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Erster „Nationalerbe-Baum“ ausgerufen

Sommer-Linde in Heede wurde als erster „Nationalerbe-Baum“ ausgezeichnet

 

Die Dicke Sommer-Linde in Heede ist mit ihren 17 Metern Stammumfang der dickste vollstämmige Baum Deutschlands und mit ihrem Alter von etwa 600-800 Jahren ein seltenes Exemplar der langlebigen Baumarten. Am 5. Oktober 2019 wurde sie als erster „Nationalerbe-Baum“ von der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft (DDG) ausgerufen.
Dicke Linde, Riesenlinde oder 1000jährige Linde in Heede (Emsland).
Foto: Frank Vincentz, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0


(7.10.2019) Sie ist bereits eine betagte Dame und hat in ihrem Leben schon viel gesehen und miterlebt: Die Dicke Sommer-Linde in Heede ist mit ihren 17 Metern Stammumfang der dickste vollstämmige Baum Deutschlands und mit ihrem Alter von etwa 600-800 Jahren ein seltenes Exemplar der langlebigen Baum-arten. Am 5. Oktober 2019 wurde sie als erster „Nationalerbe-Baum“ von der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft (DDG) ausgerufen.

 

Der Forstwissenschaftler Prof. Andreas Roloff von der TU Dresden ist Leiter des Kuratoriums Nationalerbe-Bäume der DDG, das es sich zum Ziel gesetzt hat, 100 „Nationalerbe-Bäume“ mit möglichst mehr als vier Metern Stammumfang und über 400 Jahren Alter „zu erhalten, zu pflegen und zu schützen, um sie in Würde altern zu lassen.“ Damit soll der Wert dieser monumentalen und einzigartigen Bäume als Lebensraum und Naturdenkmale bewusster werden. „Es ist beeindruckend sich klarzumachen, dass diese Bäume über so lange Zeiträume alle Ereignisse und Veränderungen von Standort, Umfeld und Klima tolerieren können müssen. Demzufolge darf man bei ihnen auch von einem besonders hohen Anpassungspotenzial ausgehen, auch im Hinblick auf den aktuellen Klimawandel. Wir müssen alles daransetzen, sie der Nachwelt zu erhalten“, so Prof. Andreas Roloff. In Deutschland gibt es nur wenige wirklich alte Bäume, laut der DDG womöglich keinen einzigen über 1000 Jahre. Eine der Ursachen sieht die DDG darin, dass unsere Sicherheitserwartung inzwischen zu hoch geworden ist: zu viele dieser Bäume werden verstümmelt oder gekappt, um sie vermeintlich verkehrssicher zu machen. Dies sowie vielfältige sonstige Stress-Einflüsse und Standortprobleme führen zur vorzeitigen Alterung, bis hin zum Absterben.

Dicke Linde in Heede
Die Riesenlinde zu Heede, auch Dicke Linde und Tausendjährige Linde genannt.
Foto: Frank Vincentz, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

 

Mit der Auszeichnung geht einher, dass notwendige Pflege-, Schutz- und Umfeld-Maßnahmen für die ausgewählten Bäume aus Sondermitteln gefördert werden.

 

Bisher sind sieben Bäume vom Kuratorium als Kandidaten ausgewählt worden. Bürgerinnen und Bürger können über die Website der Initiative „Nationalerbe Bäume“ potentielle Uralt-Bäume melden. „Über 400 Jahre alte Bäume optimieren ihre Lebens- und Wachstumsprozesse in ganz besonderer Weise selbst. Sie sind daher – zum Beispiel in ihrer Baumbiologie, Genetik und Pathologie – auch für die Wissenschaft hochinteressant. Die Zeit ist reif, solche Uralt-Bäume zu schützen, um ihnen damit ein Altern in Würde zu ermöglichen“, fasst Roloff zusammen.


Weitere Ernennungen zu Nationalerbe-Bäumen in diesem Jahr finden am Samstag, den 19.10., um 14 Uhr (Ginkgo in Jahnishausen bei Riesa, Sachsen) und am Sonntag, den 27.10., um 10 Uhr (Eibe in Flintbek bei Kiel, Schleswig-Holstein) statt.
(Quelle: ↗TUD)


Weblinks
Deutsche Dendrologische Gesellschaft (DDG)
Nationalerbe-Baum




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