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Feuerwerk an Farben

Bäume und Sträucher erfreuen uns im Herbst mit ihrem farbigen Blätterkleid

 

herbstlaub

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[20.10.2013) Von Grün über Gelb, Ocker, Rot bis Braun - jetzt ist es in der Natur richtig bunt, denn der Herbst färbt die Blätter der Bäume. Wie kommt diese Farbenpracht zustande? Die grüne Farbe der Blätter wird durch das Zusammenspiel verschiedener Blattfarbstoffe verursacht. Im Sommer werden die gelben bis rötlichen Farbstoffe, wie Carotine, Xanthophylle und Anthocyane, durch das grüne Chlorophyll überlagert. Im Herbst wird das Chlorophyll in den Blättern abgebaut, die Bestandteile wandern in die Äste und den Stamm, wo sie gespeichert werden.
Die gelb-roten Farbstoffe bleiben zurück und geben den Blättern ihre Farbe. Doch damit nicht genug: In den absterbenden Blättern werden durch chemische Umwandlungsprozesse verstärkt Anthocyane gebildet, die den Zellsaft sogar tiefrot färben können. Zusammen mit den noch grünen Blättern und den vielen Übergängen zwischen Gelb und Rot bietet sich dem Auge im herbstlichen Wald ein wahres Feuerwerk an Farben.
Niedrige Nacht- und hohe Tagestemperaturen bei intensiver Einstrahlung führen zur Farbenpracht, die in Nordamerika und Kanada den Indian Summer mit der Gelbfärbung der Ahorne und Pappeln einläuten. Kürzere Tage und geringere Temperaturen führen in den Gehölzen zur Umwandlung von Stärke in Zucker. Dadurch wird die Frosthärte erhöht. Dieser Prozess wird durch kurze Trockenperioden verstärkt. Vor allem die Tageslänge ist als äußerer Faktor für den Blattfall wichtig. Weitere bedeutsame Auslöser sind Feuchtigkeit und Kälte. Starke Trockenheit kann den Fall der Blätter um mehrere Wochen vor verlegen.


Herbstlaub - Kompostieren, mulchen oder einfach liegenlassen


HerbstlaubBäume und Sträucher erfreuen uns im Herbst mit ihrem farbigen Blätterkleid. Doch was macht man bloß mit all dem Laub, das sich nun im eigenen Garten sammelt? Welchen Nutzen kann es für Pflanzen und Tiere haben? Geht man im Wald spazieren, sieht man schnell: Hier gedeiht eine Pflanzenvielfalt, gerade weil niemand das Laub wegfegt oder gar Unkraut jätet. Eine lockere Schicht aus verrottendem Material wird von Mikroorganismen und Kleintieren in Humus und Nährstoffe umgesetzt.
Wenn man das Herbstlaub aus dem eigenen Garten auf den Müll wirft, gehen dem natürlichen Kreislauf aus Wachstum und Vergehen viele Nährstoffe verloren. Die abgestorbenen Blätter von Bäumen und Sträuchern sind dagegen im Kompost ein sehr wertvoller Bestandteil und ergänzen sich mit anderem Grünabfall. Man kann sie gut in Jutesäcken lagern und im Frühjahr unter den ersten Rasenschnitt mischen. Dies beugt Fäulnis und Schimmel vor.

Anstatt das Laub fleißig zusammen zu fegen, kann man es in vielen Gartenbereichen auch ruhig liegen lassen. Oder man verteilt es gezielt als Winterschutz um frostempfindliche Pflanzen. Eine weitere Möglichkeit ist es, das Laub zu Mulch zu verarbeiten. Dazu sollte es etwa zwei Wochen ruhen. Dann den Laubmulch einfach auf dem Boden verteilen. Er ist besonders für Hecken, Zier- und Beerensträucher geeignet. Bei Eichen-, Walnuss- oder Kastanienlaub ist zu beachten, dass es sehr grob ist, langsamer verrottet und daher gehäckselt werden sollte. Weil die Blätter dieser Baumarten viele Gerbstoffe enthalten, sollten damit nur Pflanzen gemulcht werden, die einen sauren Boden brauchen, wie Azaleen, Rhododendren oder Heidelbeeren.
Vielleicht sucht ja auch ein Igel für seine Winterruhe Unterschlupf im Laubhaufen. In der kalten Jahreszeit bietet das Herbstlaub vielen Tierarten Schutz. Schmetterlingslarven, Regenwürmer, Spinnen, Käfer, Raupen und sogar Molche finden darin einen Rückzugsort.

 

 

 

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