Bruno Manser für tot erklärt

In einer nichtöffentlichen Sitzung hat das Basler Zivilgericht am 10. 03. 2005 über das Verschollenverfahren von Bruno Manser befunden. Der Umweltaktivist und Autor des Buches "Tagebücher aus dern Regenwald" (Christoph Merian Verlag) wurde amtlich für tot erklärt. Seit vielen Jahren kämpfte Bruno Manser für den Erhalt des Lebensraums der Ureinwohner Borneos/Malaysia. Von 1984 bis 1990 lebte er mit den Penan, bis er vor Regierung und Holzindustrie fliehen musste.
Der Umweltaktivist ließ sich nicht einschüchtern und gründete in seiner Heimat den Bruno-Manser-Fonds. Immer wieder wagte er sich in den Regenwald, um die Ureinwohner in ihrem Überlebenskampf zu unterstützen und die Öffentlichkeit auf die Probleme bedrohter Völker aufmerksam zu machen. Von seiner letzten Reise in den Norden Sarawaks ist Bruno Manser bis jetzt nicht zurückgekehrt. Im Mai 2000 erreichte seine Familie das letzte Lebenszeichen, seitdem gilt er als verschollen. Während des Verschollenverfahrens wurden ein Jahr lang Fakten über den Verbleib Bruno Mansers gesammelt. Da keine glaubhaften Nachrichten eingingen, hat das Zivilgericht Basel am 10. März 2005 die offizielle Verschollenerklärung ausgesprochen. Damit gilt er juristisch als tot.
Am 21. Mai fand in Basel eine offizielle Erinnerungsfeier für Bruno Manser statt.

 

Quelle: BUCH CONTACT  -  Foto: bmf

Bruno-Manser-Fonds

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