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Weihnachtsbaumtipps vom Förster

Von der Lagerung über den Standort bis zum täglichen Gießen

 

Weihnachtsbaum
Foto: pixabay / CC0 1.0

 

(12.12.2018) Er gehört zu Weihnachten wie Lebkuchen, Gans und Kerzenschein: der Weihnachtsbaum. Aber welche Baumart wählen, wo das schöne Stück bis zum Fest zwischenlagern? Wohin damit im geschmückten Zimmer? Wie die verharzten Hände schnell und trotzdem pfleglich reinigen? Tipps und Tricks - Frisch vom Förster.

 

War früher die normale Fichte der beliebteste Weihnachtsbaum, ist dies heute die Nordmanntanne. Deren weichen, sattgrünen Nadeln pieksen nicht und halten lange am Baum. Aber auch Blaufichten, Edeltannen oder Kiefern finden noch immer den Weg in deutsche Wohnzimmer.

 

Welche Baumart ist nun die Richtige? Es kommt darauf an…

 

Die Nordmanntanne ist mit 75 % der mit Abstand beliebteste Baum. Dann folgt die Blaufichte mit 15 %, sonstige Fichten mit 7 % und die Edeltanne/Nobilistanne mit 3 %. (Zahlen 2017).

tannenzweigeDie saftig grüne Nadeln der Nordmanntanne sind weich und damit „gut“ für zarte Kinderhände – ein Tipp für junge Familien. Die Nobilistanne hat silbrig-blaue Nadeln, die ähnlich wie die Douglasie wunderbar nach Orange duften – ein Tipp für verwöhnte Nasen. Die Blaufichte (umgangssprachlich oft Blautanne genannt) überzeugt mit einem schönen Wuchs, verliert aber leider früh die spitzen Nadeln.
Wer wenig Weihnachtsbaumschmuck verwenden will, dem sei die heimische Kiefer empfohlen: Sie ist nur locker beastet, durch ihren hohen Harzanteil aber brandgefährlich! Die ebenfalls heimische Fichte ist der preisgünstigste und ökologisch unbedenklichste Baum.

 

Wo gibt es den frischesten Baum? Natürlich direkt beim Förster…

 

Am frischsten sind die Weihnachtsbäume direkt vom Förster. Wie frisch, das erkennt man am besten an der Schnittstelle - ist diese noch hell, so ist der Schnitt noch frisch. Bei älteren und schon dunkel verfärbten Schnittstellen empfiehlt es sich, den Baum frisch anzuschneiden.

 

Braucht der Weihnachtsbaum Pflege? Nichts, außer Wasser…

 

Am besten lagert man den vom Transportnetz befreiten Baum (Netz immer von unten nach oben aufschneiden) bis kurz vor dem Fest an einem dunklen, kühlen Ort, vorzugsweise ein Kellerraum oder die Garage bei etwa + 10 Grad in einem Eimer voll Wasser. Bevor das gute Stück ins Zimmer kommt, sollte man erneut am Stammanlauf eine zwei Zentimeter starke Scheibe absägen, um eine frische Schnittstelle zu schaffen.

Ein Standort möglichst weit weg von der Heizung und regelmäßiges Gießen hilft gegen Austrocknung und verlängert sein grünes Leben. Schließlich benötigt so ein Baum rund ½ Liter Wasser am Tag. Und: Dem Wasser Blumenfrisch zugeben.

 

Ist Baumharz an den Händen gefährlich? Nein, Bäume sind Naturprodukte…

 

Harz ist ein natürlicher Bestandteil des Nadelbaumes, wie seine Rinde oder seine Nadeln. Verharzte Hände kann man leicht mit Baby- oder anderen Pflegeölen sanft von der empfindlichen (Kinder)Haut entfernen. Wer Wachskerzen schmückt und anzündet, der hält am besten immer einen großen Wassereimer oder einen Feuerlöscher bereit und sollte den Baum nie unbeaufsichtigt lassen.

 

Nach dem Weihnachtsfest kann der vom Schmuck befreite Baum durch Kompostierung oder Verbrennen entsorgt werden. Es sei denn, jemand gehört zu jenen 5 Prozent Deutschen, die Jahr für Jahr einen Kunststoffweihnachtsbaum verwenden. Da reicht der Gang in den Keller zum entstauben und aufklappen – auf den wohlriechenden Duft waldfrischer Nadeln und balsamischen Harzes müssen Sie dann aber verzichten.
(red / ThüringenForst / sdw)

Foto: pixabay / CC0 1.0


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