschaftsgärtner-Auszubildende Zeit, ihr Pflanzenwissen zu vertiefen. Foto: BGL
 
wartung
Für GaLaBau-Betriebe steht im Winter auch die Pflege der Maschinen und Ausrüstung im Fokus. Foto: BGL
 
Boden
Landschaftsgärtner wissen: Nicht nur in nasskalter Jahreszeit sollten keine Spuren hinterlassen werden, ein sorgsamer Umgang mit dem Boden ist ein Muss. Foto: BGL

Das Tätigkeitsspektrum reicht hier von der Pflanzenpflege bis zum Bau von Terrassen, Mauern und Wegen. Doch was passiert in der kalten Jahreszeit? Wind, Regen, Eis und Schnee – schlechte Witterungsbedingungen schränken jetzt im Winter das Arbeiten im Freien stark ein. „Deshalb nutzen viele Ausbildungsbetriebe diese ruhige Jahreszeit für die Erweiterung und Vertiefung der Lehrinhalte“, erklärt Thomas Wiemer, Referent für Nachwuchswerbung und Weiterbildung vom Ausbildungsförderwerk Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (AuGaLa). „Das können zum Beispiel Lehrgänge sein, in denen die Nachwuchskräfte lernen, wie man mit (neuen) Maschinen umgeht, Motorsägen, Holzhäcksler oder Erdbaumaschinen fachgerecht bedient.“

 

Gehölze ohne Blätter erkennen

 

Aber auch das Wissen über Pflanzen ist ein Schwerpunkt dieser Ausbildung. Das fängt schon bei der Bestimmung an. „Landschaftsgärtner müssen auch dann erkennen, um welche Gattung es sich handelt, wenn Bäume und Sträucher im Winter keine Blätter tragen“, so Referent Wiemer. „Die Auszubildenden lernen die Eigenschaften von Stauden und Gehölzen kennen, damit sie wissen, an welchem Standort und unter welchen Bedingungen sie sich gut entwickeln und wie sie fachgerecht gepflegt werden.“ Diese Kenntnisse werden sowohl im Betrieb vom Ausbilder als auch in der Berufsschule vermittelt. Außerdem bietet das AuGaLa Lehrgänge an, die ein breites Themenspektrum beinhalten – von Flächenvermessung und Pflanzenschutz bis zu Materialkunde und Maßnahmen zur Unfallverhütung.

 

Bodenqualität erhalten

 

Im Winter fallen wenig Pflegearbeiten an. Rasenflächen müssen nicht gemäht werden und die Pflanzen brauchen während der Winterruhe auch keine Düngung. Dennoch: Solange das Wetter mitspielt, können Pflanzungen und Baumaßnahmen durchgeführt werden. Ist der Boden jedoch gefroren oder vom anhaltend nasskalten Klima aufgeweicht, verzichten die Landschaftsgärtner sogar darauf. Denn dies könnte zur Verdichtung des Bodens führen und dem Garten schaden. Auch ein sorgsamer Umgang mit dem Boden gehört zu einer professionellen Landschaftsgestaltung und -pflege.

 

Gärten, Grünflächen, Dächer und Fassaden

 

Bei extremen Wetterkapriolen müssen Auszubildende nicht fürchten, Wind und Kälte ausgeliefert zu sein. In aller Regel greift dann eine Schlechtwetterregelung. Insgesamt ist der Winter eher eine ruhige Zeit, in der Betriebe, sich zum Beispiel der Pflege ihrer Maschinen und Ausrüstung widmen. Daneben werden Aufträge für das kommende Frühjahr bis Herbst geplant. Landschaftsgärtner erleben man viele unterschiedliche Einsatzorte: private Gärten, öffentliche Grünflächen, Firmengärten, aber auch begrünte Dächer und Fassaden. „Schülerinnen und Schüler, die sich für den Beruf des Landschaftsgärtners interessieren, sind herzlich eingeladen, sich in einem Betrieb in ihrer Umgebung ein eigenes Bild zu machen. Wer sich jetzt bewirbt, kann schon im Frühling zum Beispiel in den Osterferien ein Praktikum absolvieren“, rät Referent Wiemer. „Dann gibt es auch wieder jede Menge zu tun und man bekommt einen guten Eindruck, wie der abwechslungsreiche Ausbildungsalltag aussieht.“

 

Vom vielfältigen Berufsbild bis zu aktuellen Events, von kostenlosen Broschüren bis zu Videos: Informationen rund um den Beruf des Landschaftsgärtners bietet die Internetplattform → www.landschaftsgaertner.com – inklusive einer Praktikums- und Ausbildungsbörse sowie der Möglichkeit, regional Ausbildungsbetriebe in ganz Deutschland zu finden. Und natürlich sind die Landschaftsgärtner auch in den sozialen Medien frei zugänglich und nahezu tagesaktuell mit interessanten Themen zu finden → www.facebook.com/dielandschaftsgaertner.

(BGL)

 

 

 

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