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Flechten und Algen an Gehölzen

Beläge sind keine Krankheitserreger

 

Flechten und Algen an Gehölzen
Foto: pixabay / CC0 1.0

 

(18.1.2019) Insbesondere an der Wetterseite von Gehölzen sind oft Flechten und Algen, teils fleckenartig oder als großflächige Beläge zu finden. Gartenbesitzer sind beunruhigt, dass dadurch Schäden an Bäumen und Sträuchern entstehen, die bekämpft werden müssten.


Flechten- und Algenbesatz an Gehölzen werden von einem Mikroklima mit hoher Luftfeuchte begünstigt. Aber es sind keine eigentlichen Schmarotzer, da sie auf der Rinde nur an der Oberfläche aufsitzen und ihre Nährstoffe und Wasser aus der Luft aufnehmen. Sie gelten sogar als Anzeichen für geringe Luftverunreinigungen.

 

Flechten

 

Gewöhnliche Gelbflechte, Xanthoria parietina
Gewöhnliche Gelbflechte (Xanthoria parietina).
Foto: pixabay / CC0 1.0

Flechten entstehen aus einer Symbiose von Algen und Pil-

zen. Dabei nehmen die Pilze Wasser und Nährstoffe direkt aus der Luft auf, und die Algen versorgen die Pilze mit zu-

ckerhaltigen Verbindungen, die diese selbst nicht produ-

zieren können. Flechten bilden verschiedene moosartige, grünliche, braune oder gelbliche Beläge auf Stämmen, Ästen und Zweigen. Diese haben allgemein keinen direkten Einfluss auf die Bäume. Ein indirekter Einfluss besteht nur bei üppigem Besatz darin, dass durch sie Regen- und Taufeuchtigkeit länger an den Bäumen verbleiben kann und Schädlingen, aber auch Nützlingen Unterschlupf gewährt wird. Wenn allerdings Triebspitzen, das Fruchtholz oder die Knospen insbesondere bei Obstbäumen von Flechten überwuchert werden, kann der Fruchtansatz gemindert werden. Auch bei Ziersträuchern können in diesem Fall Beeinträchtigungen auftreten. Dies ist in letzter Zeit beispielsweise häufiger an Berberitzen beobachtet worden.

 

Algen

 

Rotbraune Fadenalge
Rotbraune Fadenalge. Trentepohlia umbrina (Kützing) Bornet. Foto: Mgr. František ŠARŽÍK / CC-BY 3.0

Grüne Beläge auf der Rinde, aber auch auf den Blattflä-

chen, beispielsweise von Rhododendren, werden durch verschiedene Grünalgenarten verursacht. Sie sind vor allem bei einem Mikroklima mit hoher Luftfeuchte und nach läng-

eren regnerischen Perioden zu finden. Sie sind im Gegen-

satz zu Pilzen durch das Chlorophyll zur Photosynthese in der Lage. In letzter Zeit sind an vielen Gehölzen auffällige rötliche bis rostbraune Verfärbungen der Rinde von Obst- und anderen Laubgehölzen beobachtet worden. Hierbei handelt es sich ebenfalls um Grünalgenarten, die einen braunen Farbstoff eingelagert haben. Es tritt hier vor allem die Rotbraune Fadenalge (Trentepohlia umbrina) auf.
Da die Grünalgen nur oberflächlich auf der „Unterlage“ aufliegen ist keine Schädigung der Gehölze zu erwarten. Lediglich bei wiederholtem starken Auftreten auf den Blättern immergrüner Pflanzen wie Rhododendron kann eine Behinderung der Assimilation auftreten.

 

Gegenmaßnahmen

 

Allgemein sind keine speziellen Gegenmaßnahmen erforderlich. Man kann der Algen- und Flechtenbildung entgegenwirken, indem die Anpflanzungen nicht so dicht durchgeführt und die Gehölze regelmäßig ausgelichtet werden. So wird erreicht, dass der Wind leichter durch den Garten streifen kann und die Pflanzen dann besser abtrocknen. Bei starkem Auftreten können allerdings Algen, Flechten und lockere Rindenteile vom Stamm und den Gehölzteilen, die erreichbar sind, mit einer Drahtbürste abgekratzt werden.

(Quelle: IVA-Magazin / iva.de)


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