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Allen Stürmen und jedem Modetrend zum Trotz: Für neue Bäume
gibt es keinen Ersatz, ebenso wenig wie für den Schutz und Erhalt der
alten, großen Bäume. Warum, das wurde schon so oft beleuchtet
und muss nicht zum x-ten Male wiederholt werden. Jetzt im Herbst, von Oktober bis Dezember ist wieder Pflanzzeit für Gehölze, diese Chance muss genutzt werden. Dabei darf man sicherlich die pflegeleichten Modebäumchen in Kugelform vergessen, sie leisten ökologisch weniger als 10 Meter Laubhecke am Stück. Diese Modebäumchen dürfen wir getrost als "Architektenpetersilie" abwerten, sie sollten nur vereinzelt dort verwendet werden, wo absolut kein Raum für andere Gehölze vorzufinden ist. Anstelle großer Bäume diese mickrigen Ersatzbäumchen zu setzten, bringt nichts nur für die Firma, die solche Züchtungen verkauft. Denn auch bei den natürlich geformten Laubbäumen gibt es kleinere, mittlere und große Arten, die je nach vorhandenem Raum gepflanzt werden können. Da stehen unter anderem zur Auswahl: Die Traubenkirsche, die Eberesche, der Flieder, der Holunder oder die Purpurerle. Bei den Landschaftsbäumen ist die Vielfalt ebenfalls enorm. Ob Walnussbaum oder Trauerweide, Schwarzerle am Gewässer oder Wildbirne im großen Garten, exotischer Schnurbaum, Tulpenbaum oder Flügelnuss, im Fachhandel gibt es für jedes Grundstück, für jeden Boden die passenden Gehölze, die es natürlich nach dem Pflanzen auch zu pflegen gilt. Schnittmaßnahmen an alten, großen Bäumen grundsätzlich nur durch Fachfirmen, die nach den entsprechenden Richtlinien arbeiten, durchführen lassen. Brutale Kronenkappungen zerstören Bäume in der Regel. Sobald wieder Schnee und Eis Einzug halten, muss verstärkt darauf geachtet werden, dass Streusalz in Baumnähe nichts zu suchen hat. Zu groß sind die Schäden an Straßenbäumen durch dieses Salz, dass z. B. auf Coburgs Gehwegen verboten ist. Bäume zu erhalten und neue zu pflanzen erscheint wichtiger denn je und kann auch mit einem feierlichen Anlass verbunden werden. Hochzeit oder Taufe, Jubiläum oder Hausbau ein Jubiläumsbaum wird immer an den freudigen Anlass erinnern. Schulen, Kindergärten und Kirchen müssen neben den Kommunen und Straßenbauämtern Verantwortung für Bäume übernehmen und auch nach außen dokumentieren. Und die Regel, dass ein Grundstück nach einem Verkauf oder vor einer Renovierung erst einmal abgeräumt werden muss, diese zerstörerische Regel muss endlich der Vergangenheit angehören. Ebenso wie das Zerstören und Versiegelen unserer Vorgärten, auch hier gibt es seit Jahren negative Entwicklungen. Nicht ohne, sondern mit Bäumen lässt es sich gut leben, sie sind ein Zeichen in Richtung Zukunft, wir brauchen sie zum Leben und nicht umgekehrt. Für Bäume gibt es keinen Ersatz. Aus diesem Grund muss jetzt die Pflanzzeit genutzt werden. Horst Schunk 96450 Coburg |
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