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„Parlament der Bäume“ unter Denkmalschutz

Seit langem wurde Denkmalschutz für Ben Wagins grünes Mahnmal gefordert


Parlament der Bäume
Parlament der Bäume 2010. Foto: Blunt. / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0

 

(9.11.2017) Seit Jahren schon war von verschiedener Seite gefordert worden, das von dem Berliner Aktionskünstler Ben Wagin initiierte „Parlament der Bäume“ und das sich anschließende Mauer-Mahnmal des deutschen Bundestages unter Denkmalschutz zu stellen. Das Landesdenkmalamt Berlin hat nun am 06.11.2017 das „Parlament der Bäume“ und das Mauer-Mahnmal des deutschen Bundestages als Teil des Denkmalbereichs Berliner Mauer unter Schutz gestellt.

 

Parlament der Bäume 1991
Parlament der Bäume gegen Krieg und Gewalt, Berlin Reichstagsufer 1991.
Foto: Gerd Danigel / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Wagin richtete seit 1990 , zusammen mit seinem Verein „Baumpaten“, den Gedenkort auf einem Gelände des ehemaligen Todesstreifens am östlichen Ufer der Spree gegenüber dem Reichstagsgebäude in Berlin-Mitte ein. Dort arrangierte er Gedenksteine, Bilder, Plakate und Teile der Grenzsicherungsanlagen. Unterschiedliche Künstler bearbeiteten die Ausstellungsstücke. Dazu wurden Bäume und Blumen gepflanzt. Den Hintergrund der Installation bildeten L-förmige Mauersegmente der letzten Mauergeneration, auf denen die Jahreszahlen zwischen Mauerbau und Mauerfall gemalt waren mit der Anzahl der Maueropfer des jeweiligen Jahres. Auch andere Motive befinden sich auf den Rückwänden. Am 3. Oktober 1997 entzündete Wagin 999 Fackeln, die den Verlauf der Mauer nachbildeten.

 

Gesamtkonzept zur Erinnerung an die Berliner Mauer

 

Ben Wargin
Ben Wagin im Parlament der Bäume, 2016. Foto: André Rival / Wikimedia / CC BY-SA 4.0

Ende der 1990er Jahre wurde ein Abschnitt der von Ben Wagin gestalteten Mauer in das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus integriert. Das Gebäude gehört zum „Band des Bundes“, das über die Grenze hinweg Ost und West verbindet. Dieser Mauerabschnitt dient heute als öffentlich zugängliches Mauer-Mahnmal des Deutschen Bundestages.

„Es ist gut, dass dieser Ort nun unter Denkmalschutz steht“, sagte Kultursenator Dr. Klaus Lederer. „Die authentisch erhaltenen Mauerabschnitte und die Kunstinstallation von Ben Wagin erinnern an den Riss, der durch Berlin, Deutschland und Europa ging und zugleich an die Überwindung eines inhumanen Grenzregimes und die friedliche Revolution von 1989/90“ Er dankte dem Berliner Künstler Ben Wagin für seine Initiative: „In einer Zeit, als die Mauer systematisch beseitigt wurde und Restabschnitte nur unter großen Mühen zum Denkmal erklärt werden konnten, gelang es Ben Wagin, einen ungewöhnlichen Gedenkort von großer Authentizität und Symbolkraft zu schaffen.“

Das „Parlament der Bäume“ und das Mauer-Mahnmal des Deutschen Bundestags sind als „Dezentrale Orte“ Teil des bezirksübergreifenden „Gesamtkonzepts zur Erinnerung an die Berliner Mauer“.
(kes)


Quellen: Berlin.de / Wikipedia

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